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Lohr am Main, 13.12.2011

Wachstum durch Wandel

Dr. Karl Tragl

Dr. Karl Tragl

Dr. Karl Tragl, Vorstandsvorsitzender Bosch Rexroth AG

2011 war geprägt von einem hohen Tempo. Klar ist: die Veränderungsgeschwindigkeit für Unternehmen ist höher denn je. Wir müssen uns schneller und häufiger als jemals zuvor an neue Marktbedingungen anpassen. Die Wandlungsfähigkeit – strategisch, organisatorisch und technologisch – ist das entscheidende Erfolgskriterium.

Gerade in den schnell wachsenden Märkten Asiens und Südamerikas erleben wir einen beschleunigten Technologiewandel. Statt High-end Lösungen europäischer Prägung setzen die Kunden auf so genannte Just enough-Konzepte. Sie bieten einen anwendungsgerechten Funktionsumfang bei hoher Produktivität und Fertigungspräzision. Bosch Rexroth entwickelt vor Ort solche Just enough-Lösungen auf Basis der weltweiten Produktplattformen. Wir erschließen uns damit neue regionale Marktsegmente.

Diesen starken Veränderungsdruck auf Maschinen- und Anlagenhersteller habe ich auch in vielen Kundengesprächen gespürt. Die Konjunkturzyklen sind kürzer und extremer geworden. Die Volatilität der Märkte stellt die Industrie vor neue Herausforderungen. Eine Konsequenz: Maschinenhersteller müssen ihren gesamten Engineeringprozess von der ersten Idee bis zur Auslieferung immer mehr verkürzen. Darüber hinaus gewinnt der Megatrend einer höheren Energieeffizienz und schonenderem Umgang mit natürlichen Ressourcen weltweit immer mehr an Dynamik. Unsere Antwort darauf ist die universelle Systematik Rexroth for Energy Efficiency (4EE) für alle Antriebs- und Steuerungstechnologien.

Die größten Wachstumschancen liegen in den nächsten Jahren zweifellos in den BRIC-Staaten. Maschinenhersteller können diese Chancen nur nutzen, wenn sie vor Ort regional angepasste Produkte und Lösungen entwickeln. Um bei den Kosten mitzuhalten, müssen sie in diesen Regionen die 5Locals konsequent umsetzen: Das bedeutet, mit lokalen Ressourcen in der Region Einkauf, Entwicklung, Produktion, Inbetriebnahme und Management aufbauen. Unternehmen, die ihre Wertschöpfungsketten so globalisieren, erzielen langfristig ein deutlich höheres Wachstum. Sie wandeln sich von deutschen Produzenten über multinationale Unternehmen mit allen Zentralfunktionen in Deutschland hin zu globalen Unternehmen mit marktnahen, regionalen Produktions-, Entwicklungs- und Dienstleistungskapazitäten. Durch diese Globalisierung der Wertschöpfung wird der Maschinen- und Anlagenbau auch in den nächsten Jahren wachsen. Dieses Wachstum sichert vorhandene und schafft zusätzliche Arbeitsplätze in Deutschland.

Der beschleunigte Wandel stellt auch die Unternehmenskultur vor gravierende Herausforderungen. Für Bosch Rexroth gilt dabei die Maxime: Wir wollen ein Unternehmen sein, das in jedem Land zuhause ist. Die Unternehmensidentität mit gemeinsamen Werten muss sich darum von einzelnen Standorten lösen. Dabei gilt es, sowohl die grundlegenden Werte weltweit zu leben, als auch regionale Besonderheiten in gewissem Maße zuzulassen. Die in mehr als 200 Jahren gewachsene Unternehmenskultur von Bosch Rexroth ist stark genug für diese Globalisierung, und sie prägt das Handeln der Mitarbeiter in Deutschland, Europa, den Americas und Asien nachhaltig.

Mehr Informationen unter www.boschrexroth.com

 

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