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PI 084-13 29.08.2013

Goodbye, Lohr

Goodbye, Lohr

Bis bald: Anna Rützel, Mechatronikerin bei Bosch Rexroth, nahm die Gelegenheit wahr, für ein paar Monate eine neue Arbeitsumgebung kennenzulernen.

Nachwuchskräfte bei Bosch Rexroth wechselten auf Zeit ins Bosch-Werk nach Ansbach – mit überraschenden Erfahrungen


Bis zur Industrialisierung hatten die Wanderjahre in Deutschland Tradition. Gesellen aller Zünfte zogen nach ihrer Freisprechung von zuhause aus, um neue Arbeitspraktiken, Orte und Menschen kennenzulernen. Bosch Rexroth in Lohr erinnerte sich vielleicht an diesen Brauch. Das Unternehmen bot im Frühjahr Mitarbeitern, darunter auch einigen gerade ausgelernten Nachwuchskräften, an, ins mittelfränkische Ansbach zu wechseln. Das dortige Bosch-Werk hatte viele Aufträge und die Rexröther konnten so die Kurzarbeit in ihren Heimatabteilungen in Lohr umgehen. Vier junge Nachwuchskräfte haben das Angebot angenommen und kommen im Sommer nach Lohr zurück: Mit einem Koffer an Erfahrungen und einigen neuen Freunden.


Mechatronikerin ist ihr Traumberuf: Anna Rützel, 20, aus dem unterfränkischen Burgsinn, streunte von klein auf gern über Baustellen. Die Arbeit im elterlichen Elektrobetrieb faszinierte sie schon im Grundschulalter, ihr Ausbildungswunsch stand früh fest. Erfüllen konnte sie sich diesen mit einem Ausbildungsplatz bei Bosch Rexroth in Lohr.


Die geringere Auslastung zum Ende ihrer Ausbildung führte im Frühjahr 2013 in einigen Abteilungen zur Kurzarbeit. Um das zu umgehen, nimmt Anna kurzentschlossen, zusammen mit drei weiteren frisch ausgelernten Facharbeitern, das Angebot zur Entsendung ins Bosch-Werk nach Ansbach an: Fünf Monate Schichtarbeit, bei voller Erstattung von Unterkunft und Fahrtkosten. Dafür eine neue Umgebung, neue Aufgaben, neue Kollegen. Ein Schritt ins Ungewisse zwar, aber eine Erfahrung, die Anna im Nachhinein nicht missen möchte: „Wir haben dort neue, sehr nette Kollegen kennengelernt und Beziehungen geknüpft, die unsere Zeit in Ansbach überdauern.“ Heute ist sie wieder am Standort in Lohr beschäftigt und blickt auf ihre „Wandermonate“ zurück.


Der Start in der neuen Umgebung war nicht leicht. Eine Unterkunft musste gefunden werden, die dann nur kurzzeitig zur Verfügung stand und weitere Umzüge notwendig machte. Zeitweise kam sie auch in einem Hotel unter - Flexibilität war also eine wichtige Voraussetzung für die „Entsendeten“. „Das war nicht immer einfach“, berichtet Anna von ihren Erfahrungen, „weil wir nicht langfristig planen und uns einrichten konnten. Auf jeden Fall haben wir gelernt, dass das Wohnen in unterschiedlichen Konstellationen Gelassenheit und Toleranz erfordert“, urteilt sie rückblickend.


Auch die Arbeit stellte die jungen Facharbeiter vor neue Herausforderungen. Die Tätigkeit im Schichtbetrieb forderte sie weniger als Fachkräfte für Mechatronik denn als funktionierendes Teil einer Produktionslinie. Für einen reibungslosen Produktionsablauf waren viel mehr Absprachen nötig als gewohnt. So mussten sie sich zum Beispiel selbst über die Pausenzeiten mit den Kollegen der Produktionslinie einigen. Die Schichtarbeit bot aber auch neue Reize: Zum Ausgleich gab es immer wieder freie Tage unter der Woche, ein fast vergessener Luxus. „Wir konnten Unternehmungen starten, während wir üblicherweise gearbeitet hätten. Ein paar Mal waren wir zum Beispiel in einem Erlebnisbad in Nürnberg oder hatten Zeit für Sport“, erzählt Anna.


