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PI 041-11 02.05.2011

Bosch Rexroth kehrt auf Wachstumskurs zurück

Unternehmen will im Geschäftsjahr 2011 zweistellig zulegen

  • Kernmannschaft trotz Krise gehalten
  • Kapazität in Asien ausgebaut
  • Wettbewerbsvorteile durch weltweiten Verbund

Lohr/Frankfurt. Bosch Rexroth ist 2010 auf Wachstumskurs zurückgekehrt und will auch in diesem Jahr erneut deutlich zulegen. Der Zulieferer für den Maschinenbau, mobile Arbeitsmaschinen und erneuerbare Energien steigerte den Umsatz um 22 Prozent auf 5,1 Milliarden Euro. „Bosch Rexroth hat den Wandel auf den Märkten als Chance verstanden und in starkes Wachstum umgesetzt“, erklärte Dr. Karl Tragl, Vorstandsvorsitzender der Bosch Rexroth AG während der Jahrespressekonferenz in Frankfurt. Diese Entwicklung wird sich 2011 fortsetzen, zumal sich bereits im Vorjahr der Auftragseingang auf rund sechs Milliarden Euro verdoppelt hat. „Damit kommen die Spitzenwerte aus den Zeiten vor der Krise schneller wieder in Sicht als noch vor einem Jahr gedacht“, betonte Tragl. Im laufenden Jahr baut das Unternehmen seine internationalen Aktivitäten weiter aus und erwartet erneut einen zweistelligen Zuwachs.

In den noch im ersten Halbjahr 2010 von der Krise geprägten Märkten konnte Bosch Rexroth weltweit Marktanteile hinzugewinnen. In Asien erzielte das Unternehmen die stärksten Zuwächse und erhöhte den Umsatz um 38 Prozent auf 1,4 Milliarden Euro. Innerhalb Asiens hat sich China zum größten Einzelmarkt außerhalb Deutschlands entwickelt. In Nord- und Südamerika stieg das Geschäftsvolumen um 36 Prozent auf 829 Millionen Euro. Hier schob sich Brasilien erstmals unter die zehn umsatzstärksten Länder des Unternehmens vor. „Ähnlich wie in Indien zahlt sich auch in Brasilien unsere langjährige Präsenz vor Ort aus. Wir wachsen in diesen Märkten überproportional schnell“, sagte Tragl. In Europa (ohne Deutschland) legte das Geschäft insgesamt um knapp neun Prozent auf 1,6 Milliarden Euro zu. Deutlich kräftiger entwickelte sich der Umsatz in Deutschland, wo der Umsatz 2010 mit 1,3 Milliarden Euro 18 Prozent über dem Wert des Vorjahres lag.

Stark in Forschung und Entwicklung investiert

Bosch Rexroth investierte 2010 mehr als 260 Millionen Euro in Forschung und Entwicklung. Die F&E-Quote lag im vergangenen Jahr auf dem im Branchenvergleich überdurchschnittlichen Wert von 5,3 Prozent. Innerhalb des weltweiten Verbunds arbeiten deutsche Entwickler eng mit ihren Kollegen in Asien und Amerika zusammen. Mit dem kontinuierlichen Ausbau seines internationalen Entwicklungs- und Produktionsverbundes will das Unternehmen die Potenziale wachstumsstarker Regionen in Asien und Südamerika noch besser ausschöpfen. So werden beispielsweise auf Basis von in Deutschland entwickelten Plattformen Produkte und Lösungen an die besonderen Anforderungen der jeweiligen Regionen angepasst.

Stammbelegschaft in der Krise gehalten

„Wir kombinieren unsere traditionellen Stärken in Deutschland mit unseren Potenzialen in der Welt“, unterstrich Tragl, der sich ausdrücklich bei allen Mitarbeitern für ihr Engagement und ihren Einsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr bedankte. Der Vorstandsvorsitzende verwies darauf, dass die weltweiten Erfolge dazu beitrügen, die Arbeitsplätze auch in Deutschland zu sichern. Bosch Rexroth hielt an seinen 67 Fertigungsstandorten weltweit trotz der schweren Krise die Kernmannschaft stabil. Zum Jahreswechsel beschäftigte das Unternehmen 34.900 Frauen und Männer, davon rund 18.200 in Deutschland. Während im Inland die Zahl der Mitarbeiter stabil blieb, wurde die Belegschaft vor allem in Asien verstärkt. In dieser Region hat Bosch Rexroth die Kapazität um 13 Prozent ausgebaut. Dort sind inzwischen 5.100 Mitarbeiter für das Unternehmen tätig.

