Marginale Spalte

Anlage mit Traummaßen

Juli 2012

 

Hohe Produktivität bei geringen Abmessungen: SMI erfüllt diese Anforderungen der Solarbranche mit einer technologieübergreifenden Automatisierungslösung von Bosch Rexroth.

 
 

Auf dieser Schweißlinie werden Absorberblech und Rohrregister verbunden.
Foto: SMI s.r.l.

Die Schweißlinie ist das Herzstück der Solarthermiekollektoren-Herstellung: Sie verbindet die beiden Hauptkomponenten Absorberblech und Rohrregister miteinander. Ein komplexer Vorgang – besonders anspruchsvoll im Fall einer Ausschreibung der Bosch Thermotechnik GmbH.

Die benötigten 13 Bearbeitungsstationen sollten nicht mehr als 80 Quadratmeter einnehmen. Die italienischen Rohrbearbeitungsspezialisten von Sistemi Meccanici Industriali (SMI) nahmen die Herausforderung an und hatten schnell den richtigen Lösungsansatz parat: Platz sparen durch Automatisierung.

Die Devise: Automatisierung

Für die Umsetzung holte sich SMI die Automatisierungsspezialisten von Bosch Rexroth als Projektpartner mit ins Boot. Von Anfang an ging diese Zusammenarbeit über die reine Lieferung von Komponenten hinaus. Die Entwickler beider Unternehmen erarbeiteten die Baupläne bis ins kleinste Detail und wählten ganz gezielt entsprechende Einzelkomponenten aus.

So gelang es, alle Prozesse innerhalb der Anlage vollautomatisch zu gestalten – vom Tiefziehen des Blechs bis zum Schweißvorgang. Kombinierte Systeme aus elektromechanischen Achsen, Aktoren und Vakuumklemmungen bewegen jeden Fertigungsschritt.

Rexroth ermöglicht es, durch Einsatz des seriellen Drive & Diagnostic Links DDL die gesamte Anlage mit wenigen Feldbuskopplern zu steuern. Darüber hinaus kommen unterschiedliche Ventilsysteme und Zylinder zum Einsatz. Als lineare Komponenten lieferte Rexroth Linearmodule MKR sowie Kugel- und Rollenschienenführungen.

„Wir schätzen besonders die Robustheit der Achsen“, betont SMI-Geschäftsführer Sergio Campeotto. „Dieses Merkmal war entscheidend für die Einhaltung der strengen Toleranzen der Projektanforderung.“

Den Tiefziehprozess plante das Unternehmen Fluidotecnica Impianti, autorisierter Vertriebspartner von Bosch Rexroth. Dessen Ingenieure lösten gleich zwei Probleme: Eine Pumpe mit Schraubenrotoren sorgt für ein niedriges Geräuschniveau, während eine angemessene Regelung der Ventilschaltzeit störende Druckspitzen verhindert.

Ein Bediener, viele Formate

Bei den wenigen Handgriffen, die der Bediener selbst vornehmen muss, achteten die Entwickler auf die Vermeidung typischer Fehlerquellen. Das japanische Poka-Yoke-Prinzip verhindert beispielsweise das Einlegen falscher Teile. Auch der Wechsel zwischen den mehr als 20 möglichen Produktformaten ist über Ballengriffe und automatische Klemmungen kinderleicht. So reicht ein einziger Bediener für die gesamte Linie. Für SMI das Tüpfelchen auf dem „i“, mit dem das große Ziel der maximalen Automatisierung erfüllt wurde.