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PI 067-12 18.09.2012

Intelligente Kühlsysteme erkennen Verschleiß

Intelligente Kühlsysteme erkennen Verschleiß

Intelligente Kühlsysteme von Rexroth erfassen kontinuierlich Lüftermotordaten und werten sie aus.

Niedrigere Lebenszykluskosten für elektrisch angetriebene Schienenfahrzeuge

Weltweit wachsen die Mobilität und der Wunsch nach schnellen Reiseverbindungen. Der Schienenverkehr spielt mit umweltfreundlichen und kostengünstigen Massentransportmitteln dabei eine immer wichtigere Rolle. Der Trend geht aktuell zu elektrisch angetriebenen Schienenfahrzeugen. Sie beschleunigen schneller als Diesel getriebene Fahrzeuge, was zu kürzeren Fahrzeiten führt. Eine wichtige Größe bei den für die Bahnbetreiber entscheidenden Aspekten Lebenszykluskosten und Zuverlässigkeit nimmt die Kühltechnik der Traktionseinrichtungen ein. Ein Ausfall auf offener Strecke führt zu erheblichen Kosten und Störungen des regulären Fahrbetriebs. Dezentral intelligente Kühlsysteme, wie sie Rexroth erstmals auf der Innotrans vorstellt, erfassen kontinuierlich Lüftermotordaten und werten sie aus. Die Software des Antriebsreglers erkennt mechanischen Verschleiß bevor es zu einem Ausfall kommt und setzt eine entsprechende Meldung an den Lokführer ab. Es bleibt noch genügend Zeit, den Fahrbetrieb fortzusetzen und entsprechende Reparaturmaßnahmen einzuplanen.

Bislang setzen die Hersteller bei elektrisch angetriebenen Schienenfahrzeugen meist auf zentral gesteuerte Kühlsysteme für Antriebseinrichtungen, Transformatoren, Traktionsstromrichter und weitere Komponenten. Das steigert die Komplexität. Darum wechseln die Hersteller zunehmend zu dezentral intelligenten Antrieben und erschließen jetzt zahlreiche zusätzliche Funktionalitäten, mit denen sie die Lebenszykluskosten deutlich reduzieren. So erkennen die von Rexroth neuentwickelten Kühlsysteme, ob der Kühler verschmutzt ist.

Eine weitere, in der Praxis häufig vorkommende Fehlerquelle sind Unwuchten des Lüfterrads. Sie verstärken sich schnell und können zu Lagerschäden oder im Extremfall sogar zu einem „Crash“ des Lüfterrads führen. Über die Betriebsstörung hinaus verursacht das erhebliche Zusatzkosten bei der Reparatur. Genau dieses Problem verhindern die im Rexroth-Kühlsystem integrierten Condition Monitoring Funktionen zuverlässig. Sie werten während des Betriebs kontinuierlich die Motordaten des Lüfterantriebs aus. Sobald erste Unwuchten auftreten, warnt die Software die Zugsteuerung oder den Lokführer mehrstufig. Damit verhindert das Condition Monitoring Zugausfälle und senkt die Wartungskosten, weil Mechaniker kleine Unwuchten mit geringem Aufwand ausgleichen können.

Im regulären Fahrbetrieb profitieren die Betreiber von einer bedarfsgerechten und materialschonenden Kühlung. Bislang übliche polumschaltbare Motoren erzeugen schlagartige Zustandsänderungen beim Schalten in konstruktiv festgelegte Drehzahlen. Das belastet die Mechanik und führt zu Verschleiß. Das dezentral intelligente Kühlsystem wertet dagegen eigenständig Sensordaten wie Außen- und Motortemperatur aus und regelt die Drehzahlen des Lüfterrades über den Frequenzumrichter stufenlos. Das schont die Mechanik und senkt die Lebenszykluskosten weiter.

Rexroth ist bereits seit Jahrzehnten ein anerkannter Systempartner der weltweiten Eisenbahnindustrie. Über intelligente Kühlsysteme für Diesel- und Elektro-Schienenfahrzeuge hinaus setzen zahlreiche Hersteller auf nach internationalen Bahnnormen zertifizierte elektrische, hydraulische, pneumatische und mechanische Komponenten von Rexroth.

Die Bosch Rexroth AG ist einer der weltweit führenden Spezialisten für Antriebs- und Steuerungstechnologien. Für über 500.000 Kunden entstehen unter der Marke Rexroth maßgeschneiderte Lösungen zum Antreiben, Steuern und Bewegen. Bosch Rexroth ist Partner für Mobile Applications, Machinery Applications and Engineering, Factory Automation sowie Renewable Energies. Für die jeweiligen Märkte bildet das Unternehmen die Anforderungen und Besonderheiten ab. Als The Drive & Control Company entwickelt, produziert und vertreibt Bosch Rexroth seine Komponenten und Systeme in über 80 Ländern. Das Unternehmen der Bosch-Gruppe erzielte 2011 mit 38.400 Mitarbeitern einen Umsatz von rund 6,4 Milliarden Euro.

Mehr Informationen unter www.boschrexroth.com

Die Bosch-Gruppe ist ein international führendes Technologie- und Dienstleistungsunternehmen. Mit Kraftfahrzeug- und Industrietechnik sowie Gebrauchsgütern und Gebäudetechnik erwirtschafteten mehr als 300.000 Mitarbeiter im Geschäftsjahr 2011 nach vorläufigen Zahlen einen Umsatz von 51,5 Milliarden Euro. Die Bosch-Gruppe umfasst die Robert Bosch GmbH und ihre mehr als 350 Tochter- und Regionalgesellschaften in rund 60 Ländern; inklusive Vertriebspartner ist Bosch in rund 150 Ländern vertreten. Dieser weltweite Entwicklungs-, Fertigungs- und Vertriebsverbund ist die Voraussetzung für weiteres Wachstum. Im Jahr 2011 gab Bosch mehr als 4 Milliarden Euro für Forschung und Entwicklung aus und meldete über 4.100 Patente weltweit an. Mit allen seinen Produkten und Dienstleistungen fördert Bosch die Lebensqualität der Menschen durch innovative und nutzbringende Lösungen.

Mehr Informationen unter www.bosch.com, www.bosch-presse.de

 

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