Inhalt
Hannover, 25.04.2016

Bosch Rexroth setzt auf Vorsprung bei Technologie, Partnerschaft und Zukunftsthemen

  • Rexroth präsentiert zahlreiche Industrie 4.0-Lösungen in Hannover
  • Ausgaben für Forschung und Entwicklung bleiben weiter hoch
  • Umsatz 2015 liegt bei rund 5,4 Milliarden Euro

Hannover – Den Vorsprung nutzen und ihn in Wachstum umsetzen. So beschreibt Rolf Najork, Vorstandsvorsitzender der Bosch Rexroth AG, die aktuellen strategischen Schwerpunkte des Unternehmens auf der Hannover Messe 2016. Diese sind: Technologische Differenzierung, Synergien mit internen und externen Partnern und die Ausrichtung auf Zukunftsthemen wie Industrie 4.0. Das Unternehmen setzt deshalb seine Entwicklungsschwerpunkte auf die Elektronifizierung der Hydraulik sowie Produkte, Lösungen und Dienstleistungen für die vernetzte Industrie.

„Der Markt für Maschinen und Anlagen befindet sich im Umbruch und wir stellen Bosch Rexroth konsequent darauf ein. Künftig werden wir verstärkt auf drei strategische Schwerpunkte setzen“, sagte Rolf Najork auf der Jahrespressekonferenz des Unternehmens auf der Hannover Messe 2016 (Halle 17, Stand B38). Einer davon sei die ausgeprägte technologische Differenzierung vom Wettbewerb über Produkte, Lösungen und Services. Diese zeige sich einerseits in Neuprodukten wie zum Beispiel CytroPac, einem besonders kompakten und effizienten Hydraulikaggregat, das seinen Zustand selbst überwacht (Condition Monitoring). Andererseits zeige sich diese aber auch bei Großprojekten: „Gerade im Projektgeschäft kann Bosch Rexroth mit seiner umfangreichen Technologiekompetenz bei Kunden punkten“, sagte Najork. Als aktuelles Beispiel nannte er die Modernisierung des Aufzugs im Westpfeiler des Eiffelturms in Paris. Ein Team von Bosch Rexroth hat mit der unternehmenseigenen Simulationssoftware SIMSTER die historische Originallösung rekonstruiert und mit allen Vorteilen moderner Technik ausgestattet. So konnte die Verfügbarkeit der Aufzugsanlage gesteigert werden, während der Energieverbrauch um 25 Prozent gesenkt wurde.

Synergien durch Partnerschaften

Die ständige Bereitschaft, offen mit Partnern zusammenzuarbeiten, nannte Najork als zweiten wichtigen Erfolgsfaktor. Bosch Rexroth unterstützt wie kaum ein zweites Unternehmen offene Standards. Mit Hilfe der Software Open Core Engineering hat das Unternehmen schon früh die gewohnten Technologiegrenzen geöffnet und einen Brückenschlag zwischen Automatisierung und IT geschaffen. In Entwicklungsprojekten mit anderen Bosch-Unternehmensbereichen erschließt Bosch Rexroth darüber hinaus Server- und Cloud-Anwendungen. So senden etwa Rexroth- Funkakkuschrauber Nexo in der Automobilindustrie Schraubdaten von Millionen sicherheitskritischer Verschraubungen an die Bosch IoT-Cloud . Anschließend erkennt die Bosch-Softwarelösung Process Quality Manager Prozessabweichungen in Echtzeit und meldet sie an die Experten der Qualitätssicherung. Diese können rasch reagieren und gegebenenfalls eingreifen. Das Ergebnis: Fehler können vermieden und Reaktionszeiten um bis zu 50 Prozent reduziert werden.

Industrie 4.0 zum Nachrüsten

Den Vorsprung des Unternehmens bei Zukunftsthemen sieht Najork als dritten wichtigen Wachstumstreiber. Auf der Hannover Messe zeigt Bosch Rexroth beispielsweise eine Industrie-4.0-Produktionslinie, die vollautomatische Stationen mit Handarbeitsplätzen kombiniert. Der Ansatz: Industrie 4.0 zum Nachrüsten. Vorhandene Maschinen werden weiter genutzt und zusammen mit neuen Anlagen in einer vernetzten Umgebung betrieben. Dies ermöglicht eine variantenreiche Fertigung auch an Handarbeitsplätzen. Hierbei wird erstmalig das Assistenzsystem ActiveAssist vorgestellt. ActiveAssist verbindet jedes einzelne Werkstück mit seinem virtuellen Abbild in der Unternehmenssoftware und führt den Mitarbeiter interaktiv durch die Montageschritte. Lichtsignale zeigen an, welche Teile eingebaut werden müssen und Montageanweisungen werden auf die Arbeitsfläche projiziert. 3D-Kameras und Ultraschallsensoren erkennen Fehler im Arbeitsablauf und helfen dem Mitarbeiter, sie zu beheben. Das ermöglicht die Fertigung unterschiedlicher Produktvarianten an ein und dem selben Arbeitsplatz.

