Inhalt
PI 121-11 Horb, 07.11.2011

Wichtige Erfahrungen jenseits der Werkbank

Wichtige Erfahrungen jenseits der Werkbank

Rexroth in Horb fest verankert: das „Soziale Seminar“.

Auszubildende von Bosch Rexroth in Horb arbeiteten im Rahmen des Sozialen Seminars bei der GWW Nagold mit

Besondere Erfahrungen jenseits von Werkbank und Berufsschule haben acht Auszubildende von Bosch Rexroth in Horb in den vergangenen Tagen gesammelt: Von Freitag, 28. Oktober, bis Freitag, 4. November, waren sie auf freiwilliger Basis bei der Gemeinnützigen Werkstätten und Wohnstätten GmbH (GWW) Nagold im Einsatz. Ziel des alljährlich vom Antriebs- und Steuerungsspezialisten organisierten „Sozialen Seminars“ ist, dass die Jugendlichen im zweiten Ausbildungsjahr Erfahrungen im Umgang mit Menschen mit Behinderungen sammeln und so ihre Sozialkompetenz steigern.

Horb. Das freiwillige „Soziale Seminar“ ist fester Bestandteil des Ausbildungsplans von Bosch Rexroth in Horb. „In diesen Tagen erweitern unsere Auszubildenden ihren Horizont: Sie denken sich in Probleme anderer Menschen hinein und entwickeln zugleich ein Bewusstsein für die Lebensumstände von Menschen mit Behinderungen“, beschreibt Myriam Engel, Ausbildungsbeauftragte bei Bosch Rexroth in Horb und verantwortlich für die Organisation des „Sozialen Seminars“, die Motivation, die hinter diesem sozialen Kompetenztraining steht. „Die Jugendlichen bauen nicht nur Hemmschwellen und Berührungsängste ab, sondern erlernen Respekt, Geduld, Verantwortung, Hilfsbereitschaft und Teamgeist, und zwar wesentlich nachhaltiger als in Seminaren. Das sind Qualifikationen, die ihnen das ganze Leben lang helfen werden.“

Im Anschluss an die Begrüßung stellten GWW-Mitarbeiter den Auszubildenden an ihrem ersten Tag die Wohn- und Werkstätten vor. Des Weiteren wurden die Jugendlichen über die verschiedenen geistigen und körperlichen Behinderungen der Menschen informiert, die in Nagold leben und arbeiten, sowie über die Thematik psychischer Erkrankungen. Auch berichtete ihnen mit Jimmy Liebermann einer der Bewohner über sein tägliches Leben, seine Arbeit in den Werkstätten und seine Reisen. Mit einem Rundgang durch die Werkstatt endete der Einführungstag.

Aufgeteilt in Zweiergruppen arbeiteten die acht Auszubildenden danach vier Tage lang abwechselnd im Berufsbildungsbereich, dem Arbeitsbereich, dem geistigbehinderten Bereich sowie dem Förder- und Betreuungsbereich, wo sich speziell geschulte Fachkräfte um die mehrfach behinderten Menschen kümmern, die nicht in der Lage sind, in den Werkstätten zu arbeiten. Zum Abschluss reflektierten die acht Jugendlichen gemeinsam mit Ausbildern und GWW-Mitarbeitern ihre im „Sozialen Seminar“ gewonnenen Eindrücke, Erlebnisse und Erfahrungen. Auch wurden offene Fragen geklärt und Anregungen gesammelt, um das soziale Kompetenztraining für die nachfolgenden Ausbildungsjahrgänge weiter zu verbessern.

„Die Rückmeldungen waren wie in den vergangenen Jahren durchweg positiv. Die Teilnehmer betonten vor allem die aufschlussreichen Erfahrungen, die sie durch die Nähe zu Bewohnern und den Arbeitern in der Werkstatt gewonnen haben. Besonders imponiert hat ihnen, wie leistungsfähig, gelassen und hilfsbereit Menschen mit Behinderung sind“, erläuterte Myriam Engel.

Bosch Rexroth in Horb und die GWW Nagold verbindet eine seit Langem währende Zusammenarbeit. Unter anderem montieren die GWW-Beschäftigten die Triebwerke des Antriebs- und Steuerungsspezialisten, übernehmen die Feinbearbeitung der Schwenkwiegen und weitere kleinere Arbeiten.

Die Bosch Rexroth AG ist einer der weltweit führenden Spezialisten für Antriebs- und Steuerungstechnologien. Für über 500.000 Kunden entstehen unter der Marke Rexroth maßgeschneiderte Lösungen zum Antreiben, Steuern und Bewegen. Bosch Rexroth ist Partner für Mobile Applications, Machinery Applications and Engineering, Factory Automation sowie Renewable Energies. Für die jeweiligen Märkte bildet das Unternehmen die Anforderungen und Besonderheiten ab. Als The Drive & Control Company entwickelt, produziert und vertreibt Bosch Rexroth seine Komponenten und Systeme in über 80 Ländern. Das Unternehmen der Bosch-Gruppe erzielte 2010 mit 34.900 Mitarbeitern einen Umsatz von rund 5,1 Milliarden Euro.

Mehr Informationen unter www.boschrexroth.com

Die Bosch-Gruppe ist ein international führendes Technologie- und Dienstleistungsunter­nehmen. Mit Kraftfahrzeug- und Industrietechnik sowie Gebrauchsgütern und Gebäude­technik erwirtschafteten rund 285.000 Mitarbeiter im Geschäftsjahr 2010 einen Umsatz von 47,3 Milliarden Euro. Für 2011 erwartet das Unternehmen einen Umsatz von mehr als 50 Milliarden Euro und eine Mitarbeiterzahl von gut 300.000 zum Jahresende. Die Bosch-Gruppe umfasst die Robert Bosch GmbH und ihre mehr als 350 Tochter- und Regional­gesellschaften in über 60 Ländern; inklusive Vertriebspartner ist Bosch in rund 150 Län­dern vertreten. Dieser weltweite Entwicklungs-, Fertigungs- und Vertriebsverbund ist die Voraussetzung für weiteres Wachstum. Im Jahr 2010 gab Bosch 3,8 Milliarden Euro für Forschung und Entwicklung aus und meldete über 3.800 Patente weltweit an. Mit allen seinen Produkten und Dienstleistungen fördert Bosch die Lebensqualität der Menschen durch innovative und nutzbringende Lösungen.

Mehr Informationen unter www.bosch.de, www.bosch-presse.de