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PI 124-13 19.11.2013

Rexroth-Technik im Einsatz: Es werde Licht in Norwegen

Rexroth-Technik im Einsatz: Es werde Licht in Norwegen

Dank dieser XXL-Spiegel scheint die norwegische Wintersonne nun auch in Rjukan.

Bewegliche Spiegel reflektieren Sonnenlicht für norwegische Stadt

Erstmals werden in diesem Winter die Bewohner der norwegischen Stadt Rjukan im Winterhalbjahr das Sonnenlicht sehen. Die Stadt liegt in einem so engen Tal, dass die rund 3.500 Einwohner von Oktober bis März kein direktes Sonnenlicht haben. Seit diesem Jahr erleuchten drei große bewegliche Spiegel am gegenüberliegenden Hang den zentralen Marktplatz mit reflektierten Sonnenstrahlen. Die Antriebs- und Steuerungslösung für den Verstellmechanismus sowie die Fernüberwachung hat Bosch Rexroth geliefert.

Als 1913 in Norwegen das damals größte Wasserkraftwerk der Welt, Vermork, rund 180 Kilometer westlich von Oslo, errichtet wurde, entstand die Stadt Rjukan. Die größte Herausforderung war es damals, so viel Schutz wie möglich vor dem rauen Gebirgsklima zu bieten. Dabei nahmen die Stadtgründer in Kauf, dass über das gesamte Winterhalbjahr kein Sonnenlicht die Stadt erreicht.

Pünktlich zum 100-jährigen Stadtjubiläum wird jetzt der zentrale Platz in der dunklen Jahreszeit erstmals von Sonnenlicht beschienen. Dazu hat die Solar Tower Systems (STS) GmbH, Starnberg, drei bewegliche Spiegel am Berghang, etwa 500 Meter über der Stadt, errichtet. Jeder der 17 Quadratmeter großen und rund 500 Kilogramm schweren Heliostaten folgt computergesteuert dem Sonnenlauf. Eine Steuerung von Rexroth berechnet den Sonnenstand und gibt den optimalen Winkel der Heliostate vor. Elektrische Linearantriebe bewegen die Spiegel hochgenau den gesamten Tag in die entsprechende Position, damit die Sonnenstrahlen das vorgegebene Areal beleuchten. Die größte Herausforderung ist dabei das raue Klima. In den Bergen herrscht oft Windstärke 12, und Orkanböen mit mehr als 140 Stundenkilometern zerren an den Spiegeln. Die Antriebe müssen sie auch unter diesen Bedingungen zuverlässig in Position halten.

Direkt neben den Spiegeln sind in einer kleinen Hütte die Steuerung sowie zwei Webcams geschützt untergebracht. Die autarke Stromversorgung der kompletten Anlage erfolgt dezentral durch Solarzellen, ein kleines Windrad sowie leistungsstarke Akkus in denen der Strom zwischengespeichert wird. Wind- und Temperaturmessungen sorgen dafür, dass die Heliostate bei schlechten Wetterbedingungen automatisch in eine Schutzposition fahren.

Das System auf dem Berg ist über eine Funkverbindung mit einem Computer im Rathaus verbunden. Über Internet können STS von Starnberg und Bosch Rexroth von Lohr am Main aus zu Wartungszwecken auf diesen Computer zugreifen und alle notwendigen Daten des Steuerungs- und Antriebssystems lesen. Der Anlagenhersteller Solar Tower Systems (STS) ist ein innovatives Unternehmen für die Errichtung von Sonnenkraftwerken mit beweglichen Spiegeln.

Wirtschaftlich, präzise, sicher und energieeffizient: Antriebs- und Steuerungstechnik von Bosch Rexroth bewegt Maschinen und Anlagen jeder Größenordnung. Das Unternehmen bündelt die weltweiten Anwendungserfahrungen in den Marktsegmenten Mobile Anwendungen, Anlagenbau und Engineering, Fabrikautomation sowie Erneuerbare Energien für die Entwicklung innovativer Komponenten, maßgeschneiderter Systemlösungen und Dienstleistungen. Bosch Rexroth bietet seinen Kunden Hydraulik, Elektrische Antriebe und Steuerungen, Pneumatik, Getriebetechnik sowie Linear- und Montagetechnik aus einer Hand. Mit einer Präsenz in mehr als 80 Ländern erwirtschafteten die über 37.500 Mitarbeiter 2012 einen Umsatz von rund 6,5 Mrd. Euro.

Mehr Informationen unter www.boschrexroth.com

Die Bosch-Gruppe ist ein international führendes Technologie- und Dienstleistungsunternehmen und erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2012 mit rund 306.000 Mitarbeitern einen Umsatz von 52,5 Milliarden Euro. Seit Anfang 2013 gilt eine neue Struktur mit den vier Unternehmensbereichen Kraftfahrzeugtechnik, Industrietechnik, Gebrauchsgüter sowie Energie- und Gebäudetechnik. Die Bosch-Gruppe umfasst die Robert Bosch GmbH und ihre rund 360 Tochter- und Regionalgesellschaften in rund 50 Ländern; inklusive Vertriebspartner ist Bosch in rund 150 Ländern vertreten. Dieser weltweite Entwicklungs-, Fertigungs- und Vertriebsverbund ist die Voraussetzung für weiteres Wachstum. Im Jahr 2012 gab Bosch rund 4,8 Milliarden Euro für Forschung und Entwicklung aus und meldete rund 4.800 Patente weltweit an. Ziel der Bosch-Gruppe ist es, mit ihren Produkten und Dienstleistungen die Lebensqualität der Menschen durch innovative, nutzbringende sowie begeisternde Lösungen zu verbessern und Technik fürs Leben weltweit anzubieten.

Mehr Informationen unter www.bosch.com , www.bosch-presse.de

 

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