Inhalt
, 25.04.2017

Bosch Rexroth treibt Vernetzung voran

Zulieferer für den Maschinenbau setzt auf technische Differenzierung, Synergien innerhalb der Bosch-Gruppe und Neuentwicklungen

  • Auftragseingang 2017 steigt auch dank strategischer Neuausrichtung
  • Wachstum in Mobilhydraulik und Fabrikautomation gleicht Marktschwäche rohstoffnaher Branchen nahezu aus
  • Hohe Investitionen in F&E ermöglichen neue Industrie 4.0-Lösungen

Lohr/Hannover. Im vergangenen Jahr hat Bosch Rexroth die erwartet starken Rückgänge rohstoffnaher Branchen durch Marktanteilsgewinne bei mobilen Anwendungen und der Fabrikautomation nahezu ausgleichen können. „Angesichts der weltweit sehr schwierigen Lage haben wir uns 2016 mit einem Umsatzrückgang von 2,5 Prozent auf 5 Milliarden Euro gut behauptet und wir konnten damit beim Ergebnis unsere Ziele erreichen“, sagte Rolf Najork, Vorstandsvorsitzender der Bosch Rexroth AG. „Mit neuen Produktentwicklungen und einem verbesserten Marktzugang wollen wir unseren Umsatz 2017 deutlich steigern“, kündigte Najork an und verwies auf einen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 3,7 Prozent gestiegenen Auftragseingang in 2016. „Dieser erfreuliche Anstieg des Auftragseingangs setzt sich 2017 eindeutig fort.“

Bergbau, Metallurgie, Erdöl und Erdölförderung: Rohstoffnahe Branchen haben ihre Investitionen 2016 noch einmal deutlich zurückgefahren. Dieser Rückgang der für Bosch Rexroth wichtigen Branchen hatte sich abgezeichnet, das Unternehmen hatte bereits auf der Jahrespressekonferenz 2016 darauf hingewiesen. „Wir haben uns erfolgreich darauf konzentriert, die rückläufige Entwicklung im Bereich Industriehydraulik durch Marktanteilsgewinne bei Mobilen Anwendungen und der Industrieautomation weitgehend auszugleichen“, so Najork. Dazu richtet sich der Zulieferer für den Maschinen- und Anlagenbau mit weltweit rund 29.500 Mitarbeitern neu aus. „Wir setzen auf technische Differenzierung vom Wettbewerb, auf Synergien innerhalb der Bosch-Gruppe und auf neue Produkte und Services“, betonte der Vorstandsvorsitzende.

Investitionen in F&E deutlich über Branchendurchschnitt

Trotz des schwierigen Umfelds hat Bosch Rexroth im Berichtsjahr mehr als 100 Millionen Euro vor allem in die Vernetzung seiner Fertigung investiert. „Wir haben im vergangenen Jahr zusätzlich 330 Millionen Euro in die Entwicklung neuer Produkte und Lösungen gesteckt und liegen mit einer F&E-Quote von 6,5 Prozent erneut deutlich über dem Branchendurchschnitt von 3,7 Prozent“, bekräftigte Rolf Najork: „Durch unser Know-how profitieren unsere Kunden von technischen Fähigkeiten, die andere so nicht bieten können.“ So erhielt Bosch Rexroth 2016 von der Meyer Werft einen Großauftrag mit einer Laufzeit bis 2023 zur Ausrüstung von Kreuzfahrtschiffen mit Bühnentechnik . Die italienische Palmieri Group konzipierte mit Hilfe von Bosch Rexroth eine achteinhalb Meter lange Bergsäge , mit deren Hilfe die italienische Straßenbaufirma Ghella S.p.A. ohne Verkehrsunterbrechung auf der italienischen Autostrada Adriatica den Montedomini-Tunnel von zwei auf drei Spuren erweitert hat.

Neue Hochvoltantriebe in der Mobiltechnik

Seit Jahrzehnten entwickelt und produziert das Unternehmen auch elektrische Hochleistungsantriebe für den Maschinenbau. Auf dieser Basis entwickeln Spezialisten von Bosch Rexroth und weiteren Bosch-Geschäftsbereichen nun auch Lösungen für elektrische Fahrantriebe von mobilen Arbeitsmaschinen wie Traktoren und Baumaschinen mit einer Versorgungsspannung von 700 Volt. „Wir adaptieren die vorhandenen elektrischen Komponenten und arbeiten als Systempartner mit den Herstellern solcher Fahrzeuge für eine vollständige Elektrifizierung der Fahrantriebe eng zusammen“, beschrieb Najork den Stand der Technik.

Rexroth präsentiert in Hannover zahlreiche Industrie 4.0-Lösungen

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Kernthema der Hannover Messe 2017: Industrie 4.0. Die Lösungsportfolios von Bosch Rexroth ergänzen sich mit denen anderer Bereiche von Bosch ideal, zum Beispiel bei der Zusammenarbeit mit der Bosch-Tochtergesellschaft Bosch Software Innovations GmbH, ist sich Rolf Najork sicher. Das Portfolio von Bosch Rexroth umfasst intelligente hydraulische und elektrische Antriebe und Steuerungen sowie Linear- und Montagetechnik, die sich in vernetzte Fertigungsumgebungen einfügen. Als Technologieführer treibt das Unternehmen die Elektrohydraulik voran und macht die Fluidtechnologie fit für Industrie 4.0. „Auf der Hannover Messe zeigen wir, wie bereits heute Daten und Informationen aus der Feldebene über Rexroth-Maschinensteuerungen von Bosch IT-Systemen direkt oder in der Bosch IoT Cloud verarbeitet werden. „Produzierende Unternehmen steigern damit ihre Produktivität und ihre Flexibilität“, beschreibt Najork den Ansatz.

