Inhalt
PI 082-16 Lohr am Main, 05.12.2016

Ein Java, sie alle zu verbinden

Ein Java, sie alle zu verbinden

Deutlich reduzierter Aufwand: In Java programmierte Funktionen greifen parallel zur SPS auf Rexroth-Steuerungen zu.

Java-Programmierung bindet Rexroth-Steuerungen ohne SPS-Code in Cloud-basierte Dienste von Industrie 4.0 ein

Programmierer entwickeln jetzt auch mit der weltweit verbreiteten Java-Technologie parallel zur SPS-Automatisierung direkt auf Rexroth-Steuerungen. Die Java-Programmierung ermöglicht die schnelle Umsetzung von individuellen Applikationen auf der Steuerungsplattform IndraMotion MLC, die einfache Anbindung an übergeordnete IT-Systeme und die Verknüpfung mit Cloud-basierten Diensten. Programmierer müssen dazu keinen SPS-Code mehr schreiben.

Rexroth hat jetzt in das Motion-Logic-System IndraMotion MLC die Java-Laufzeitumgebung von Oracle – Java 8 SE Embedded – integriert und stellt sämtliche notwendigen Software-Komponenten zur Verfügung. Die Java-Anwendungen laufen alleine oder parallel zum SPS-Programm und greifen direkt über die Java-API des Open Core Interface auf über 500 Funktionen der Steuerung zu. Die Java-Technologie ist weltweit auf nahezu allen PCs sowie der Mehrzahl der Smartphones und Tablet-PCs installiert. Mehr als neun Millionen Programmierer arbeiten aktuell mit dieser Technologie und haben damit bereits eine Vielzahl von Cloud-Lösungen und Business-Anwendungen erstellt. Als offener Standard, der von vielen Anbietern unterschiedlichster Branchen getragen wird, gewährleistet Java eine höhere Investitionssicherheit als herstellerspezifische Lösungen.

Programme für flexible Fertigung nachladen

Maschinenhersteller, Software-Unternehmen und Endanwender können für die Rexroth-Steuerung nun mit geringem Aufwand eigene Java-basierte Anwendungen, Servicekonzepte und Geschäftsmodelle entwickeln oder Programme günstig zukaufen. Als Grundlage für die Java-Entwicklung nutzt Rexroth ein OSGi Framework. Damit arbeiten mehrere Java-Applikationen parallel und können im laufenden Betrieb ausgetauscht werden. So können Anwender innerhalb einer flexiblen Fertigung wechselnde Java-Programme auf die Steuerung installieren um die Produktion für neue Anforderungen – kleinere Losgrößen ohne Umrüstzeiten – anzupassen oder um zusätzliche Prozess- und Serviceinformationen zu gewinnen.

Cloud-Anwendungen in wenigen Tagen betriebsbereit

Alle relevanten Anbieter von Cloud-basierten Diensten stellen weitgehend fertige Java-Lösungen für die Registrierung, die Anmeldung und den sicheren Datenaustausch bereit. Diese Funktionen haben jetzt einen direkten Zugriff auf die Rexroth-Steuerungen. Damit entfällt eine aufwändige eigene Client-Programmierung auf der SPS-Ebene. Unternehmen können sich darauf konzentrieren, die relevanten Kenngrößen aus der Produktion zu identifizieren, zu sammeln und zur Auswertung in die Cloud zu transferieren. Ein erfahrener Java-Programmierer benötigt nur wenige Tage, um eine solche Lösung zu erstellen. Er muss dazu keinerlei neuen SPS-Programme schreiben.

Höhere Verfügbarkeit durch Datenauswertung

Die Kombination von Java-Apps, SPS-Programm und Cloud-Services ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung der Prozessqualität und aller Betriebszustände. So kann eine lokale und mit einem Cloud-Service verbundene Java-App unabhängig vom Betriebszustand des SPS-Programms Zustandsdaten senden. Das verstärkt die Aussagekraft von Condition Monitoring und darauf basierenden vorausschauenden Wartungskonzepten. Erste Anwendungen dieser Smart Services von Rexroth zeigen eine deutlich erhöhte Verfügbarkeit.

