Marginale Spalte

Simulierte Wirklichkeit

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Juli 2017

 

Fliegen lernen, Fahrzeuge verbessern oder Notsituationen trainieren: Simulatoren holen die Realität ins Labor. Die passenden Systeme liefern seit 1986 die Motion-Simulation-Experten von Bosch Rexroth im niederländischen Boxtel.

Höher, schneller, weiter – so lässt sich die technische Entwicklung bei Fahrzeug- und Flugsimulatoren zusammenfassen. Jedes Jahr kommen neue, leistungsstärkere Systeme auf den Markt. Höhere Beschleunigungen, ein robustes, stabiles und energie­effizientes Gesamtsystem zu angemessenen Preisen – diese Anforderungen müssen die 850 Mitarbeiter von Bosch Rexroth in den Niederlanden seit mehr als 30 Jahren erfüllen. Der Blick auf die Nutzlast spiegelt die Entwicklung eindrucksvoll wider: Waren es 2003 noch 1.000 Kilogramm, so entstehen heute Systeme mit einer maximal zulässigen Gesamtmasse von bis zu 14.000 Kilo­gramm. 1996 erfolgte mit der Plattform eMotion 2500 der Wechsel von rein hydraulischen zu elektrischen Systemen. Die neue Technologie punktet durch ihren reduzierten Platzbedarf, geringere Geräuschentwicklung sowie einfachere Installation und Wartung. Seit 1986 hat Bosch Rexroth 450 Simulationssysteme weltweit installiert – davon 50 alleine in den vergangenen zwei Jahren.

1986

Flugsimulator für das Netherlands Aerospace Centre NLR Magnifier

Flugsimulator für das Netherlands Aerospace Centre NLR

Für das Training von Piloten entwickelte Bosch Rexroth den ersten Simulator mit Motion-Simulation-Technologie basierend auf einem Hexapod und hydraulischen Aktuatoren.

 

1996

Zugsimulator für die Deutsche Bahn Magnifier

Zugsimulator für die Deutsche Bahn

Für das Projekt kam erstmals ein elektrisches Antriebssystem zum Einsatz: die Plattform eMotion 2500 mit elektrischen Servomotoren und Gewindetrieben von Rexroth.

1999

Simulator für Lufthansa zum Training von Kabinencrews Magnifier

Simulator für Lufthansa zum Training von Kabinencrews

Aufgrund der hohen Nutzlast setzten die Ingenieure auf eine komplett hydraulische Lösung. Die Kombination von hydraulischen Aktuatoren, Scheren- und A-Rahmen sorgt für maximale Bewegungsfreiheit und Stabilität.

 

2003

Fahrsimulator für Renault Magnifier

Fahrsimulator für Renault

Für das Projekt kombinierten die Entwickler erstmals einen x-y-Tisch mit einem Hexapod. Das System bot mehr Bewegungsfreiheit und eine realistischere Simulation – und das dank Standardkomponenten zu geringen Kosten.

2007

Flugsimulator für Piloten Magnifier

Flugsimulator für Piloten

Premiere für die elektrische Plattform eMotion 8000. Das Level-D-zertifizierte System erfüllte die anspruchsvollen Anforderungen an eine hohe Laufruhe und geringe Geräuschentwicklung.

 

Blick in die Zukunft

Seit 2014 überzeugt die elektrische Plattform eMotion 2700 mit höheren Leistungen, Präzision und Geschwindigkeit sowie einem deutlich geringeren Preis. Möglich machte dies ein Neudesign mit der einfacheren Gestaltung der Aktuatoren. Und die Entwicklung geht weiter: eMotion 14000 heißt die Technik der Zukunft. Das System für Flugsimulatoren mit einer Nutzlast von 14.000 Kilogramm befindet sich in der Entwicklung und wird in der zweiten Jahreshälfte 2017 verfügbar sein. Standardkomponenten von Rexroth verbessern das Preis-Leistungs-Verhältnis.