Ausgaben für F&E und Investitionen bleiben auf hohem Niveau

Welche Bedeutung das Unternehmen Produktinnovationen zuschreibt, zeigen auch die Ausgaben für Forschung und Entwicklung. Sie machten bei Bosch Rexroth im Jahr 2015 mit rund sechs Prozent des Umsatzes mehr als im Branchendurchschnitt aus. Der Schwerpunkt lag auf der Elektronifizierung der Hydraulik und der Entwicklung von Produkten und Lösungen sowie Dienstleistungen für die vernetzte Industrie. Das Unternehmen investierte 2015 darüber hinaus rund 120 Millionen Euro, unter anderem in die Modernisierung von eigenen Produktionswerken, die mit Industrie 4.0- Lösungen ausgestattet werden.

Mitarbeiterzahl liegt bei rund 31 000

Die im April veröffentlichten vorläufigen Geschäftszahlen für das Jahr 2015 haben sich im Jahresabschluss bestätigt: Bosch Rexroth hat das Geschäftsjahr 2015 mit einem Umsatzrückgang von 3,2 Prozent auf rund 5,4 Milliarden Euro abgeschlossen. Die Umsatzentwicklung berücksichtigt bereits den unterjährigen Verkauf des Großgetriebegeschäfts an die ZF Friedrichshafen AG. Ursache für die Geschäftsentwicklung war vor allem, dass zahlreiche Unternehmen in rohstoffabhängigen Branchen Investitionen in die Zukunft verschoben haben. In Folge der Geschäftsentwicklung und des Verkaufs des Großgetriebegeschäfts sank die Zahl der Beschäftigten um 7,8 Prozent auf weltweit rund 31 100, davon rund 15 100 in Deutschland.

Für 2016 erwartet Bosch Rexroth nur verhaltene Wachstumsimpulse aus den Märkten. So lässt zum Beispiel der immer noch recht niedrige Erdölpreis weltweit kaum Investitionen in vorhandene oder gar neue Förderstätten und nachgelagerte Industrien erwarten. Einen positiveren Ausblick sieht das Unternehmen für die weniger rohstoffabhängigen Märkte. In der Fabrikautomation wird die fortschreitende Vernetzung der Produktion ein wichtiger Wachstumstreiber sein. Najork setzt für die Zukunft auf die Vielfalt und das Innovationspotenzial von Bosch Rexroth: „Unser technisches Knowhow ist vor allem in schwierigen Zeiten etwas, worauf wir bauen können. Bosch Rexroth wird die bevorstehenden Herausforderungen entschlossen und erfolgreich meistern.“

Wirtschaftlich, präzise, sicher und energieeffizient: Antriebs- und Steuerungstechnik von Bosch Rexroth bewegt Maschinen und Anlagen jeder Größenordnung. Das Unternehmen bündelt die weltweiten Anwendungserfahrungen in den Marktsegmenten Mobile Anwendungen, Anlagenbau und Engineering sowie Fabrikautomation für die Entwicklung innovativer Komponenten, maßgeschneiderter Systemlösungen und Dienstleistungen. Bosch Rexroth bietet seinen Kunden Hydraulik, Elektrische Antriebe und Steuerungen, Getriebetechnik sowie Linear- und Montagetechnik aus einer Hand. Mit einer Präsenz in mehr als 80 Ländern erwirtschafteten die über 31.100 Mitarbeiter 2015 einen Umsatz von rund 5,4 Mrd. Euro.

Mehr Informationen unter www.boschrexroth.com

Die Bosch-Gruppe ist ein international führendes Technologie- und Dienstleistungsunternehmen mit weltweit rund 375 000 Mitarbeitern (Stand: 31.12.2015). Sie erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2015 nach vorläufigen Zahlen einen Umsatz von über 70 Milliarden Euro. Die Aktivitäten gliedern sich in die vier Unternehmensbereiche Mobility Solutions, Industrial Technology, Consumer Goods sowie Energy and Building Technology. Die Bosch-Gruppe umfasst die Robert Bosch GmbH und ihre rund 440 Tochter- und Regionalgesellschaften in rund 60 Ländern. Inklusive Handels- und Dienstleistungspartnern erstreckt sich der weltweite Fertigungs- und Vertriebsverbund von Bosch über rund 150 Länder. Basis für künftiges Wachstum ist die Innovationskraft des Unternehmens. Bosch beschäftigt weltweit 55 800 Mitarbeiter in Forschung und Entwicklung an rund 115 Standorten. Strategisches Ziel der Bosch- Gruppe sind Lösungen für das vernetzte Leben. Mit innovativen und begeisternden Produkten und Dienstleistungen verbessert Bosch weltweit die Lebensqualität der Menschen. Bosch bietet „Technik fürs Leben“.

Mehr Informationen unter www.bosch.com , www.bosch-presse.de , http://twitter.com/BoschPresse .

 

Pressesuche


Kontakt

Judith Mühlich
Maria-Theresien-Str. 23
97816 Lohr
Telefon: +49 9352 18-1207
Fax: +49 9352 18-1812
judith.muehlich@boschrexroth.de