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PI 082-14 Lohr am Main, 22.10.2014

Dezentrale Antriebstechnik für Industrie 4.0

Schaltschranklos und autark: IndraDrive Mi mit vordefinierten Funktionen und offenen Schnittstellen erhöht den Freiheitsgrad für vernetzte Maschinenkonzepte.

IndraDrive Mi von Rexroth: Intelligent und offen für die Vernetzung

Die schaltschranklosen Servoantriebe IndraDrive Mi von Rexroth vereinfachen die Industrie 4.0-fähige Automatisierung durch offene Kommunikationsstandards, vordefinierte Technologiepakete und mit freier Programmierung in Hochsprachen. Open Core Engineering und die integrierte Schnittstellentechnologie Open Core Interface for Drives ermöglicht darüber hinaus den direkten Zugriff auf alle Antriebs-parameter über Hochsprachen-basierte Anwendungen. Damit erfüllen Maschinenhersteller die Forderungen von Endanwendern nach vernetzungsfähigen Maschinen und Anlagen. .

Als Pionier der dezentralen Antriebstechnik hat Rexroth seine über zwanzigjährige Anwendungserfahrung in die Antriebssoftware der IndraDrive-Baureihen einfließen lassen. Die neuen schaltschranklosen IndraDrive Mi-Antriebe verknüpfen die hohe Funktionalität mit einem weiterentwickelten dezentralen Ansatz. Maschinenhersteller können erstmals autarke Module schaltschranklos ausführen und miteinander vernetzen. Das verringert den Aufwand für die Einbindung in flexible Industrie 4.0-Produktionsumgebungen.

Alle Komponenten des Antriebsstrangs sind in der hohen Schutzart IP65 ausgeführt und werden direkt in oder an den Maschinen platziert. Es reicht, den ersten Antrieb mit dem Versorgungsmodul zu verbinden. Bis zu 20 Antriebe können in Reihe per Hybridkabel miteinander verbunden werden. Das reduziert den Verkabelungsaufwand um bis zu 90 Prozent ohne Kompromisse bei der Funktion.

IndraDrive Mi eignet sich mit seinen offenen Schnittstellen besonders für den Einsatz in Maschinentopologien mit horizontaler und vertikaler Vernetzung. Die Antriebe unterstützen über die Multi-Ethernet-Schnittstelle auf einer Hardware alle gängigen Ethernet-basierten Protokolle wie Sercos, ProfiNet, EtherNet/IP und EtherCAT. Via Gateway ist eine Verbindung mit Profibus möglich.

Hohe Funktionalität einfach umsetzen

Die schaltschranklosen Antriebe IndraDrive Mi führen in vernetzten Strukturen ihre Aufgaben autark aus. Neben den Standardfunktionen von Servoantrieben vereinfachen vordefinierte Technologiepakete die Umsetzung. Sie ersetzen aufwändiges Programmieren durch einfaches Parametrieren. So erhöht beispielsweise die Funktion „aktive Schwingungsdämpfung“ die Dynamik von Achsen und verkürzt damit Zykluszeiten. Sie gleicht automatisch Schwankungen von Prozessparametern aus und verhindert Resonanzschwingungen.

Bei neuen vernetzten Wartungskonzepten stellen intelligente Software-Funktionen eine höhere Verfügbarkeit sicher. Die Funktion „Productivity Agent“ für IndraDrive Mi nutzt die Antriebsdaten, um ohne zusätzliche Sensoren mechanischen Verschleiß zu erkennen. Damit kann der Endanwender den Austausch von Maschinenkomponenten einplanen, bevor sie ausfallen und zu einem Maschinenstillstand führen.

Dezentrale Koordination von komplexen Aufgaben

Eine Grundidee von Industrie 4.0 ist die Vernetzung autarker Automatisierungskomponenten und -module, die sich selbstständig in einen veränderbaren Kontext einbinden. Diesen Ansatz können Maschinenhersteller mit dem in den Antrieben integrierten Motion-Logic-System nach IEC 61131-3 schnell umsetzen. Es koordiniert bis zu neun IndraDrive Mi als Slaves in Echtzeit. Damit realisieren Maschinenhersteller komplexe Teilfunktionen von Maschinen einfach und unabhängig von der übergeordneten Steuerung.

Das Open Core Interface for Drives ermöglicht darüber hinaus den direkten Zugriff auf alle Antriebsparameter über Hochsprachen-basierte Anwendungen auf externen Geräten wie PCs. An Stelle von eigens zu erstellenden SPS-Programmen reichen beispielsweise Makros der gängigen Tabellenkalkulationsprogramme aus, um Antriebsdaten wie den Energieverbrauch direkt abzurufen und auszuwerten.

Wirtschaftlich, präzise, sicher und energieeffizient: Antriebs- und Steuerungstechnik von Bosch Rexroth bewegt Maschinen und Anlagen jeder Größenordnung. Das Unternehmen bündelt die weltweiten Anwendungserfahrungen in den Marktsegmenten Mobile Anwendungen, Anlagenbau und Engineering, Fabrikautomation sowie Erneuerbare Energien für die Entwicklung innovativer Komponenten, maßgeschneiderter Systemlösungen und Dienstleistungen. Bosch Rexroth bietet seinen Kunden Hydraulik, Elektrische Antriebe und Steuerungen, Getriebetechnik sowie Linear- und Montagetechnik aus einer Hand. Mit einer Präsenz in mehr als 80 Ländern erwirtschafteten die rund 36.700 Mitarbeiter 2013 einen Umsatz von rund 5,7 Mrd. Euro.

Mehr Informationen unter www.boschrexroth.com

Die Bosch-Gruppe ist ein international führendes Technologie- und Dienstleistungsunter-nehmen und erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2013 mit rund 281 000 Mitarbeitern einen Umsatz von 46,1 Milliarden Euro. (Hinweis: Aufgrund geänderter Bilanzierungs- und Bewer-tungsmethoden sind die Kennzahlen für 2013 mit den früher veröffentlichten Kennzahlen für 2012 nur bedingt vergleichbar). Die Aktivitäten gliedern sich in die vier Unternehmens-bereiche Kraftfahrzeugtechnik, Industrietechnik, Gebrauchsgüter sowie Energie- und Gebäudetechnik. Die Bosch-Gruppe umfasst die Robert Bosch GmbH und ihre rund 360 Tochter- und Regionalgesellschaften in rund 50 Ländern; inklusive Vertriebspartner ist Bosch in rund 150 Ländern vertreten. Dieser weltweite Entwicklungs-, Fertigungs- und Ver-triebsverbund ist die Voraussetzung für weiteres Wachstum. Im Jahr 2013 investierte die Bosch-Gruppe rund 4,5 Milliarden Euro in Forschung und Entwicklung und meldete rund 5 000 Patente an. Das sind durchschnittlich 20 Patente pro Tag. Ziel der Bosch-Gruppe ist es, mit ihren Produkten und Dienstleistungen die Lebensqualität der Menschen durch inno-vative, nutzbringende sowie begeisternde Lösungen zu verbessern und Technik fürs Leben weltweit anzubieten.

Mehr Informationen unter www.bosch.com , www.bosch-presse.de , http://twitter.com/BoschPresse

 

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