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Lohr, 05.11.2014

Bosch Rexroth zukünftig mit schlankeren Strukturen

  • Abbau von bis zu 580 Stellen bis Ende 2016
  • Fokus liegt auf Verwaltung in Lohr
  • Betriebsbedingte Kündigungen sollen vermieden werden
  • Wachstumsinitiativen gestartet

Lohr – Bosch Rexroth will sich zukunftssicher und wettbewerbsfähiger aufstellen. Das Unternehmen setzt daher zurzeit ein Programm zur Effizienzsteigerung um. Als Teil dieses Programms sollen in der Unternehmenszentrale, im Produktbereich Industrieanwendungen sowie im Lohrer Hydraulikwerk die Strukturen verschlankt und Abläufe beschleunigt werden. „Um unsere gute Position im Markt zu verteidigen und künftig weiter auszubauen, müssen wir jetzt die erforderlichen Weichen stellen“, sagte Karl Tragl, Vorstandsvorsitzender von Bosch Rexroth. Denn nach zwei Jahren mit sehr guter Umsatzentwicklung in Folge musste das Unternehmen zuletzt einen deutlichen Umsatzeinbruch verzeichnen. „Einige Märkte, nicht zuletzt auch unser Heimatmarkt Europa, sind weniger kontinuierlich gewachsen als in der Branche erwartet wurde“, so Tragl. „Daher müssen wir unsere Strukturen nun Schritt für Schritt an die tatsächliche Marktentwicklung anpassen.“

Bis Ende 2016 sollen daher insgesamt bis zu 580 Stellen entfallen, vor allem in Verwaltung, Vertrieb, Planung und Entwicklung. Der Großteil davon befindet sich mit rund 520 Stellen am Unternehmenssitz in Lohr, wo die wesentlichen Zentral- und Verwaltungsfunktionen angesiedelt sind. Ein Teil des Stellenabbaus betrifft auch das Lohrer Hydraulikwerk in den Bereichen Industrieventile, Kompakthydraulik und Hydraulikblöcke. Dort soll zum Beispiel die Fertigung von Kleinserien gebündelt werden, die derzeit auf verschiedene Lohrer Werksteile verteilt ist. „Wir ergreifen alle notwendigen Maßnahmen, um für diese Produkte Entwicklung und Fertigung am Standort Lohr halten zu können“, sagte Tragl.

Zukunftsfähigkeit von Bosch Rexroth sichern

Der geplante Stellenabbau soll sozialverträglich erfolgen. Ziel ist, betriebsbedingte Kündigungen zu vermeiden. Für die betroffenen Mitarbeiter werden Weiterbeschäftigungsmöglichkeiten in anderen Bereichen und Standorten der Bosch-Gruppe gesucht. Alternativ sollen Abfindungen und Vorruhestandregelungen angeboten werden. „Die nun eingeleiteten Schritte sind für uns nicht einfach, sie sind aber notwendig. Jetzt geht es darum, alle Beteiligten einzubinden und gemeinsam an der Zukunftsfähigkeit von Bosch Rexroth zu arbeiten“, sagte Rolf-Dieter Amann, Mitglied des Vorstands von Bosch Rexroth und verantwortlich für kaufmännische Aufgaben. Dazu werde man jetzt mit den Arbeitnehmervertretern in Gespräche gehen. Mit ihnen soll ein gemeinsam getragenes Konzept erarbeitet werden.

Initiativen für neues Wachstum gestartet

Als weiteren wichtigen Punkt des umfassenden Effizienzprogramms sollen Wachstumschancen konsequenter als bisher identifiziert und genutzt werden. Dabei will das Unternehmen auf langjährige gute Kundenbeziehungen, die hohe technologische Kompetenz und das tiefe Know-how in den unterschiedlichen Anwendungen und Branchen setzen.

Verschiedene Wachstumsaktivitäten sind bereits gestartet. So wird beispielsweise das weltweite Händlernetz ausgebaut. Auch die Ausweitung des internationalen Projektgeschäftes zeigt bereits Früchte. Die erfolgreiche Rexroth-Beteiligung an Projekten wie einem Spezialschiff von Allseas oder der Sanierung der Bühnentechnik in mehreren europäischen Städten unterstreicht dies.

Zudem wird im Umfeld Industrie 4.0 eine Vielzahl von Produktentwicklungen vorangetrieben, um von den neuen Geschäftsmöglichkeiten zu profitieren. In dem 2014 eröffneten Innovation-Lab in Lohr werden dafür neue Produkte an konkreten Maschinen den Kunden vorgestellt.

Wirtschaftlich, präzise, sicher und energieeffizient: Antriebs- und Steuerungstechnik von Bosch Rexroth bewegt Maschinen und Anlagen jeder Größenordnung. Das Unternehmen bündelt die weltweiten Anwendungserfahrungen in den Marktsegmenten Mobile Anwendungen, Anlagenbau und Engineering, Fabrikautomation sowie Erneuerbare Energien für die Entwicklung innovativer Komponenten, maßgeschneiderter Systemlösungen und Dienstleistungen. Bosch Rexroth bietet seinen Kunden Hydraulik, Elektrische Antriebe und Steuerungen, Getriebetechnik sowie Linear- und Montagetechnik aus einer Hand. Mit einer Präsenz in mehr als 80 Ländern erwirtschafteten die rund 36.700 Mitarbeiter 2013 einen Umsatz von rund 5,7 Mrd. Euro.

Mehr Informationen unter www.boschrexroth.com

Die Bosch-Gruppe ist ein international führendes Technologie- und Dienstleistungsunternehmen und erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2013 mit rund 281 000 Mitarbeitern einen Umsatz von 46,1 Milliarden Euro. (Hinweis: Aufgrund geänderter Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind die Kennzahlen für 2013 mit den früher veröffentlichten Kennzahlen für 2012 nur bedingt vergleichbar). Die Aktivitäten gliedern sich in die vier Unternehmensbereiche Kraftfahrzeugtechnik, Industrietechnik, Gebrauchsgüter sowie Energie- und Gebäudetechnik. Die Bosch-Gruppe umfasst die Robert Bosch GmbH und ihre rund 360 Tochter- und Regionalgesellschaften in rund 50 Ländern; inklusive Vertriebspartner ist Bosch in rund 150 Ländern vertreten. Dieser weltweite Entwicklungs-, Fertigungs- und Vertriebsverbund ist die Voraussetzung für weiteres Wachstum. Im Jahr 2013 investierte die Bosch-Gruppe rund 4,5 Milliarden Euro in Forschung und Entwicklung und meldete rund 5 000 Patente an. Das sind durchschnittlich 20 Patente pro Tag. Ziel der Bosch-Gruppe ist es, mit ihren Produkten und Dienstleistungen die Lebensqualität der Menschen durch innovative, nutzbringende sowie begeisternde Lösungen zu verbessern und Technik fürs Leben weltweit anzubieten.

Mehr Informationen unter www.bosch.com , www.bosch-presse.de , http://twitter.com/BoschPresse

 

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