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PI 003-13 29.01.2013

Weniger Verbrauch ohne Leistungsverzicht

Weniger Verbrauch ohne Leistungsverzicht

Unter anderem mit der kompakten Hochdruck-Doppelpumpe A24VG mit On-Board-Elektronik steigert Rexroth die Effektivität des Fahrantriebs von Mobilbaggern.

Bosch Rexroth schnürt sparsames Kraftpaket

  • Höhere Leistung und mehr Komfort für Mobilbagger
  • Kombination aus offenem und geschlossenem Kreislauf

Keine Kompromisse: Bosch Rexroth zeigt auf der BAUMA 2013 in München, dass Hersteller und Nutzer von Baumaschinen nicht auf Leistung verzichten müssen, wenn sie gleichzeitig Kraftstoffkosten senken und die neuen Emissionsregeln einhalten wollen. Das Unternehmen hat beispielsweise ein Lösungspaket für Mobilbagger entwickelt. Das eröffnet Herstellern neue Wege der Maschinengestaltung und den Nutzern einen wesentlich kostengünstigeren Betrieb bei gleicher Leistungsausbeute.

Bei Herstellern wie Betreibern von Baumaschinen rücken zwei Themen immer mehr in den Vordergrund: Abgasnormen und deutlich steigende Kraftstoffkosten. So setzen die US-Norm TIER 4 final und die European off-highway Stage IV neue Standards für wichtige Märkte in Europa, Nordamerika und Japan. Die neuen Normen werden den Weltmarkt prägen, denn die Erfahrung aus den vergangenen Jahren hat gezeigt, dass neue Emissionsvorgaben mittelfristig auch in anderen Regionen übernommen werden. Nach TIER 4 sind von 2014 an wesentlich weniger Ruß- und NOx-Emissionen zulässig als heute. Für die Hersteller bedeutet dies eine umfangreiche Abgasnachbehandlung, die mehr Platz für Zusatzkomponenten erfordert. Hinzu kommt zusätzlicher Kühlungsbedarf und eine veränderte Dynamik bei Dieselmotoren. Unter dem Strich steigen deshalb Ausrüstungs- und Betriebskosten. Gleichzeitig haben die Anwender weltweit gerade die Betriebskosten immer schärfer im Blick. Die Hersteller sollen vor dem Hintergrund der stark gestiegenen Kraftstoffpreise den Verbrauch ihrer Maschinen merklich senken – bei gleicher oder sogar besserer Leistungsausbeute. Ein unlösbarer Widerspruch?

Bosch Rexroth hat sich als führender Anbieter von Hydrauliklösungen für mobile Arbeitsmaschinen dieser Herausforderung am Beispiel eines Mobilbaggers der Klasse 15 bis 17 Tonnen gestellt. Bei der Maschine bestimmt der Fahrantrieb die notwendige Größe des Dieselmotors.

Mit einem Paket aus Hochdruck-Doppelpumpe A24VG mit On-Board-Elektronik, der Shift-on-Fly-Gangschaltung sowie einer softwarebasierten Steuerung steigert Rexroth die Effektivität vor allem des Fahrantriebs um mindestens zehn Prozent. Ein weiteres Effektivitätsplus geht auf das Konto des Drehwerkantriebs. Damit erschließen sich Leistungspotentiale, die für das Downsizing des Diesels im Hinblick auf Verbrauch und die Verschärfungen der Emissionsregeln genutzt werden können. Gleichzeitig erhöhen sich Komfort und Effektivität in der Bedienung der Maschine, was sie aus Sicht des Anwenders im täglichen Betrieb attraktiver macht.

Der Ansatz der Experten aus dem Rexroth-Entwicklungszentrum besteht in einer Kombination von offenem und geschlossenem Kreislauf. Während eine Pumpe wie bisher über einen Steuerblock im offenen Kreis die Hydraulikarbeitsfunktionen Ausleger, Stiel und Löffel versorgt, stellt eine zweite Einheit – die kompakte Hochdruck-Doppelverstellpumpe A24VG – Volumenstrom für den Fahr- und Drehantrieb bereit. Die sich direkt auf dieser Doppelpumpe befindenden On-Board-Elektroniken (OBE) kontrollieren und steuern den Fahr- als auch Drehantrieb, die jeweils in einem geschlossenen Kreislauf betrieben werden. Das Öl fließt ungehindert von der Pumpe zum Motor, ohne – wie im offenen Kreislauf – den Steuerblock zu passieren. Die Druckniveaus der Einzelkreise sind voneinander getrennt, so dass Drosselverluste entfallen.

