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Lohr am Main, 01.06.2012

Maschinen- und Anlagenbau trägt aktiv zum Erfolg der Energiewende in Deutschland bei

Dr. Karl Tragl

Dr. Karl Tragl

Dr. Karl Tragl, Vorstandsvorsitzender der Bosch Rexroth AG

Die Energiewende in Deutschland findet weltweit höchste Beachtung. Noch nie hat sich ein Industrieland einen solchen grundlegenden Umbau der Energieversorgung vorgenommen: Komplettausstieg aus der Kernenergie und eine Steigerung des Anteils erneuerbarer Energien an der Stromerzeugung bis 2030 auf 50 Prozent. Um den Prozess zu gestalten, müssen Politik und Industrie eng zusammen arbeiten. Neben der Energiewirtschaft spielt der Maschinen- und Anlagenbau eine Schlüsselrolle.

Bei den erneuerbaren Energien leistet auf absehbare Zeit die Windenergie den größten Beitrag zur CO2-freien Stromerzeugung. Auch wenn sich die Diskussion aktuell stark auf Offshore-Windparks konzentriert, so ist das Potenzial an Land noch lange nicht ausgeschöpft. Rexroth unterstützt die Windanlagenhersteller seit Jahrzehnten bei der Entwicklung immer leistungsfähigerer und zuverlässigerer Getriebe. Neben neuen Standorten vor allem in Süddeutschland kann eine Modernisierung bereits installierter Windenergieanlagen die Leistung noch einmal steigern.

Um die Schwankungen der erneuerbaren Energien Wind und Sonne auszugleichen, benötigt der Energiemix auf absehbare Zeit auch konventionelle Kraftwerke. Gas- und Dampf-Kraftwerke eignen sich dazu besonders. Sie bieten bereits jetzt den höchsten Wirkungsgrad und die geringsten CO2-Emissionen bei fossilen Brennstoffen. Vor allem können sie schnell die Leistung regulieren. In Kooperation mit einem Betreiber hat Rexroth jetzt neue Antriebslösungen für die Dampfumleitung der Turbinen entwickelt, die diesen Vorteil noch verstärken. Durch die präzise Regelung können die Kraftwerke häufiger, schneller und materialschonender die Leistung regulieren. Mit den feinfühligen Antrieben können die Betreiber darüber hinaus noch dichter an der maximal möglichen Betriebstemperatur fahren: Pro 2 Grad Celsius höherer Dampfturbineneintrittstemperatur steigt der Wirkungsgrad bei geringen Zusatzkosten um 0,1 Prozent.

Bis der Energiemix komplett erneuert ist, ist eine höhere Energieeffizienz auch in der Industrie der beste Beitrag für die erfolgreiche Energiewende. Jede eingesparte Kilowattstunde muss gar nicht erst produziert werden. Mit Rexroth for Energy Efficiency (4EE) steht Maschinen- und Anlagenherstellern eine universelle Systematik für eine höhere Energieeffizienz zur Verfügung. Sie erschließt die Einsparpotenziale sämtlicher Antriebs- und Steuerungstechnologien für alle Anwendungen. Die Systematik wirkt dabei nicht nur bei neuen Maschinenkonzepten, sondern eignet sich auch für die Energieeffizienzanalyse bereits bestehender Fertigungslinien und Fabriken. In zahlreichen Projekten - von der Automobilindustrie bis zu Herstellung und Verpackung von Lebensmitteln - haben Unternehmen ihren Energieverbrauch bei mindestens gleicher Produktivität damit bereits deutlich senken können.

Der Maschinen- und Anlagenbau trägt aktiv zum Erfolg der Energiewende in Deutschland bei: Durch innovative technische Lösungen gibt er entscheidende Impulse für einen höheren Wirkungsgrad erneuerbarer Energien, für die Umstellung konventioneller Kraftwerke auf eine höhere Flexibilität und für eine höhere Energieeffizienz in der fertigenden Industrie.

Mehr Informationen unter: www.boschrexroth.com

 

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