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PI 028-11 28.04.2011

Frauen auf dem Vormarsch in der „Männerdomäne“ Maschinen- und Anlagenbau

Frauen auf dem Vormarsch

Sehr offen diskutierten zwölf Studentinnen technischer Studiengänge mit Dr. Ingo Rendenbach, Personaldirektor der Bosch Rexroth AG

Bosch Rexroth organisiert Diskussionsrunde mit Studentinnen technischer Fachrichtungen auf der Hannover Messe

Wie lässt sich die Attraktivität von technischen Berufen für Frauen erhöhen? Hilft eine Quote, den Anteil weiblicher Führungskräfte zu vergrößern? Haben Frauen und Männer die gleichen Karrierechancen in der „Männerdomäne“ Maschinen- und Anlagenbau? Wie lassen sich Beruf und Familie vereinbaren? Fragen wie diese diskutierten zwölf Studentinnen technischer Studiengänge mit Dr. Ingo Rendenbach, dem Personaldirektor der Bosch Rexroth AG, am Dienstag, 5. April, im Rahmen einer Dialogrunde auf der Hannover Messe.

Hannover. „Vielfalt ist ein wichtiger Treiber für Innovation und wirtschaftlichen Erfolg. Daher achten wir sehr darauf, dass die Teams bei Bosch Rexroth kompetent und vielfältig aufgestellt sind. Unterschiedliche Köpfe mit unterschiedlicher Herkunft und Geschlecht tragen zur Ideenfindung bei, da Frauen beispielsweise erfahrungsgemäß eine andere Sichtweise einbringen und Dinge anders hinterfragen als Männer“, sagt Rendenbach.

Der von Sylvia Stiasny, Personalreferentin im Bereich Personal- und Talentmanagement beim weltweit führenden Steuerungs- und Antriebsspezialisten, moderierte offene Gedankenaustausch diente dazu, die Bedürfnisse von Studentinnen noch besser kennenzulernen. „So stellen wir sicher, dass wir möglichst viele Hemmnisse ausräumen, die Frauen einer Karriere im Weg stehen“, erläutert der Leiter Personal- und Sozialwesen. „Denn wir haben den Anspruch, den unterschiedlichen Lebensentwürfen unserer Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen gerecht zu werden.“

Die zwölf Studentinnen hatten sich im Vorfeld bei Bosch Rexroth per E-Mail für die Teilnahme an der Dialogrunde beworben und wurden daraufhin eingeladen. Sie stammen von der Ruhr-Universität Bochum, dem Karlsruher Institut für Technologie, der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule (RWTH) Aachen, der Universität Paderborn, der Leibniz-Universität Hannover, der Universität Stuttgart und der Technischen Universität Berlin.

Mehr Frauen in Führungspositionen

Bosch Rexroth plant, Frauen noch intensiver zu umwerben, zu rekrutieren und zu fördern. „Frauen gehen Herausforderungen auf ihre Weise an, beleuchten Situationen aus einem anderen Blickwinkel und bringen ihre eigene Kreativität und Dynamik mit. Wir setzen daher auf Vielfalt und die richtige Mischung zwischen männlichen und weiblichen Beschäftigten in unseren Teams“, sagt Rendenbach.

Zu den Zielen des Unternehmens gehört unter anderem, mehr Hochschulabsolventinnen einzustellen und den Anteil von Frauen in Führungspositionen zu erhöhen. Derzeit liegt der Frauenanteil des Steuerungs- und Antriebsspezialisten in Deutschland bei rund 16 Prozent. „Damit sind wir noch nicht zufrieden. Wir müssen noch mehr Bewerberinnen für Bosch Rexroth gewinnen, insbesondere in den technischen Fachrichtungen“, erklärt Rendenbach. „Vor allem der Maschinenbau sollte die Zeichen der Zeit erkennen und die Chance nutzen, mehr Frauen zu beschäftigen. Die so entstehende Vielfalt ist eine grundlegende Voraussetzung, damit Maschinenbauunternehmen auch in Zukunft Erfolg haben werden. Daher wird sich der Maschinenbau künftig gezielt und frühzeitig um weiblichen Nachwuchs kümmern müssen. Das bedeutet auch, dass einige Führungskräfte in der Branche ihre Haltung zu den Themen ‚Frauen in der Technik’ und ‚Frauen in Führungspositionen’ überdenken müssen.“