Führung bei mobilen und industriellen Anwendungen ausgebaut

Besonders positiv entwickelten sich im vergangenen Geschäftsjahr die Aktivitäten für mobile Anwendungen. Als Weltmarktführer für die Ausrüstung mobiler Anwendungen bietet Bosch Rexroth innovative Systemlösungen. Diese unterstützen Hersteller mobiler Arbeitsmaschinen, die international verschärften Abgasregelungen einzuhalten. Ziel ist es, in Nordamerika, Europa und Japan schrittweise die Emissionen um 90 Prozent zu senken, entsprechend der TIER 4 final-Vorgabe. Das betrifft alle Arten mobiler Arbeitsmaschinen: Bagger, Planierraupen, Mähdrescher, Traktoren und Fahrzeuge in der Forstwirtschaft. Um diese neuen Werte zu erreichen, müssen die Hersteller über eine Abgasnachbehandlung hinaus voraussichtlich auch kleinere Motoren und abgesenkte Drehzahlen einsetzen. Darüber hinaus vernetzen die Bosch Rexroth-Entwickler Dieselmotor mit Hydrauliksteuerung und reduzieren so den Kraftstoffverbrauch um bis zu 20 Prozent bei gleicher Leistungsfähigkeit.

Im Anlagenbau und der Fabrikautomation erholten sich besonders frühzyklische Branchen wie Kunststoffmaschinen. Anwender und Maschinenhersteller erwarten zunehmend mechatronische Lösungen aus einer Hand. Als Anbieter aller Antriebs- und Steuerungstechnologien profitiert Bosch Rexroth von einem Innovationsvorsprung mit technologieübergreifenden Drive & Control-Lösungen. Sie reduzieren den Engineeringaufwand von der Auslegung bis zur Inbetriebnahme und erhöhen die Energieeffizienz von Maschinen.

Bosch Rexroth erweitert zudem seine Lösungspalette in den Bereichen Rohstoffgewinnung und Recycling. So liefert das Unternehmen derzeit die Komponenten für den Bau der ersten vollhydraulischen Anlage zur Gewinnung von Ethanol aus Zuckerrohr in Bolivien. Der Verarbeitungsprozess erfordert hohen Krafteinsatz. Hydraulik erfüllt diese Anforderungen. Dabei ergänzen sich hier Hochleistungsantriebe des von Bosch Rexroth erworbenen schwedischen Unternehmens Hägglunds mit den Hydraulikaggregaten und Zylindern von Bosch Rexroth. „Das Beispiel verdeutlicht, wie die Akquisition uns zusätzliche Marktchancen in der Rohstoffgewinnung, dem Recycling und beim Handling schwerer Lasten eröffnet“, sagte Tragl.

Gute Aussichten für Erneuerbare Energien

In der Windenergie ging die Zahl der neu installierten Anlagen in Europa und den USA deutlich zurück, während der Markt in China nochmals zulegte. Dort wurde 2010 die Hälfte aller weltweit errichteten Windturbinen in Betrieb genommen. Das Unternehmen arbeitet darüber hinaus eng mit Herstellern von Meeresenergieanlagen zusammen. „Es wird noch einige Jahre dauern, bis wir gemeinsam mit unseren Partnern die Serienreife erreichen. Aber das Potenzial der Meeresenergie ist genauso groß wie das der Windenergie“, betonte Tragl.

Die Bosch Rexroth AG ist einer der weltweit führenden Spezialisten für Antriebs- und Steuerungstechnologien. Für über 500.000 Kunden entstehen unter der Marke Rexroth maßgeschneiderte Lösungen zum Antreiben, Steuern und Bewegen. Bosch Rexroth ist Partner für Mobile Applications, Machinery Applications and Engineering, Factory Automation sowie Renewable Energies. Für die jeweiligen Märkte bildet das Unternehmen die Anforderungen und Besonderheiten ab. Als The Drive & Control Company entwickelt, produziert und vertreibt Bosch Rexroth seine Komponenten und Systeme in über 80 Ländern. Das Unternehmen der Bosch-Gruppe erzielte 2010 mit 34.900 Mitarbeitern einen Umsatz von rund 5,1 Milliarden Euro.

Mehr Informationen unter www.boschrexroth.com

Die Bosch-Gruppe ist ein international führendes Technologie- und Dienstleistungsunternehmen. Mit Kraftfahrzeug- und Industrietechnik sowie Gebrauchsgütern und Gebäudetechnik erwirtschafteten rund 285.000 Mitarbeiter im Geschäftsjahr 2010 einen Umsatz von 47,3 Milliarden Euro. Die Bosch-Gruppe umfasst die Robert Bosch GmbH und ihre mehr als 350 Tochter- und Regionalgesellschaften in über 60 Ländern; inklusive Vertriebspartner ist Bosch in rund 150 Ländern vertreten. Dieser weltweite Entwicklungs-, Fertigungs- und Vertriebsverbund ist die Voraussetzung für weiteres Wachstum. Im Jahr 2010 gab Bosch 3,8 Milliarden Euro für Forschung und Entwicklung aus und meldete über 3.800 Patente weltweit an. Mit allen seinen Produkten und Dienstleistungen fördert Bosch die Lebensqualität der Menschen durch innovative und nutzbringende Lösungen.

Mehr Informationen unter www.bosch.de, www.bosch-presse.de

 

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