Inhalt
PI 113-13 28.10.2013

Symbiose aus Theorie und Praxis

Symbiose aus Theorie und Praxis

Theorie in der Hochschule, praxisbezogenes Arbeiten im Unternehmen: Stephan Rausch, Entwicklungsingenieur bei Bosch Rexroth in Lohr, analysiert zusammen mit Maren Plock die Vibrationsmessungen drehza

Trotz Doppelbelastung entscheiden sich immer mehr Abiturienten für ein Duales Studium – angezogen vom unmittelbaren Praxisbezug und guten Jobaussichten.

Arbeitsbeginn um halb acht, anschließend rund acht Stunden Arbeit in der Entwicklungsabteilung, unterbrochen von Besprechungen mit Vorgesetzten und Meetings. Was sich anhört wie der Berufsalltag eines Ingenieurs, ist in Wirklichkeit ein typischer Tag im Studium von Maren Plock. Die 23-jährige studiert Elektrotechnik Automation an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg. Ihre dreijährige wissenschaftliche Ausbildung beinhaltet insgesamt eineinhalb Jahre Praxiserfahrung – und zudem erhält die Studentin durchgehend ein festes Gehalt.

Maren Plock zählt mit Ihrer Entscheidung für ein Duales Studium längst nicht mehr zu den Ausnahmen unter den rund 2,5 Millionen Studierenden in Deutschland. Denn das Modell einer Hochschulausbildung mit festem Einkommen und regelmäßigen Praxiseinsätzen im Unternehmen wird immer beliebter. Laut Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) stieg 2012 die Zahl junger Erwachsener, die ein Duales Studium aufnahmen, binnen Jahresfrist um 7,5 Prozent. Für die hohe Verknüpfung aus Theorie und Praxis nehmen diese Studierenden einiges in Kauf: Die Doppelbelastung erfordert viel Disziplin und einen hohen Lernaufwand. Dafür ist aber die Weiterbeschäftigungsquote für Absolventen eines Dualen Studiums hoch. Auch bei Bosch Rexroth, wo Maren Plock ihre dreimonatigen Praxiseinsätze absolviert.

Der deutlich höhere Praxisbezug sowie ein Arbeitsvertrag, der Inhalte und Vergütung regelt, markieren den entscheidenden Unterschied zu herkömmlichen Studiengängen an Universitäten oder Fachhochschulen. Meist ist es dieser Verbund aus Theorie und Praxis, der Absolventen zur Aufnahme eines Dualen Studiums motiviert. „Ich konnte schon früh praktische Erfahrungen sammeln und sehen, wohin mich das Studium bringen wird“, berichtet Maren Plock, die bei Bosch Rexroth ihr Interesse an der Industriehydraulik entdeckt hat. „Ich hätte nie gedacht, dass dieser Bereich so spannend ist. Jetzt weiß ich, wie vielseitig Hydraulik eingesetzt wird“, ergänzt die Norddeutsche, die derzeit an ihrer Bachelorarbeit schreibt und mit ihrer Übernahme fest rechnen kann.

Internationale Großunternehmen wie Bosch Rexroth sind aufgrund ihrer verschiedenen Praxisfelder bei Dual Studierenden sehr beliebt. Der Spezialist für Antriebs- und Steuerungstechnologien mit Hauptsitz in Lohr setzt zudem auf ein hohes Maß an Selbstbestimmung. „Wir gehen als Partner des Dualen Studiums ganz bewusst den Weg des Forderns und Förderns“, erläutert dazu Dr. Ingo Rendenbach, Senior Vice President Human Resources bei Bosch Rexroth. „Das bedeutet auch, dass unsere Studierenden selbst ihre Stationen auswählen und so auch ihren Werdegang individuell und eigenverantwortlich mit gestalten.“

Davon hat auch Marcel Bartel im Verlauf seines Maschinenbaustudiums mit Fachrichtung Konstruktion und Entwicklung rege Gebrauch gemacht. Von der Entwicklung eines Prüfstandes für Baugruppen von Windkraftanlagen bis zum Einsatz im Kompetenzzentrum Dichtungstechnik reicht seine Praxiserfahrung am Ende des Studiums. Auch er wollte möglichst früh sein theoretisches Wissen umsetzen können. Der 23-jährige fand es sinnvoll, von Anfang an in einem Beruf zu arbeiten, den er später auch ausübt. „Was bringt mir ein Nebenjob als Kellner, wenn ich das doch nicht werden will“, sagt er. „Mit dem regelmäßigen Einkommen während des Studiums konnte ich mich ganz auf die Inhalte und die Praxiseinsätze konzentrieren. Das fand ich super.“

