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PI 040-12 11.05.2012

„Für die richtig schweren Sachen gibt es eh einen Kran“

„Für die richtig schweren Sachen gibt es eh einen Kran“

„Für die richtig schweren Sachen gibt es eh einen Kran“

Rund 280 Mädchen informierten sich am Girls’Day bei Bosch Rexroth über Ausbildungsmöglichkeiten und Studiengänge

„Meine Schuhe mit Absätzen befinden sich auch weiterhin nicht ganz hinten im Schrank.“ Lisa Grabowski arbeitet als Zerspanungsmechanikerin bei Bosch Rexroth in Witten. Ein klassischer Männerberuf, den aber auch immer häufiger junge Frauen erlernen. Für die 23-Jährige ist es kein Widerspruch, tagsüber Blaumann und Sicherheitsschuhe zu tragen und abends einen schicken Rock. Um Mädchen frühzeitig für eine technische Karriere zu begeistern, gibt es Aktionen wie den Girls’Day: an den deutschen Standorten von Bosch Rexroth überzeugten sich wieder rund 280 Schülerinnen der Klassenstufen fünf bis acht, wie spannend der Arbeitsalltag in einem technischen Beruf sein kann.

Lohr. Lisa Grabowski ist durch ihren Vater, einen Maschinenschlosser, auf das Thema Technik aufmerksam geworden. „Als ich klein war, haben wir oft gemeinsam Möbel gebaut und Handwerksarbeiten in der Wohnung ausgeführt.“ So war es für sie naheliegend, nach der Fachhochschulreife einen technischen Beruf zu wählen und sich bei Bosch Rexroth zur Zerspanungsmechanikerin ausbilden zu lassen. „Außerdem wollte ich mich von den Standardberufen für Mädchen abschotten“, fügt sie hinzu. Familie und Freunde fanden die Entscheidung „total toll“ und unterstützten sie, wo immer es ging.

Und auch im Arbeitsalltag hat Lisa Grabowski „verhältnismäßig wenig“ mit Vorurteilen zu kämpfen. Von den anderen Auszubildenden fühlte sie sich von Anfang an immer respektiert und gerecht behandelt. „Die Männer im Betrieb gehen damit relativ normal um“, berichtet sie. Nur in der älteren Generation gebe es noch einige, die sie ab und zu mit althergebrachten Klischees aus dem Bereich „Frauen und Technik“ konfrontierten. Aber blöde Sprüche dürfe man sich nicht gefallen lassen. „Da muss man selbstbewusst und schlagfertig sein.“ Allerdings hat sie in den vergangenen Jahren auch die Erfahrung gemacht, dass Mädchen stets beweisen müssen, dass sie den Beruf genauso ausüben können wie Jungen – und somit immer den berühmten Tick besser sein sollten. Auf jeden Fall aber sei es vom Körperlichen her kein Nachteil, als Frau in einem technischen Beruf zu arbeiten. Einerseits gewinne man mit der Zeit automatisch an Kraft, „und für die richtig schweren Sachen und Bauteile gibt es eh einen Kran.“

Berufsziel Sicherheitsingenieurin

In fünf bis zehn Jahren sieht sich Lisa Grabowski nicht nur als Sicherheitsingenieurin mit „vielen männlichen Kollegen“, sondern auch als Mutter von zwei Kindern. Den Mädchen, die sich für technische Berufe interessieren, rät sie, ihre Vorstellungen unbedingt umzusetzen – wobei sie Eltern und Lehrer in jedem Fall unterstützen sollten. Wichtig sei es zudem, jungen Frauen Weiterbildungsmöglichkeiten aufzuzeigen.

„Lisa Grabowski ist gutes Beispiel dafür, dass Frauen auch in technischen Berufen erfolgreich sind. Vor allem Aktionen wie der Girls’Day können Mädchen Anstoß und Inspiration geben, sich nach der Schulzeit in diese Richtung zu orientieren“, sagt Dr. Ingo Rendenbach, Senior Vice President Human Resources der Bosch Rexroth AG. „Im Rahmen dieses Zukunftstages haben Schülerinnen die Möglichkeit, sich aus nächster Nähe und durch persönliche Erfahrung über unser vielfältiges Angebot an technischen Ausbildungsberufen und Studiengängen zu informieren.“

Die Bosch Rexroth AG ist einer der weltweit führenden Spezialisten für Antriebs- und Steuerungstechnologien. Für über 500.000 Kunden entstehen unter der Marke Rexroth maßgeschneiderte Lösungen zum Antreiben, Steuern und Bewegen. Bosch Rexroth ist Partner für Mobile Applications, Machinery Applications and Engineering, Factory Automation sowie Renewable Energies. Für die jeweiligen Märkte bildet das Unternehmen die Anforderungen und Besonderheiten ab. Als The Drive & Control Company entwickelt, produziert und vertreibt Bosch Rexroth seine Komponenten und Systeme in über 80 Ländern. Das Unternehmen der Bosch-Gruppe erzielte 2011 mit 38.400 Mitarbeitern einen Umsatz von rund 6,4 Milliarden Euro.

Mehr Informationen unter www.boschrexroth.com

Die Bosch-Gruppe ist ein international führendes Technologie- und Dienstleistungsunternehmen. Mit Kraftfahrzeug- und Industrietechnik sowie Gebrauchsgütern und Gebäudetechnik erwirtschafteten mehr als 300.000 Mitarbeiter im Geschäftsjahr 2011 einen Umsatz von 51,5 Milliarden Euro. Die Bosch-Gruppe umfasst die Robert Bosch GmbH und ihre rund 350 Tochter- und Regionalgesellschaften in rund 60 Ländern; inklusive Vertriebspartner ist Bosch in rund 150 Ländern vertreten. Dieser weltweite Entwicklungs-, Fertigungs- und Vertriebsverbund ist die Voraussetzung für weiteres Wachstum. Im Jahr 2011 gab Bosch rund 4,2 Milliarden Euro für Forschung und Entwicklung aus und meldete über 4.100 Patente weltweit an. Mit allen seinen Produkten und Dienstleistungen fördert Bosch die Lebensqualität der Menschen durch innovative und nutzbringende Lösungen.

Mehr Informationen unter www.bosch.com, www.bosch-presse.de