Wasser, marsch!

Wasser, marsch!
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November 2014

 

Hydraulikkomponenten von Rexroth sorgen auf Ölplattformen für mehr Sicherheit. Im Brandfall versorgen sie die Löschsysteme in Sekundenschnelle mit Wasser.

 

Die Löschübung war ein voller Erfolg: Die Besatzung der brasilianischen Ölplattform hat sich an den markierten Stellen versammelt und die Sprinkler verteilten innerhalb weniger Sekunden das Löschwasser in jeden Winkel. Im Ernstfall ist es essenziell, dass die Abläufe stimmen und die Technik schnell und zuverlässig arbeitet. „Die Löschgeräte müssen funktionieren, sie dürfen nie versagen“, betont Rogério Silva, Manager Offshore bei Bosch Rexroth in Brasilien. Der Test hat gezeigt: Alles läuft reibungslos. Das hydraulische Löschsystem hat den Arbeitsdruck sofort von 30 auf 350 bar erhöht. 3,5 Millionen Liter Wasser pro Stunde verteilen die Sprinkler so über die Plattform.

Silva prüft die CAD des Hydraulikaggregats.

Silva prüft die CAD des Hydraulikaggregats.

 

Leistungsfähig und durchdacht

Über der Meeresoberfläche, 30 Meter unterhalb der Plattform, sorgt ein ausgefeiltes System dafür, dass das zuverlässig klappt. Entwickelt hat es Bosch Rexroth zusammen mit dem Pumpenhersteller Sulzer Brasil. Zentrales Element ist ein Axialkolbenmotor, der unter Wasser eine Doppelkolbenpumpe antreibt, die in kürzester Zeit dem Löschsystem auf der Ölplattform enorme Mengen Meerwasser zuführt. Auch ohne Feueralarm läuft der Hydraulikmotor konstant – mit langsamen 100 Umdrehungen pro Minute. „Das ist wichtig, da sich bei längeren Stillstandphasen Krebse und andere Meerestiere darauf ansammeln würden“, erklärt Silva. Wird der Motor erst bei Bedarf hochgefahren, könnten die Tiere das System beeinträchtigen. Denn im Brandfall erhöht er die Geschwindigkeit in kürzester Zeit auf bis zu 1.600 Umdrehungen pro Minute. Ein durchdachtes Filtersystem stellt zudem sicher, dass das Öl einen hohen Reinheitsstandard erfüllt.

Montage des Aggregats im Werk Pomerode in Brasilien.

Montage des Aggregats im Werk Pomerode in Brasilien.

 

„Die Robustheit und Zuverlässigkeit der Komponenten sowie ein geringer Wartungsaufwand standen bei der Entwicklung an erster Stelle“, betont Rogério Silva. „Gleichzeitig sollte das System aber möglichst kompakt sein und das war eine echte Herausforderung.“ Die meisterte das Projektteam mithilfe von 3-D-Modellen. Heute passt alles. „Wichtig war auch, dass wir während der gesamten Projektphase sehr eng mit dem Kunden zusammengearbeitet haben. Dadurch konnten wir Fehler vermeiden“, sagt Rogério Silva.