Marginale Spalte

Stihl nutzt die Kopfauflageerkennung.

Selbstfurchende Schrauben liegen an der Montagelinie in Greifbehältern bereit.

Sicher verschrauben

November 2013

 

Motorgeräte von Stihl müssen einiges aushalten. Schraubsysteme von Rexroth sorgen dafür, dass sie das auch tun.

 
 

Motorsäge, Gesteinschneider oder Trennschleifer – die motorbetriebenen Profigeräte von Stihl haben vor allem eines: viel Power. Und die muss der Kunde in Wald und Garten oder auf dem Bau sicher anwenden können. Wichtiges Element: die Verschraubungen. Sie sorgen für eine hohe Präzision und Funktionalität. Darum müssen sie dauerhaft und zuverlässig halten.

Für Stihl ist das eine zentrale Anforderung. „Insbesondere wenn wir Kunststoffteile sicher mit Metallteilen verbinden wollen, brauchen wir Schraubsysteme mit kontrolliertem Endanzug“, erklärt Gerhard Stübs, Fertigungsplaner im Waiblinger Stihl Werk. „Schraube, Drehmoment und Drehwinkel müssen hundertprozentig aufeinander abgestimmt sein. Erst dann erfüllt die Verschraubung verlässlich und sicher die Qualitätsanforderungen an das Endprodukt.“ Bei der Wahl der Betriebsmittel steht die Gerätesicherheit da an erster Stelle.

Prozesssicherheit im Fokus

Die Rexroth Handschrauber ErgoSpin erfüllen diese Anforderungen und sorgen für sichere Produkte. Stihl verwendet Schrauben, die ihr Gewinde selbst formen. Das spart Zeit und Arbeitsgänge, da das Schneiden und Reinigen des Gewindes entfällt. Gleichzeitig bietet dieser Schraubentyp eine hohe Vibra­tionssicherheit. Außerdem können kürzere Schrauben und kleinere Durchmesser zum Einsatz kommen.

Wenn es ums Verschrauben geht, sind selbstfurchende Schrauben aber anspruchsvoll – prozessbedingt variiert ihr ideales Anziehdrehmoment. Da hilft die Kopfauflageerkennung von Rexroth: Die Schrauben werden in mehreren Stufen angezogen. Dabei erkennt die Steuerung die Kopfauflage der Schraube, ermittelt das benötigte Furchmoment und errechnet das zum Erreichen der erforderlichen Klemmkraft benötigte finale Anziehdrehmoment.

Kurze Taktzeiten, optimierte Prozesse

Mit den optimierten Schraubprozessen hat Stihl zudem seine Taktzeiten verkürzt. Vor allem die Prozesszeit vom Start des Schraubers bis zum finalen Erreichen des Drehmoments rechne sich, sagt Stübs: „Bei der Montage können Hundertstel von Sekunden bereits maßgeblichen Einfluss auf die Taktzeit und die Ausbringung haben.“

Zudem spart das Unternehmen Betriebskosten: Beim Handschrauber ErgoSpin sind diese im Vergleich zu Druckluftwerkzeugen um bis zu 50 Prozent niedriger. Und die im Rexroth Betriebssystem BS350 integrierten Statistik- und Auswertefunktionen nutzt Stihl bereits in den ersten Versuchsreihen, um die Prozesse in der Serienfertigung zu optimieren.

Die Handschrauber decken von einem bis 220 Newtonmeter nahezu alle Verschraubungsanwendungen ab und fügen die Stihl Gesteinschneider ebenso sicher zusammen wie Freischneider oder die neue Motorsäge MS 661.