Um mehr Frauen zu gewinnen, bietet Bosch Rexroth bereits viele Teilzeit- und Elternzeitmodelle, einen Elternservice für die Kinderbetreuung und spezielle Seminarreihen. Bereits im siebten Jahr gibt es Mentoringprogramme für Frauen sowie eine enge Vernetzung über interne Netzwerke wie women@bosch, family@bosch und papas@bosch. Darüber hinaus ist das Unternehmen Mitglied bei Femtec, dem Hochschulkarrierezentrum für Frauen in den Ingenieur- und Naturwissenschaften an der Technischen Universität Berlin.

Zugleich setzt Bosch Rexroth weiter auf das Leistungsprinzip: „Für die Besetzung einer Führungsposition ist nicht das Geschlecht ausschlaggebend. Für uns zählen allein die Faktoren Qualifikation, Ausbildung und Erfahrung“, betont Rendenbach. „Daher sind Frauen, die bei Bosch Rexroth arbeiten, auch keine ‚Quotenfrauen’, sondern echte Leistungsträgerinnen.“

Extra-Kasten: Stimmen von Teilnehmerinnen

• „Ich wünsche mir mehr weibliche Vorbilder. Männliche Vorbilder haben wir.“

• „Frauen sollten sich nicht zwischen Kind und Karriere entscheiden müssen.“

• „Frauen sollen ihr Licht nicht unter den Scheffel stellen. Das was ich kann, brauche ich nicht zu verbergen.“

• „Ich bin ein Familienmensch und wünsche mir Familie und Beruf vereinbaren zu können. Von Unternehmen erwarte ich hier Entgegenkommen. Dazu gehören für mich flexible Arbeitszeitmodelle und Angebote zur Kinderbetreuung.“

• „Nicht wir Frauen haben ein Problem. Sondern die männlichen Entscheider“.

Die Bosch Rexroth AG ist einer der weltweit führenden Spezialisten von Antriebs- und Steuerungstechnologien. Für über 500.000 Kunden entstehen unter der Marke Rexroth maßgeschneiderte Lösungen zum Antreiben, Steuern und Bewegen. Bosch Rexroth ist Partner für die Anlagenausrüstung und Fabrikautomation, für mobile Arbeitsmaschinen sowie für die Nutzung regenerativer Energien. Als The Drive & Control Company entwickelt, produziert und vertreibt Bosch Rexroth seine Komponenten und Systeme in über 80 Ländern. Das Unternehmen der Bosch-Gruppe erzielte 2009 mit 34.200 Mitarbeitern einen Umsatz von rund 4,1 Mrd. Euro.

Die Bosch-Gruppe ist ein international führendes Technologie- und Dienstleistungsunternehmen. Mit Kraftfahrzeug- und Industrietechnik sowie Gebrauchsgütern und Gebäudetechnik erwirtschafteten rund 283 500 Mitarbeiter im Geschäftsjahr 2010 nach vorläufigen Zahlen einen Umsatz von 47,3 Milliarden Euro. Die Bosch-Gruppe umfasst die Robert Bosch GmbH und ihre mehr als 300 Tochter- und Regionalgesellschaften in über 60 Ländern; inklusive Vertriebspartner ist Bosch in rund 150 Ländern vertreten. Dieser weltweite Entwicklungs-, Fertigungs- und Vertriebsverbund ist die Voraussetzung für weiteres Wachstum. Im Jahr 2010 gab Bosch rund vier Milliarden Euro für Forschung und Entwicklung aus und meldete über 3800 Patente weltweit an. Mit allen seinen Produkten und Dienstleistungen fördert Bosch die Lebensqualität der Menschen durch innovative und nutzbringende Lösungen.

Mehr Informationen unter www.bosch.de, www.bosch-presse.de