Inhalt
PI 023-12 17.04.2012

Baukastensystem macht Maschinenbau schneller

Baukastensystem macht Maschinenbau schneller

Modularisierung verkürzt Time-to-market: Maschinenhersteller konfigurieren aus parallel vormontierten Modulen kundenspezifische Lösungen.

Funktionsmodule mit Rexroth-Automatisierung im Werk vormontieren und erst beim Kunden zusammensetzen

Maschinen erst aufwändig im eigenen Werk zusammenbauen, sie dann wieder zerlegen und beim Kunden vor Ort erneut in Betrieb nehmen: Dieser klassische Ansatz war gestern. Heute setzen immer mehr Maschinenhersteller auf modulare Baukastensysteme und montieren die Maschine direkt beim Kunden. Das spart Zeit und Kosten. Rexroth verstärkt diesen Trend mit dezentralen motorintegrierten Servoantrieben und einem breiten Spektrum an Antriebs- und Controller-basierten Motion-Logic-Systemen. Damit können Maschinenhersteller Module noch besser als bisher parallel vormontieren und erst bei der Endmontage kundenspezifische Varianten zusammenstellen.

Um individuelle Kundenwünsche bei kurzen Durchlaufzeiten zu erfüllen, stellen Maschinenhersteller zunehmend auf eine modularisierte Bauweise um. Sie automatisieren die oft vorproduzierten Standard-Funktionsmodule wie Handlingsysteme oder Bearbeitungsstationen dezentral und verknüpfen sie zu kundenspezifischen Maschinen. Dieser Ansatz verkürzt die Time-to-market und erspart den kompletten Aufbau im Hersteller-Werk.

Rexroth unterstützt diesen Ansatz unter anderem durch die zweite Generation motorintegrierter Servoantriebe IndraDrive Mi. Diese kompakten Motor-Regler-Baugruppen werden dezentral in der Maschine oder den Modulen eingebaut. Das im Antrieb integrierte Motion-Logic-System regelt bis zu zehn Achsen ohne übergeordnete Steuerung. Dazu wertet es auch eigenständig die Prozesssignale der angebundenen Sensoren aus. Für Stromversorgung, Synchronisation und Geberfeedback genügt ein Hybridkabel. Das reduziert den Verkabelungsaufwand um bis zu 85 Prozent. Auch nachträglich können Anwender vorkonfigurierte Module wie weitere Prozesstationen einfach mit einem Kabel in die Maschine integrieren – ohne Eingriff in den Schaltschrank.

IndraDrive Mi unterstützen mit einer Multi-Ethernet-Schnittstelle alle gängigen Echtzeit-Ethernet-Protokolle. So passen Maschinenhersteller vormontierte Serienmodule flexibel an individuelle Maschinenvarianten mit verschiedenen Kommunikationsarchitekturen an. Für die Anbindung an andere Module, die mit einem IndraDrive Mi ausgerüstet sind, genügt ein Hybridkabel. Mit den antriebsintegrierten Sicherheitsfunktionen des IndraDrive Mi können Maschinenhersteller die beteiligten Antriebe normgerecht in beliebige Sicherheitszonen unterteilen.

Darüber hinaus erleichtern in Funktion und Leistung fein skalierte Antriebs- und Controller-basierte Motion-Logic-Systeme die Modularisierung. Sie basieren durchgängig auf der IEC 61131-3 und PLCopen. Das bedeutet: ersetzt der Anwender zum Beispiel einen IndraDrive Mi durch einen kompakten IndraDrive Cs-Antrieb, kann er einfach die einmal geschriebenen Programme und Funktionen darauf übertragen. Der Automatisierungsbus sercos sorgt dabei für die Synchronisation der einzelnen Module mit der Maschine. Er gewährleistet die Querkommunikation mehrerer Rexroth-Steuerungen in harter Echtzeit. Somit passen sich sämtliche Maschinenbewegungen auf Knopfdruck den Vorgaben des Prozesses an.

Rexroth stellt auf der Automatica 2012 in Halle A1, Stand 103, aus.

Die Bosch Rexroth AG ist einer der weltweit führenden Spezialisten für Antriebs- und Steuerungstechnologien. Für über 500.000 Kunden entstehen unter der Marke Rexroth maßgeschneiderte Lösungen zum Antreiben, Steuern und Bewegen. Bosch Rexroth ist Partner für Mobile Applications, Machinery Applications and Engineering, Factory Automation sowie Renewable Energies. Für die jeweiligen Märkte bildet das Unternehmen die Anforderungen und Besonderheiten ab. Als The Drive & Control Company entwickelt, produziert und vertreibt Bosch Rexroth seine Komponenten und Systeme in über 80 Ländern. Das Unternehmen der Bosch-Gruppe erzielte 2010 mit 34.900 Mitarbeitern einen Umsatz von rund 5,1 Milliarden Euro.

Mehr Informationen unter www.boschrexroth.com

Die Bosch-Gruppe ist ein international führendes Technologie- und Dienstleistungsunternehmen. Mit Kraftfahrzeug- und Industrietechnik sowie Gebrauchsgütern und Gebäudetechnik erwirtschafteten mehr als 300.000 Mitarbeiter im Geschäftsjahr 2011 nach vorläufigen Zahlen einen Umsatz von 51,4 Milliarden Euro. Die Bosch-Gruppe umfasst die Robert Bosch GmbH und ihre mehr als 350 Tochter- und Regionalgesellschaften in rund 60 Ländern; inklusive Vertriebspartner ist Bosch in rund 150 Ländern vertreten. Dieser weltweite Entwicklungs-, Fertigungs- und Vertriebsverbund ist die Voraussetzung für weiteres Wachstum. Im Jahr 2011 gab Bosch mehr als 4 Milliarden Euro für Forschung und Entwicklung aus und meldete über 4.100 Patente weltweit an. Mit allen seinen Produkten und Dienstleistungen fördert Bosch die Lebensqualität der Menschen durch innovative und nutzbringende Lösungen.

Mehr Informationen unter www.bosch.com, www.bosch-presse.de

 

Pressesuche


Kontakt

Manuela Kessler
Marktplatz 3 
97816 Lohr am Main
Telefon: +49 9352 18-4145
Fax: +49 711 811 517-2107
manuela.kessler@boschrexroth.de