Unbeständiges Geschäftsumfeld und hoher Kostendruck bleiben als Herausforderung bestehen
Lohr a. Main – Im Geschäftsjahr 2025 erwirtschaftete Bosch Rexroth einen Umsatz von rund 6,5 Milliarden Euro. Damit gelang es dem Unternehmen, sein Geschäft trotz des anhaltend schwierigen Umfelds auf Vorjahresniveau zu halten. Ein deutliches Wachstum verzeichnete der Auftragseingang, der um knapp 9 Prozent auf rund 6,6 Milliarden Euro stieg und somit erstmals seit 2022 wieder den Umsatz übertraf. Für das laufende Geschäftsjahr erwartet Bosch Rexroth ein leichtes Wachstum – vorausgesetzt, die geopolitische Lage eskaliert nicht weiter. Zur Sicherung des zukünftigen Wachstums investierte Bosch Rexroth in Forschung und Entwicklung sowie Gebäude und Anlagen rund 560 Millionen Euro. Ende 2025 beschäftigte das Unternehmen weltweit rund 31.900 Mitarbeitende.
„Das wirtschaftliche und geopolitische Umfeld bleibt für unsere Kunden und uns eine Herausforderung. Außerdem drängen Wettbewerber aus Asien auf unsere Heimatmärkte. Innovationskraft, Kundennähe, Anpassungsfähigkeit und Kostenbewusstsein sind deshalb auch zukünftig wichtige Erfolgsfaktoren für Bosch Rexroth“, sagt Dr. Jochen Peter, seit März 2026 Vorstandsvorsitzender der Bosch Rexroth AG. So hat Bosch Rexroth beispielsweise sein Geschäft in China neu aufgestellt, die Aktivitäten in Japan gestärkt und das Produktportfolio fortlaufend an die Bedürfnisse seiner Kunden angepasst. Nach rund zwei Jahren mit niedrigeren Auftragseingängen als Umsätzen hat sich dieses Verhältnis wieder zum Besseren gewendet. „Wir haben 2025 sowie bisher im laufenden Jahr wieder mehr Aufträge gewonnen – das lässt uns verhalten zuversichtlich nach vorne schauen, vorausgesetzt, die aktuellen geopolitischen Herausforderungen belasten das Geschäft nicht stärker“, erläutert Peter weiter.
Gesamtumsatz durch China-Geschäft stabilisiert
Der Umsatz lag mit 6,45 Milliarden Euro lediglich 1,4 Prozent unter dem Vorjahreswert (2024: 6,54 Milliarden Euro) und hat sich im Vergleich zu den besonders starken Jahren 2022 und 2023 (7 bzw. 7,5 Milliarden Euro) auf niedrigerem Niveau stabilisiert. Wechselkursbereinigt ist der Umsatz um 0,9 Prozent gestiegen. Leichtes Wachstum gegenüber dem Vorjahr verzeichneten Europa ohne Deutschland sowie die Regionen Asien/Afrika/Australien. In Deutschland, dem umsatzstärksten Land des Unternehmens, ging der Umsatz 2025 leicht gegenüber dem Vorjahr zurück. China, die Region mit dem drittgrößten Umsatz, hat durch ihr Wachstum maßgeblich zur Stabilisierung des Gesamtumsatzes beigetragen.
Aufträge: rund 9 Prozent Plus
Der Auftragseingang belief sich 2025 auf 6,6 Milliarden Euro, das sind rund 540 Millionen Euro, beziehungsweise 8,9 Prozent, mehr als im Jahr zuvor. Den stärksten Zuwachs an Aufträgen verzeichnete China. In Europa und Deutschland gingen ebenfalls deutlich mehr Aufträge ein.
Ausblick 2026: Wachstum im Blick, Druck bleibt hoch
„Das Geschäftsjahr 2026 hat gut begonnen: Der bisherige Auftragseingang liegt ähnlich wie im vergangenen Jahr über den Vorjahreswerten, der Umsatz zieht entsprechend behutsam an. Gleichwohl bleibt das weltweite Geschäftsumfeld unbeständig und der Kostendruck hoch. Wir arbeiten daher kontinuierlich an Kostensenkungen, unserer marktgerechten Aufstellung und unserem Produkt- und Lösungsangebot für die Kunden“, sagt Holger von Hebel, Finanzvorstand der Bosch Rexroth AG.
Umfangreiche Investitionen in Standorte, Forschung und Entwicklung
Die Investitionen in Maschinen, Anlagen und Gebäude sowie in Forschung und Entwicklung für die Zukunftsfähigkeit des Produkt- und Lösungsangebots beliefen sich 2025 auf rund 560 Millionen Euro. In den drei Jahren zuvor war bereits umfangreich in Werke und den Fertigungsverbund insgesamt investiert worden, so dass für das Wiederanziehen des Geschäfts weltweit ausreichend Fertigungskapazitäten bereitstehen. In Deutschland investierte Bosch Rexroth rund 57 Millionen Euro allein in die Werke in Lohr am Main, Elchingen, Nürnberg und Horb. Weitere große Investitionen gab es in Mexiko, USA und Schweden.
Innovationen für mehr Effizienz, Sicherheit und Nachhaltigkeit
Auch im Geschäftsjahr 2025 hat Bosch Rexroth sein Produktportfolio mit zahlreichen Innovationen weiter gestärkt. In der Mobilhydraulik steigert beispielsweise der neue Radialkolbenmotor MPR Performance die Produktivität und Energieeffizienz kompakter Arbeitsmaschinen, und der High-Performance-Computer ORC2 schafft die Systemvoraussetzungen für autonome Funktionen in mobilen Maschinen. Die Automatisierungsplattform ctrlX AUTOMATION wurde um KI-Funktionen und mehr Rechenleistung für die Steuerung ctrlX COREplus erweitert. Zudem ergänzen neue Apps das offene Betriebssystem ctrlX OS, etwa ein Security Scanner zum Prüfen von Maschinenparks auf Sicherheitslücken. Im Hydraulik-Service wurde der Hydraulic Hub eingeführt: ein digitaler Werkzeugkasten, der die Instandhaltung vereinfacht und so die Maschinenverfügbarkeit erhöht.
