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PI 004-15 Lohr am Main, 04.02.2015

Mit virtueller Inbetriebnahme schneller zum Ziel

Virtuelle Inbetriebnahme mit Open Core Engineering verkürzt die Engineeringzeiten und senkt Kosten und Risiken für Maschinenhersteller.

Durchgängiges Engineering von Rolle-zu-Rolle-Maschinen mit Open Core Engineering

Flexible Elektronik steht vor dem Durchbruch zur Massenfertigung und zahlreiche Maschinenhersteller arbeiten aktuell an neuen Maschinenkonzepten dafür. Gerade bei der wirtschaftlichen, aber regelungstechnisch komplexen Rolle-zu-Rolle-Verarbeitung ermöglicht die virtuelle Inbetriebnahme eine deutliche Verkürzung der Engineeringzeiten. Gleichzeitig senken Maschinenhersteller damit Kosten und Risiken bei der Inbetriebnahme. Rexroth eröffnet neue Möglichkeiten, mit Open Core Engineering verschiedene Simulationsprogramme einzusetzen.

Bei der klassischen Maschinenherstellung ist die Inbetriebnahme der Maschinensteuerung einer der letzten Arbeitsschritte vor der Übergabe an den Kunden. Treten hier Probleme auf, und müssen womöglich nachträglich konstruktive Änderungen an der Maschine durchgeführt werden, steigen die Kosten exponentiell an und die Zeitpläne geraten unter enormen Druck.

Inbetriebnahme per Software und neue Möglichkeiten des Rapid Control Prototypings reduzieren diese Risiken und verkürzen die Engineeringzeiten. Dabei nehmen Maschinenhersteller parallel zur oder vor der Hardware-Montage die Steuerung bereits virtuell in Betrieb. Die Voraussetzung dafür schafft Rexroth mit Open Core Engineering. Durch die darin integrierte Schnittstellentechnologie Open Core Interface können in verschiedensten virtuellen Entwicklungsumgebungen erstellte Simulationen für eine virtuelle Inbetriebnahme eingesetzt werden. Maschinenanwender nutzen so die Simulation auf einer virtuellen Maschine, bevor die erfolgreich getesteten Programme auf die reale Maschine übertragen werden. So verkürzen sie die Time-to-market.

Das Simulationsprogramm und die Rexroth-Steuerung tauschen per Standard-Ethernet direkt und ohne zusätzlichen SPS-Code alle notwendigen Daten und Befehle für die virtuelle Inbetriebnahme aus. Die Steuerung passt sich der Simulationsgeschwindigkeit an.

Die Simulationen auf dem PC ermöglichen die kostengünstige Optimierung der Steuerungs-Programme. Der direkte Zugriff auf Antriebsparameter über die Hochsprachen-Funktionen bindet die intelligente Servotechnik mit ihren dezentralen Regelungsaufgaben nahtlos in die Simulationen ein. So nutzen Hersteller beispielsweise von OLED-Rolle-zu-Rolle-Maschinen die virtuelle Inbetriebnahme, um den vordefinierten Mehrzonen-Bahnspannungsregler von Rexroth an ihre Konzepte anzupassen oder Bewegungen in Arbeitsräumen zu programmieren. Sie können gefahrlos Fehler simulieren und entsprechende Gegenmaßnahmen ergreifen.

Neben den offen Standards Modelica und FMI unterstützt Rexroth die etablierten Tools MATLAB/Simulink und LabVIEW.

Weitere praktische Möglichkeiten für das durchgängige Engineering mit Open Core Engineering für die Automatisierung präsentiert Rexroth während der LOPEC 2015 auf dem Messestand B0 308 sowie in einem Modul der dr. schwab gmbh in der Demo Line 2015 (B0 307). Während der Messe produziert diese komplette Fertigungslinie, bestehend aus Maschinen und Modulen unterschiedlicher Hersteller, visitenkartengroße Elektrolumineszenz-Folien.

Wirtschaftlich, präzise, sicher und energieeffizient: Antriebs- und Steuerungstechnik von Bosch Rexroth bewegt Maschinen und Anlagen jeder Größenordnung. Das Unternehmen bündelt die weltweiten Anwendungserfahrungen in den Marktsegmenten Mobile Anwendungen, Anlagenbau und Engineering, Fabrikautomation sowie Erneuerbare Energien für die Entwicklung innovativer Komponenten, maßgeschneiderter Systemlösungen und Dienstleistungen. Bosch Rexroth bietet seinen Kunden Hydraulik, Elektrische Antriebe und Steuerungen, Getriebetechnik sowie Linear- und Montagetechnik aus einer Hand. Mit einer Präsenz in mehr als 80 Ländern erwirtschafteten die rund 36.700 Mitarbeiter 2013 einen Umsatz von rund 5,7 Mrd. Euro.

Mehr Informationen unter www.boschrexroth.com

Die Bosch-Gruppe ist ein international führendes Technologie- und Dienstleistungsunternehmen. Sie erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2014 nach vorläufigen Zahlen mit rund 290 000 Mitarbeitern einen Umsatz von 48,9 Milliarden Euro. Die Aktivitäten gliedern sich in die vier Unternehmensbereiche Mobility Solutions, Industrial Technology, Consumer Goods sowie Energy and Building Technology. Die Bosch-Gruppe umfasst die Robert Bosch GmbH und ihre rund 360 Tochter- und Regionalgesellschaften in rund 50 Ländern. Inklusive Vertriebspartner ist Bosch in rund 150 Ländern vertreten. Dieser weltweite Entwicklungs-, Fertigungs- und Vertriebsverbund ist die Voraussetzung für weiteres Wachstum. Im Jahr 2014 meldete Bosch weltweit rund 4 600 Patente an. Strategisches Ziel der Bosch-Gruppe sind Lösungen für das vernetzte Leben. Mit innovativen und begeisternden Produkten und Dienstleistungen verbessert Bosch weltweit die Lebensqualität der Menschen. Bosch bietet Technik fürs Leben.

Mehr Informationen unter www.bosch.com , www.bosch-presse.de , http://twitter.com/BoschPresse

 

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