Hydraulik in Spritzgießmaschinen

Inhalt


Qualität und Anpassungsfähigkeit:


Mit Maschinen, die konsequent nach den Bedürfnissen der Kunden entwickelt und produziert werden, hat sich der österreichische Spritzgießmaschinen-Hersteller Engel international im Spitzenfeld der Branche etabliert. Die gleiche Qualität und Anpassungsfähigkeit erwartet Engel von seinem Partner Bosch Rexroth.

Engel hat sich als Spritzgießmaschinen-Hersteller eine Position unter den drei bis vier weltweit Größten der Branche erobert. Das Programm umfasst Maschinen von 200 bis mehr als 50.000 Kilonewton Schließkraft sowie Spritzgießformen und Roboter für die Automatisierung kompletter Produktionslinien.


Mit der 1989 eingeführten Spritzgießmaschinen-Baureihe mit holmloser Schließeinheit und einer Zuhaltekraft im Bereich von 200 bis 6.000 Kilonewton stellte das oberösterreichische Unternehmen seine Kompetenz eindrucksvoll unter Beweis. Frei zugängliche Aufspannplatten und dadurch kürzere Rüstzeiten haben die Anwender rasch überzeugt.

 

Feinfühlige Kräfte


Ing. Rupert Mörwald, Bereichsleiter Technik, liebt bildhafte Vergleiche: „Eine Schließkraft von 6.000 Kilonewton oder 600 Tonnen entspricht ungefähr dem Gewicht von sieben Elektroloko-motiven.“ Mit diesen enormen Kräften muss eine Spritzgießform beispielsweise für die Herstellung eines Kassettenrekorders zugehalten werden, um die Kräfte beim Einspritzvorgang aufzunehmen. Sowohl die Schließeinheit als auch die Schnecken-, Plastifizier- und Spritzeinheit werden von einer Hydraulik betrieben, die vom Partner Bosch Rexroth GmbH Österreich bezogen wird.


Da Kunststoffe ein äußerst komplexes zeit- und kraftabhängiges Fließverhalten haben, sind beim Plastifizier-und Spritzvorgang feinfühlig geregelte zeit- und wegabhängige Druckverläufe erforderlich.

Präzise und schnell


Zur Präzision kommt der Faktor Zeit. Denn die Dauer eines Spritzzyklus bestimmen neben dem Spritzvorgang auch die Abkühlzeit des Werkstückes und das Öffnen und Schließen der Form. Eine gesamte Zykluszeit zum Beispiel für einen Mineralwasser-Verschluss beträgt 5,5 Sekunden und stellt somit hohe Anforderungen an die Reaktionszeit der Hydraulik. Durch den generellen Einsatz der neuen, lektronisch verstellbaren EHV-Pumpe von Bosch Rexroth wird die Dynamik im Vergleich zur Vorgängergeneration um etwa 30 Prozent verbessert. Diese Pumpe spart zusätzlich Energie, weil sie durch die integrierten elektrisch angesteuerten Stellglieder fast ohne Verluste stets nur den Druck und den Förderstrom erzeugt, die gebraucht werden und sich sehr feinfühlig regeln lassen.


„Mit dieser neuen Pumpengeneration haben wir das Preis-/Leistungsverhältnis unserer Maschinen erneut verbessert“, betont Herr Mörwald.


Hydrauliksysteme mit nur einer Pumpe sind die Basis für Kleinmaschinen bis 100 Tonnen Schließkraft. Darüber hinaus kommen modulare Mehrpumpensysteme bei Mittelmaschinen für Parallelbewegungen, bei Mehrkomponenten- oder Mehrfarbenmaschinen, Schnellläufern oder Sondermaschinen zum Einsatz. Die Vielzahl der Bosch-Rexroth-Module deckt einen weiten Anwendungsbereich ab. Sollte trotzdem eine Neuentwicklung erforderlich sein, arbeiten die Experten von Engel und Bosch Rexroth eng zusammen. „Wir greifen gerne auf das Know-How von Bosch Rexroth zurück“, sagt Rupert Mörwald, „das ist eine positive, fruchtbare Kooperation zweier Familienunternehmen, und dahinter steht die Hydraulikkompetenz von Bosch-Rexroth.“


Bosch Rexroth GmbH Österreich