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PI 031-13 11.04.2013

Weniger Verbrauch bei mehr Leistung und Komfort

Weniger Verbrauch bei mehr Leistung und Komfort

Mit einem sechs mal drei Meter großen Funktionsmodell bietet Bosch Rexroth seinen Besuchern auf der bauma 2013 eine attraktive Visualisierung seiner wichtigsten Neuentwicklungen.

Bosch Rexroth zeigt auf der bauma 2013 effiziente Hydrauliklösungen

  • Weiter volatile Entwicklung am Baumaschinenmarkt erwartet
  • Große Nachfrage nach sparsamer, aber leistungsstarker Technik
  • Zusammenspiel der Komponenten erfordert großes System-Know-how

Strengere Emissionsnormen und steigende Kraftstoffkosten haben die Nachfrage nach energieeffizienten Lösungen noch einmal deutlich gesteigert. Deshalb präsentiert Bosch Rexroth auf der bauma 2013 in München eine Vielzahl von Hydrauliklösungen, mit denen Verbrauch und Emissionen der Dieselmotoren deutlich vermindert werden können, ohne dass dies auf Kosten der Leistung geht. Im Gegenteil: in vielen Fällen lassen sich Arbeitseffizienz und Komfort der Baumaschinen deutlich verbessern.

Die instabile Entwicklung in vielen Segmenten der Baumaschinenbranche wird sich zumindest in der ersten Hälfte des Jahres 2013 fortsetzen. „Vor allem auf dem Hauptmarkt China bleiben wir mit einer sehr wechselhaften Nachfragesituation konfrontiert“, sagte Peter Dschida, Leiter Vertrieb Branchenmanagement Mobile Anwendungen bei Bosch Rexroth. Eine positive Entwicklung erwartet Dschida in Nordamerika und einigen Regionen Asiens. Der Markt in Europa bleibe hingegen weiter von der Eurokrise geprägt.

Hersteller und Anwender von Baumaschinen beschäftigen gleichermaßen aber nicht nur die konjunkturelle Entwicklung in den verschiedenen Regionen der Welt. Im Mittelpunkt steht momentan die bevorstehende Verschärfung der Emissionswerte in den USA und Europa. Dort sind mit den Bestimmungen TIER 4 final bzw. STAGE 4 von 2014 an nur noch ein Bruchteil der bisherigen Ruß- und NOx-Emissionen zulässig. Auch in Japan steht eine weitere Verschärfung des Abgasregelwerks an und es wird erwartet, dass auch andere Staaten wie schon in der Vergangenheit mittelfristig nachziehen. Zudem richtet sich aufgrund der weltweit deutlich gestiegenen Kraftstoffkosten der Blick der Anwender verstärkt auf die Verbrauchswerte der Baumaschinen. „Nie haben Betriebskosten so eine herausragende Rolle gespielt wie heute“, sagte Peter Dschida.

Trotz verschärfter Emissionsnormen und Kraftstoffkosten erwarten die Kunden von den Herstellern ein ebenso flexibles wie komfortables Arbeitsgerät. „All diese Ziele sind nur mit innovativer Technik erreichbar“, betonte Dschida. Bosch Rexroth unterstützt Hersteller und Anwender mit einem umfangreichen und zugleich individuell zusammenstellbaren Produktspektrum, mit dem neue Modelle entwickelt oder bestehende Maschinenserien nachgerüstet werden können. Gleichzeitig sind die Lösungen so konzipiert, dass sie leicht und platzsparend in die verschiedenen Modelle und Fahrzeugklassen integrierbar sind.

Konkrete Lösungen für weniger Verbrauch und mehr Komfort

Die neue Rexroth-Lösung „Virtual Bleed Off-Technologie“ (VBO) für Bagger vereint eine Reduzierung des Treibstoffverbrauchs mit einem schnellen Ansprechverhalten bei hoher dynamischer Systemstabilität. Auf Basis von VBO hat Doosan Infracore mit Bosch Rexroth als Technologiepartner seine neue D-ECOPOWER-Technologie entwickelt und präsentiert die ersten damit ausgestatteten Modelle auf der bauma 2013. Nach Angaben von Doosan erreicht der 34-Tonnen-Bagger DX340LC-3 mit D-ECOPOWER eine um bis zu 26 Prozent höhere Kraftstoffeffizienz, zeichnet sich durch eine drastische Verbesserung des Komforts aus und verbraucht 12 Prozent weniger Kraftstoff als das bisherige Modell.

Der Radlader-Hersteller Atlas Weyhausen präsentiert auf der bauma 2013 erstmals die hydraulische Start-Stopp-Lösung von Bosch Rexroth. In dem 4,4 Tonnen-Radlader AR 60 mit 49 kW/67 PS Antriebsleistung sorgt das System für ein selbsttätiges Abschalten des Dieselmotors, wenn gerade keine Fahr- oder Arbeitsfunktion abgerufen wird. Angesichts von Stillstandszeiten von bis zu 30 Prozent in dieser Maschinenklasse liegt das Einsparpotential für Treibstoffkosten sowie für Abgas- und Lärmemissionen auf der Hand. Das selbsttätige Wiederanlassen des Dieselmotors bei Abruf von Fahr- oder Arbeitsfunktion erfolgt mit zuvor hydraulisch gespeicherter Energie innerhalb von 800 Millisekunden vom Stillstand bis zur benötigten Drehzahl, sodass der gewohnte Bedienkomfort im Vergleich zum Betrieb im Leerlauf erhalten bleibt.