Als Anwendungsbeispiel für Industrie 4.0 stellte er das innovative Dienstleistungspaket Online Diagnostics Network (ODiN) vor, das bereits bei einer Reihe von Kunden im Einsatz ist. ODiN erfasst mit zahlreichen Sensoren die Betriebsdaten von Großanlagen und sendet sie an eine Cloud, beispielsweise die Bosch IoT Cloud. Dort wertet lernende Software die Daten aus und erkennt Verschleiß, bevor es zu einem Ausfall kommt. „Bei Großanlagen verursacht ein ungeplanter Stillstand Kosten von mehreren zehntausend Euro pro Stunde“, rechnet Najork vor. „ODiN ist mittlerweile so ausgereift, dass die Vorhersagewahrscheinlichkeit von Fehlern bei unseren Pilotkunden aus der Metallurgie sowie der Papier- und Zuckerindustrie über 95 Prozent erreicht.“ Damit wandelt ODiN ungeplante Ausfälle in geplante Wartungen um.

Kundenorientierter und flexibler

Für 2017 erwartet Bosch Rexroth nur moderate Veränderungen der weltweiten Konjunktur. Risiken sieht das Unternehmen aufgrund unverändert schwacher Prognosen in einigen Wachstumsmärkten und in einer anhaltend schwachen Investitionstätigkeit der rohstofferzeugenden Branchen. Chancen eröffnen sich vor allem in den Bereichen Mobile Anwendungen und Fabrikautomation. Die im Rahmen der neuen Unternehmensstrategie für diesen Sommer angekündigte Neuorganisation trägt dem Rechnung. Rolf Najork: „Wir wollen unsere Kräfte bündeln, um unser Know-how bestmöglich zu nutzen und umzusetzen. Dabei geht es insbesondere darum, kundenorientierter, schneller und flexibler zu werden.“

Wirtschaftlich, präzise, sicher und energieeffizient: Antriebs- und Steuerungstechnik von Bosch Rexroth bewegt Maschinen und Anlagen jeder Größenordnung. Das Unternehmen bündelt die weltweiten Anwendungserfahrungen in den Marktsegmenten Mobile Anwendungen, Anlagenbau und Engineering sowie Fabrikautomation für die Entwicklung innovativer Komponenten, maßgeschneiderter Systemlösungen und Dienstleistungen. Bosch Rexroth bietet seinen Kunden Hydraulik, Elektrische Antriebe und Steuerungen, Getriebetechnik sowie Linear- und Montagetechnik aus einer Hand. Mit einer Präsenz in mehr als 80 Ländern erwirtschafteten die über 29.500 Mitarbeiter 2016 einen Umsatz von rund 5 Milliarden Euro.

Mehr Informationen unter www.boschrexroth.com

Die Bosch-Gruppe ist ein international führendes Technologie- und Dienstleistungsunternehmen mit weltweit rund 390 000 Mitarbeitern (Stand: 31.12.2016). Sie erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2016 nach vorläufigen Zahlen einen Umsatz von 73,1 Milliarden Euro. Die Aktivitäten gliedern sich in die vier Unternehmensbereiche Mobility Solutions, Industrial Technology, Consumer Goods sowie Energy and Building Technology. Als führender Anbieter im Internet der Dinge (IoT) bietet Bosch innovative Lösungen für Smart Home, Smart City, Connected Mobility und Industrie 4.0. Mit seiner Kompetenz in Sensorik, Software und Services sowie der eigenen IoT Cloud ist das Unternehmen in der Lage, seinen Kunden vernetzte und domänenübergreifende Lösungen aus einer Hand anzubieten. Strategisches Ziel der Bosch-Gruppe sind Lösungen für das vernetzte Leben. Mit innovativen und begeisternden Produkten und Dienstleistungen verbessert Bosch weltweit die Lebensqualität der Menschen. Bosch bietet „Technik fürs Leben“. Die Bosch-Gruppe umfasst die Robert Bosch GmbH und ihre rund 450 Tochter- und Regionalgesellschaften in rund 60 Ländern. Inklusive Handels- und Dienstleistungspartnern erstreckt sich der weltweite Fertigungs-, Entwicklungs- und Vertriebsverbund von Bosch über fast alle Länder der Welt. Basis für künftiges Wachstum ist die Innovationskraft des Unternehmens. Bosch beschäftigt weltweit 59 000 Mitarbeiter in Forschung und Entwicklung an 120 Standorten.

Mehr Informationen unter www.bosch.com , www.iot.bosch.com , www.bosch-presse.de , www.twitter.com/BoschPresse

 

Pressesuche


Kontakt

Judith Mühlich
Maria-Theresien-Straße 23
97816 Lohr am Main
Telefon: +49 9352 18-1207
judith.muehlich@boschrexroth.de