Universaldolmetscher WebConnector

Rexroth bietet mit dem „Universaldolmetscher“ WebConnector eine erste eigene Java Anwendung für das Steuerungssystem IndraMotion MLC an. Sie gestattet Web-Applikationen auf Basis von HTML5 und JavaScript ohne größeren Programmieraufwand einen direkten Zugriff auf die Steuerungsfunktionen mit verschiedenen Endgeräten wie Smartphones oder Tablet-PCs. Das vereinfacht die Entwicklung Web-basierter Diagnose-, Visualisierungs- oder Analyse-Apps weiter.

Wirtschaftlich, präzise, sicher und energieeffizient: Antriebs- und Steuerungstechnik von Bosch Rexroth bewegt Maschinen und Anlagen jeder Größenordnung. Das Unternehmen bündelt die weltweiten Anwendungserfahrungen in den Marktsegmenten Mobile Anwendungen, Anlagenbau und Engineering sowie Fabrikautomation für die Entwicklung innovativer Komponenten, maßgeschneiderter Systemlösungen und Dienstleistungen. Bosch Rexroth bietet seinen Kunden Hydraulik, Elektrische Antriebe und Steuerungen, Getriebetechnik sowie Linear- und Montagetechnik aus einer Hand. Mit einer Präsenz in mehr als 80 Ländern erwirtschafteten die über 31.100 Mitarbeiter 2015 einen Umsatz von rund 5,4 Mrd. Euro.

Mehr Informationen unter www.boschrexroth.com

Die Bosch-Gruppe ist ein international führendes Technologie- und Dienstleistungsunternehmen mit weltweit rund 375 000 Mitarbeitern (Stand: 31.12.2015). Sie erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2015 einen Umsatz von 70,6 Milliarden Euro. Die Aktivitäten gliedern sich in die vier Unternehmensbereiche Mobility Solutions, Industrial Technology, Consumer Goods sowie Energy and Building Technology. Die Bosch-Gruppe umfasst die Robert Bosch GmbH und ihre rund 440 Tochter- und Regionalgesellschaften in rund 60 Ländern. Inklusive Handels- und Dienstleistungspartnern erstreckt sich der weltweite Fertigungs- und Vertriebsverbund von Bosch über rund 150 Länder. Basis für künftiges Wachstum ist die Innovationskraft des Unternehmens. Bosch beschäftigt weltweit 55 800 Mitarbeiter in Forschung und Entwicklung an 118 Standorten. Strategisches Ziel der Bosch-Gruppe sind Lösungen für das vernetzte Leben. Mit innovativen und begeisternden Produkten und Dienstleistungen verbessert Bosch weltweit die Lebensqualität der Menschen. Bosch bietet „Technik fürs Leben“.

Mehr Informationen unter www.bosch.com , www.bosch-presse.de , twitter.com/BoschPresse

 

Pressesuche


Kontakt

Manuela Kessler
Marktplatz 3
97816 Lohr am Main
Telefon: +49 9352 18-4145
manuela.kessler@boschrexroth.de




Das könnte Sie auch interessieren

11.08.2016
Presseinformation

Die fünf teuersten Einspar-Ideen für die Instandhaltung von Maschinen und Anlagen

Maschinenstillstand ist immer teuer, vor allem wenn dadurch eine ganze Produktionslinie zum Stillstand kommt. Bei Neumaschinen steht hier noch der Maschinenhersteller in der Haftung, danach liegt die Verantwortung allein bei der Instandhaltung des Betreibers. Instandhalter müssen aber ihre „unproduktiven“ Kosten ständig rechtfertigen und versuchen deshalb, sie zu senken. Doch manche kurzfristige Einsparidee verursacht am Ende nichts als wesentlich höhere Gesamtkosten. Hier die fünf teuersten und leider nicht seltenen Fehler bei der Wartung von Maschinen.


20.06.2016
Presseinformation

Zukunftssichere Automationslösungen für vernetzte Umgebungen

Hersteller von Montagelinien und Fertigungseinrichtungen stehen zunehmend vor der Herausforderung, dass ihre Kunden Industrie 4.0-fähige Lösungen für die variantenreiche Fertigung benötigen. Das erreichen Konstrukteure schon heute durch dezentral intelligente Automationslösungen mit offenen Schnittstellen für die horizontale und vertikale Vernetzung. Die Komponenten, Module und Software von Rexroth decken automatische und manuelle Stationen gleichermaßen ab und tauschen nahtlos Informationen in Echtzeit mit der Unternehmens-IT aus. Zusätzlich bindet das IoT Gateway auch bestehende Stationen und Maschinen wirtschaftlich in vernetzte Umgebungen ein und schützt damit die Investitionen der Betreiber.