Die im Fahrantrieb eingesetzte Shift-on-Fly-Lösung – ein Patent von Bosch Rexroth – trägt zur Effektivitätssteigerung bei, da sie im Vergleich zu einem Lastschaltgetriebe mit leichteren, kleineren Komponenten auskommt und die mechanische Reibung im Getriebe minimiert. Dazu wurde ein 2-Gang-Stillstands-Schaltgetriebe um eine Synchronisiereinrichtung erweitert. So bleiben die gewohnt hohe Zugkraft beim Anfahren sowie der gute Wirkungsgrad des Hydrostaten erhalten. Gleichzeitig erreicht man mit dem Wechsel in den zweiten Gang die maximale Geschwindigkeit. Wie der Fahrantrieb so wird auch die Drehung des Oberwagens über die On-Board-Elektronik mit Hilfe von Sensoren nach der Vorgabe des Fahrers gesteuert. Eine neu entwickelte Software sorgt im Drehwerk für ein intuitives An- und Absteuern der Funktion. Gleichzeitig kann der Fahrer in der Kabine über ein Display das Leistungsverhalten verändern. Die Maschine wird so der Arbeitssituation optimal angepasst und verfügt über einen dynamischen Modus für das Graben mit hoher Leistungsausbeute sowie eine weichere, präzise Einstellung, beispielsweise für filigrane Kranarbeiten. Der Fahrer wählt das passende Leistungsspektrum aus und arbeitet wie gewohnt. Im Vergleich zu konventionellen Systemen lassen sich die Vorteile vom offenen und geschlossenen Kreislauf im Drehwerk miteinander kombinieren. Das macht die Bedienung deutlich komfortabler. Wie beim Fahren kann durch den geschlossenen Kreislauf zusätzliche Verzögerungsenergie in Form einer Motorbremsfunktion zum Diesel zurückkehren und steht Verbrauchern zur Verfügung, die parallel betätigt werden.

Die Bosch Rexroth AG ist einer der weltweit führenden Spezialisten für Antriebs- und Steuerungstechnologien. Für über 500.000 Kunden entstehen unter der Marke Rexroth maßgeschneiderte Lösungen zum Antreiben, Steuern und Bewegen. Bosch Rexroth ist Partner für Mobile Applications, Machinery Applications and Engineering, Factory Automation sowie Renewable Energies. Für die jeweiligen Märkte bildet das Unternehmen die Anforderungen und Besonderheiten ab. Als The Drive & Control Company entwickelt, produziert und vertreibt Bosch Rexroth seine Komponenten und Systeme in über 80 Ländern. Das Unternehmen der Bosch-Gruppe erzielte 2011 mit 38.400 Mitarbeitern einen Umsatz von rund 6,4 Milliarden Euro.

Mehr Informationen unter www.boschrexroth.com

Die Bosch-Gruppe ist ein international führendes Technologie- und Dienstleistungsunternehmen. Mit Kraftfahrzeug- und Industrietechnik sowie Gebrauchsgütern und Gebäudetechnik erwirtschafteten mehr als 300.000 Mitarbeiter im Geschäftsjahr 2011 nach vorläufigen Zahlen einen Umsatz von 51,4 Milliarden Euro. Die Bosch-Gruppe umfasst die Robert Bosch GmbH und ihre mehr als 350 Tochter- und Regionalgesellschaften in rund 60 Ländern; inklusive Vertriebspartner ist Bosch in rund 150 Ländern vertreten. Dieser weltweite Entwicklungs-, Fertigungs- und Vertriebsverbund ist die Voraussetzung für weiteres Wachstum. Im Jahr 2011 gab Bosch mehr als 4 Milliarden Euro für Forschung und Entwicklung aus und meldete über 4.100 Patente weltweit an. Mit allen seinen Produkten und Dienstleistungen fördert Bosch die Lebensqualität der Menschen durch innovative und nutzbringende Lösungen.

Mehr Informationen unter www.bosch.com, www.bosch-presse.de

 

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