Mehr noch: Die Arbeit, die in der Produktion Hand in Hand gehen muss, schweißt offenbar zusammen. Das gute Betriebsklima war vom ersten Tag an spürbar, die Neuankömmlinge wurden freundlich aufgenommen und bei Fragen sofort unterstützt. So fühlte sich Anna sofort als Teil eines Teams und wurde gleichberechtigt einbezogen. Übrigens nicht nur zu den Betriebszeiten: Schon bald gab es Einladungen zu gemeinsamen Freizeitaktivitäten oder man traf sich zum Feierabendgetränk im Biergarten. „Wir haben heute noch Kontakt zu den Ansbacher Kollegen. Da ist ein völlig neuer Freundeskreis entstanden“, berichtet die junge Facharbeiterin. „Demnächst gehen wir zusammen zum Paintball spielen.“


Überraschend schnell waren die Monate in Ansbach vorbei – froh über ihre Rückkehr in den Stammbetrieb war Anna dennoch. Zu sehr hängt ihr Herz an ihrer Arbeit als Mechatronikerin. Dennoch wäre sie wieder bereit, in einer vergleichbaren Situation in einem anderen Betrieb auszuhelfen. „Solange ich weniger stark an Lohr gebunden bin als andere, kann ich mir das gut vorstellen. Es ist doch besser, die Familienväter können weiter hier arbeiten“, argumentiert Anna.


In der Personalabteilung freute man sich über die Spontanität der jungen Leute und wird die Wünsche der jungen Kollegen auch in Zukunft berücksichtigen. Es könnte sein, dass zumindest Anna bald darauf zurückkommt: Sie will spätestens im Herbst 2014 mit ihrer Weiterbildung zur Technikerin beginnen.


Wirtschaftlich, präzise, sicher und energieeffizient: Antriebs- und Steuerungstechnik von Bosch Rexroth bewegt Maschinen und Anlagen jeder Größenordnung. Das Unternehmen bündelt die weltweiten Anwendungserfahrungen in den Marktsegmenten Mobile Anwendungen, Anlagenbau und Engineering, Fabrikautomation sowie Erneuerbare Energien für die Entwicklung innovativer Komponenten, maßgeschneiderter Systemlösungen und Dienstleistungen. Bosch Rexroth bietet seinen Kunden Hydraulik, Elektrische Antriebe und Steuerungen, Pneumatik, Getriebetechnik sowie Linear- und Montagetechnik aus einer Hand. Mit einer Präsenz in mehr als 80 Ländern erwirtschafteten die über 37.500 Mitarbeiter 2012 einen Umsatz von rund 6,5 Mrd. Euro.

Mehr Informationen unter www.boschrexroth.com


Die Bosch-Gruppe ist ein international führendes Technologie- und Dienstleistungsunternehmen und erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2012 mit rund 306.000 Mitarbeitern einen Umsatz von 52,5 Milliarden Euro. Seit Anfang 2013 gilt eine neue Struktur mit den vier Unternehmensbereichen Kraftfahrzeugtechnik, Industrietechnik, Gebrauchsgüter sowie Energie- und Gebäudetechnik. Die Bosch-Gruppe umfasst die Robert Bosch GmbH und ihre rund 360 Tochter- und Regionalgesellschaften in rund 50 Ländern; inklusive Vertriebspartner ist Bosch in rund 150 Ländern vertreten. Dieser weltweite Entwicklungs-, Fertigungs- und Vertriebsverbund ist die Voraussetzung für weiteres Wachstum. Im Jahr 2012 gab Bosch rund 4,8 Milliarden Euro für Forschung und Entwicklung aus und meldete rund 4.800 Patente weltweit an. Ziel der Bosch-Gruppe ist es, mit ihren Produkten und Dienstleistungen die Lebensqualität der Menschen durch innovative, nutzbringende sowie begeisternde Lösungen zu verbessern und Technik fürs Leben weltweit anzubieten.

Mehr Informationen unter www.bosch.com , www.bosch-presse.de

 

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