Wie die anderen Dual Studierenden profitierte Marcel Bartel auch von Lehrveranstaltungen in kleinen Gruppen, dem persönlichen Austausch mit den Dozenten an der Hochschule und dem Arbeitsplatz bei Bosch Rexroth. Nicht zuletzt ermöglichen die breit gefächerten Unternehmensstrukturen den Studierenden schon früh den Aufbau eines Netzwerks. Für die künftige Karriereentwicklung ist das sicherlich ein Vorteil.


Wirtschaftlich, präzise, sicher und energieeffizient: Antriebs- und Steuerungstechnik von Bosch Rexroth bewegt Maschinen und Anlagen jeder Größenordnung. Das Unternehmen bündelt die weltweiten Anwendungserfahrungen in den Marktsegmenten Mobile Anwendungen, Anlagenbau und Engineering, Fabrikautomation sowie Erneuerbare Energien für die Entwicklung innovativer Komponenten, maßgeschneiderter Systemlösungen und Dienstleistungen. Bosch Rexroth bietet seinen Kunden Hydraulik, Elektrische Antriebe und Steuerungen, Pneumatik, Getriebetechnik sowie Linear- und Montagetechnik aus einer Hand. Mit einer Präsenz in mehr als 80 Ländern erwirtschafteten die über 37.500 Mitarbeiter 2012 einen Umsatz von rund 6,5 Mrd. Euro.

Mehr Informationen unter www.boschrexroth.com


Die Bosch-Gruppe ist ein international führendes Technologie- und Dienstleistungsunternehmen und erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2012 mit rund 306.000 Mitarbeitern einen Umsatz von 52,5 Milliarden Euro. Seit Anfang 2013 gilt eine neue Struktur mit den vier Unternehmensbereichen Kraftfahrzeugtechnik, Industrietechnik, Gebrauchsgüter sowie Energie- und Gebäudetechnik. Die Bosch-Gruppe umfasst die Robert Bosch GmbH und ihre rund 360 Tochter- und Regionalgesellschaften in rund 50 Ländern; inklusive Vertriebspartner ist Bosch in rund 150 Ländern vertreten. Dieser weltweite Entwicklungs-, Fertigungs- und Vertriebsverbund ist die Voraussetzung für weiteres Wachstum. Im Jahr 2012 gab Bosch rund 4,8 Milliarden Euro für Forschung und Entwicklung aus und meldete rund 4.800 Patente weltweit an. Ziel der Bosch-Gruppe ist es, mit ihren Produkten und Dienstleistungen die Lebensqualität der Menschen durch innovative, nutzbringende sowie begeisternde Lösungen zu verbessern und Technik fürs Leben weltweit anzubieten.

Mehr Informationen unter www.bosch.com, www.bosch-presse.de

 

Pressesuche


Kontakt

Kerstin  Schürr
Maria-Theresien-Str.  23
97816 Lohr
Telefon: +49 9352 18-1260
Fax: +49 9352 18-1812
kerstin.schuerr@boschrexroth.de




Das könnte Sie auch interessieren

26.01.2016
Photo News

Hägglunds-Motoren bei Usina Ferrari in Brasilien – Nach sechs Erntezyklen immer noch wie neu

2008 hatte das brasilianische Agrarunternehmen Usina Ferrari in seinem Stammwerk in Pirassununga ein neues Tandem-Mahlwerk mit 16 Hägglunds-Motoren von Bosch Rexroth in Betrieb genommen.


07.12.2016
Photo News

An der langen Leine

Für die mit 1.900 Metern längste Kabelfährverbindung der Welt lieferte Bosch Rexroth in Kanada die hydraulische Antriebslösung. Dank dieser Lösung rechnet der Betreiber der Fähre mit einer Ersparnis von rund 80 Millionen Kanadischen Dollar über die 40-jährige Betriebszeit.