Zusammenspiel der Komponenten plastisch veranschaulicht

Anhand eines Funktionsmodells erläutert Bosch Rexroth technische Details zur Start-Stopp-Lösung und zu weiteren Neuentwicklungen auf seinem Stand auf der bauma 2013. Die über sechs Meter lange und fast drei Meter hohe Installation verdeutlicht neben der Funktionsweise verschiedener Systeme vor allem eines: Die vielfältigen Beziehungen und damit auch gegenseitigen Abhängigkeiten wichtiger Kernbereiche einer mobilen Arbeitsmaschine wie die Energieerzeugung (Dieselmotor), die Energieumwandlung (hydraulisch oder elektrisch) bis zur Abgasnachbehandlung.

„Der Trend ist unverkennbar: Das Zusammenspiel der einzelnen Komponenten erfordert immer mehr System-Know-how“, stellte Peter Dschida fest. Neben den Rexroth-Modulen sind in das Funktionsmodell auch Systeme anderer Bosch Unternehmensbereiche integriert: Die Bosch Emission Systems GmbH zeigt individuelle Lösungen zur Abgasnachbehandlung und der Bereich Diesel Systems präsentiert neben einem elektrischen Hybrid seine bewährte Dieseleinspritztechnologie. Insgesamt verdeutlicht der Bosch Rexroth-Stand auf der bauma 2013 die technische Programmbreite des Unternehmens.

Optimierung durch 4EE-Systematik

Die ganzheitliche Systematik Rexroth 4EE (Rexroth for Energy Efficiency) hilft Herstellern, ihre Baumaschinen bei effektivem Energieeinsatz optimal zu nutzen. Dank flexibler Lösungen und Beratung können die Hersteller sowohl aktuelle Fahrzeugserien optimieren als auch neue Modelle konzipieren, um beispielsweise die TIER4-Norm zu erfüllen. Mit dem Konzept 4EE hat Bosch Rexroth eine eigene Systematik erarbeitet, die die Entwicklung neuer Maschinenkonzepte genauso umfasst wie die Optimierung bereits bestehender Anlagen und Geräte. Sie setzt vier Hebel an, um die Energieeffizienz über den gesamten Lebenszyklus einer Maschine oder Anlage deutlich zu steigern. Bei der Entwicklung neuer Lösungen und Optimierungsansätze steht der tatsächliche Energiebedarf im Mittelpunkt (Energy System Design). Durch den Einsatz energieeffizienter Produkte und Systeme (Efficient Components) wird Energie optimal genutzt und so der Wirkungsgrad erhöht. Hydraulische Speicher-Lade-Schaltungen und rückspeisefähige Antriebe speichern bislang ungenutzte Energien, um sie später einzusetzen (Energy Recovery). Eine optimale Bedarfsregelung (Energy on Demand), beispielsweise durch Abschaltung von nicht benötigten Komponenten, ermöglicht besonders hohe Energieeinsparungen.

Wirtschaftlich, präzise, sicher und energieeffizient: Antriebs- und Steuerungstechnik von Bosch Rexroth bewegt Maschinen und Anlagen jeder Größenordnung. Das Unternehmen bündelt die weltweiten Anwendungserfahrungen in den Marktsegmenten Mobile Anwendungen, Anlagenbau und Engineering, Fabrikautomation sowie Erneuerbare Energien für die Entwicklung innovativer Komponenten, maßgeschneiderter Systemlösungen und Dienstleistungen. Bosch Rexroth bietet seinen Kunden Hydraulik, Elektrische Antriebe und Steuerungen, Pneumatik, Getriebetechnik sowie Linear- und Montagetechnik aus einer Hand. Mit einer Präsenz in mehr als 80 Ländern erwirtschafteten die über 37.500 Mitarbeiter 2012 einen Umsatz von rund 6,5 Mrd. Euro.

Mehr Informationen unter www.boschrexroth.com

Die Bosch-Gruppe ist ein international führendes Technologie- und Dienstleistungsunternehmen. Mit Kraftfahrzeugtechnik, Energie und Gebäudetechnik, Industrietechnik sowie Gebrauchsgütern erwirtschafteten mehr als 306.000 Mitarbeiter im Geschäftsjahr 2012 nach vorläufigen Zahlen einen Umsatz von 52,3 Milliarden Euro. Die Bosch-Gruppe umfasst die Robert Bosch GmbH und ihre rund 350 Tochter- und Regionalgesellschaften in rund 60 Ländern; inklusive Vertriebspartner ist Bosch in rund 150 Ländern vertreten. Dieser weltweite Entwicklungs-, Fertigungs- und Vertriebsverbund ist die Voraussetzung für weiteres Wachstum. Im Jahr 2012 gab Bosch rund 4,5 Milliarden Euro für Forschung und Entwicklung aus und meldete mehr als 4.700 Patente weltweit an. Ziel der Bosch-Gruppe ist es, mit ihren Produkten und Dienstleistungen die Lebensqualität der Menschen durch innovative, nutzbringende sowie begeisternde Lösungen zu verbessern – Technik fürs Leben weltweit anzubieten.

Mehr Informationen unter www.bosch.com, www.bosch-presse.de

 

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