Personalstärke gezielt angepasst
Ende 2025 beschäftigte Bosch Rexroth weltweit rund 31.900 Mitarbeitende. Das sind insgesamt rund 700 beziehungsweise 2,3 Prozent weniger als am Ende des Vorjahres. Rund 13.200 (41 Prozent) aller Mitarbeitenden von Bosch Rexroth sind in Deutschland tätig.
Bosch Rexroth auf der Hannover Messe
Auf der aktuell laufenden Hannover Messe zeigt sich Bosch Rexroth mit einem neuen Konzept: In der von der Messe neugeschaffenen „Defense Production Area“ präsentiert das Unternehmen Fertigungstechnologie, die sowohl im zivilen Bereich als auch in der Wehrtechnik-Fertigung eingesetzt werden kann. Zusätzlich ist Bosch Rexroth im Bereich „Application Park“ mit den Themen Batterie-Produktion und Recycling sowie im Rahmen des Forschungsprojekts Fluid 4.0 auf dem Plattform-I4.0-Gemeinschaftsstand des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie vertreten. Mit diesem Ansatz spricht Bosch Rexroth Kunden und Interessierte auf der Hannover Messe deutlich branchenspezifischer als bisher an.
Bosch Rexroth seit 25 Jahren Teil der Bosch-Gruppe
Im Mai 2001 fand der Zusammenschluss der Bosch Automationstechnik mit Mannesmann Rexroth statt – damit trägt Bosch Rexroth seit 25 Jahren zum Erfolg der Bosch-Gruppe und zu einer ausgeglicheneren Verteilung zwischen den Bosch-Geschäftsbereichen bei. „Trotz vieler Veränderungen ist eines über die Jahre hinweg gleichgeblieben: der unermüdliche Einsatz des Bosch Rexroth Teams für die Kunden, die herausragende technologische Kompetenz und die Leidenschaft für unsere Produkte“, sagt Dr. Steffen Haack, der bis Ende Februar Vorstandsvorsitzender der Bosch Rexroth AG war und nun als Vorstandsmitglied für den Entwicklungsbereich sowie die Identifizierung neuer strategischer Wachstumsfelder verantwortlich ist. Insgesamt blickt das Unternehmen auf eine mehr als 230-jährige Geschichte zurück, die durch Ludwig Rexroth 1795 ihren Anfang nahm.
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Basisinformationen zu Bosch Rexroth
Bosch Rexroth sorgt als ein weltweit führender Anbieter von Antriebs- und Steuerungstechnologien für effiziente, leistungsstarke und sichere Bewegung in Maschinen und Anlagen jeder Art und Größenordnung. Das Unternehmen bündelt weltweite Anwendungserfahrungen in den Marktsegmenten Mobile und Industrie-Anwendungen sowie Fabrikautomation. Mit intelligenten Komponenten, maßgeschneiderten Systemlösungen, Engineering sowie Dienstleistungen schafft Bosch Rexroth die Voraussetzungen für vollständig vernetzbare Anwendungen. Bosch Rexroth bietet seinen Kunden Hydraulik, Elektrische Antriebs- und Steuerungstechnik, Getriebetechnik sowie Linear- und Montagetechnik einschließlich Software und Schnittstellen ins Internet der Dinge. Mit einer Präsenz in mehr als 80 Ländern erwirtschafteten rund 31.900 Mitarbeitende 2025 einen Umsatz von 6,5 Milliarden Euro.
Basisinformationen zu Bosch
Die Bosch-Gruppe ist ein international führendes Technologie- und Dienstleistungsunternehmen mit weltweit rund 413 000 Mitarbeitenden (Stand: 31.12.2025). Sie erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2025 einen Umsatz von 91 Milliarden Euro. Die Geschäftsaktivitäten gliedern sich in die vier Unternehmensbereiche Mobility, Industrial Technology, Consumer Goods sowie Energy and Building Technology. Mit seiner Geschäfts-tätigkeit will das Unternehmen übergreifende Trends wie Automatisierung, Digitalisierung, Elektrifizierung und künstliche Intelligenz technologisch mitgestalten. Die breite Aufstellung über Branchen und Regionen hinweg stärkt die Innovationskraft und Robustheit von Bosch. Mit seiner ausgewiesenen Kompetenz bei Hard-, Software und Services ist das Unternehmen in der Lage, Kunden domänen-übergreifende Lösungen aus einer Hand anzubieten. Zudem setzt Bosch sein Know-how in den Bereichen Vernetzung und künstliche Intelligenz ein, um intelligente, nutzerfreundliche und nachhaltige Produkte zu entwickeln und zu fertigen. Bosch will mit „Technik fürs Leben“ dazu beitragen, die Lebensqualität der Menschen zu verbessern und natürliche Ressourcen zu schonen. Die Bosch-Gruppe umfasst die Robert Bosch GmbH sowie ihre rund 500 Tochter- und Regionalgesellschaften in mehr als 60 Ländern. Inklusive Handels- und Dienstleistungspartnern erstreckt sich der weltweite Fertigungs-, Entwicklungs- und Vertriebsverbund von Bosch über fast alle Länder der Welt. Basis für künftiges Wachstum ist die Innovationskraft des Unternehmens. Bosch beschäftigt weltweit rund 82 000 Mitarbeitende in Forschung und Entwicklung.
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