Martin Johannes Trumpf, Projektleiter Bühnentechnik

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Inhalt

Martin Johannes Trumpf bringt bei Bosch Rexroth anspruchsvolle Projekte erfolgreich über die Bühne.

Die Rolle meines Lebens: als Ingenieur bei Bosch Rexroth

„Seit sieben Jahren arbeite ich jetzt schon bei Bosch Rexroth, anfangs als Projektingenieur, später als Projektleiter in der Bühnentechnik. Da ich schon früher im Theater tätig war und dort gerne mit den Künstlern zusammengearbeitet hatte, stand für mich schon zu Beginn meines Studiums fest, dass ich mich auf Bühnentechnik spezialisieren werde.

 
 
 
 

Großbaustelle statt Pracht: das Bolschoi Theater

Bis kürzlich war ich am Moskauer Bolschoi Theater als Leiter des Teilprojekts Mechanik verantwortlich. Die größte Herausforderung war dabei auf jeden Fall die Größe des Theaters und die Vielzahl an technischen Einrichtungen. Wir installierten dort eine gigantische Bühnentechnik, wie sie wohl so noch nie zuvor eingebaut wurde: sieben Bühnenpodien, 22 Meter breit und drei Meter tief, die über einen Hub von 16 Metern verfahren, mit 0,7 Metern pro Sekunde. Dazu kommen 79 Maschinenzüge, von denen jeder eine Tonne heben kann plus noch mal 100 Punktzüge mit jeweils einer Tonne Nutzlast. Und darüber hinaus noch viele weitere bühnentechnische Anlagen: In Summe mehr als 600 gesteuerte Antriebe. Ein für mich besonders schönes Erlebnis war in diesem Zusammenhang die Einrichtung einer Orchestermuschel, also eines akustisch wirksamen Raums für ein Orchester, das auf der Bühne spielt. Diese Muschel habe ich gemeinsam mit einem Akustikbüro in München geplant, vor Ort aufgebaut und später dann im deutschen Fernsehen gesehen, wie sie vom Orchester der Mailänder Scala unter der Führung von Daniel Barenboim eingeweiht wurde. Das war eine schöne Bestätigung der eigenen Leistungen. Und zum Glück hat alles geklappt! Wenn man ein Projekt mehr als fünf Jahre lang begleitet hat, steckt natürlich viel Herzblut darin.

 
 
 

Mein Job: Regie führen in anspruchsvollen Projekten

Meine aktuelle Aufgabe ist vor allem durch Kommunikation und Organisation geprägt. Ich sichere den Kommunikationsfluss zwischen dem Kunde, also dem Theater und den verschiedenen Konstruktionsgewerken, aber auch internen Organisationseinheiten, wie z.B. der Beschaffung, dem Controlling und dem Qualitätswesen. Bei mir laufen (sozusagen) die Fäden zusammen und an den richten Stellen muss ich Entscheidungen fällen, damit es stetig und im vorgegebenen Terminplan weitergeht. Was mich dabei auf jeden Fall reizt, ist die Beschäftigung mit verschiedenen Denk- und Sichtweisen und mit unterschiedlichen Inhaltsverständnissen, insbesondere im Theaterumfeld. Ich bin nun mal Techniker und wir arbeiten am Theater eng mit Künstlern und anderen Menschen zusammen, die ein Händchen für darstellende Künste haben. Und das hat mich von Anfang an sehr fasziniert. Weil man sich in die Leute und ihre Anforderungen hineinversetzen muss, um eine bestimmte Konstruktionsaufgabe lösen zu können: ob es um hydraulische Systeme oder die komplette Produktpalette elektromechanischer Antriebe und Steuerungen geht.

 

Jedes Projekt ist anders: Doch das ist kein Drama, sondern Lustspiel

Am meisten mag ich an meinem Job die große Vielseitigkeit. Und die Chance, in kleinen Teams an großen Projekten zu arbeiten. Mit jeder Bühnentechnik warten neue Herausforderungen. Jedes Projekt ist einzigartig und direkt gekoppelt an einen erwartungsvollen Zuschauer, der sein Theater glänzend funktionieren sehen möchte. Je größer und bekannter das Theater ist, umso mehr geht es immer auch um einen Teil lokaler kultureller Identität. Auch das muss man verstehen, denn viele Projektanforderungen können sonst nur schwer nachvollzogen werden. Da geht es oft hochgradig interkulturell zu. Es gibt sicherlich wenige vergleichbare Branchen, in denen das Umfeld der Beteiligten ähnlich heterogen ist. Das macht Spaß, und zwar obwohl es manchmal graue Haare macht. Es gibt eine Redewendung im Theater, die lautet: ‚Um acht Uhr geht der Vorhang auf!‘ Das bedeutet, dass man letztendlich alles dafür tut, dass am Ende das Ergebnis für den Zuschauer stimmt. Alles andere ist Nebensache. Und so sehe ich das dann oft im Nachhinein auch: Klatscht das Publikum Beifall, habe ich meine Ziele erreicht.

 
 

Mein Leben neben der Bühne: Ebenfalls abwechslungsreich

In meiner Freizeit bin ich gerne sportlich aktiv, Rennrad fahren und Schwimmen sind für mich ein sehr guter Ausgleich zu meiner Arbeit. Daneben reise ich sehr gerne – meine letzte Reise führte mich z.B. nach Peru. Gebürtig und verwurzelt bin ich im Schwäbischen, dort habe ich deswegen auch weiterhin einen Wohnsitz parallel zu meinem Dienstsitz in Wiesbaden."