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Schweinfurt, 25.02.2015

Schweinfurt: Höchste Präzision aus Schweinfurt: Schluss mit dem Ruck

Bosch Rexroth verbessert mit patentierter Lösung die Genauigkeit in der Metallbearbeitung

Bei der Fertigung moderner Automotoren kommt es heute immer häufiger auf tausendstel Millimeter Genauigkeit an. Das erreichen Werkzeugmaschinen durch extrem leistungsfähige Steuerungen und Messsysteme – und durch Entwicklungen von Bosch Rexroth in Schweinfurt. Die neuen Hochpräzisions-Rollenschienenführungen des Spezialisten für Lineartechnik sorgen dafür, dass die Befehle der Steuerung exakt und ohne die geringsten mechanischen Schwankungen ausgeführt werden.

Wer als Heimwerker mit Bohr- und Schleifmaschinen arbeitet, kennt den Effekt: In dem Augenblick, in dem die Maschine mit voller Kraft gegen das Werkstück gedrückt wird, gibt es einen Ruck in den Armen. Es erfordert Übung und Kraft, diesen Ruck auszugleichen, damit das Werkzeug genau an der gewünschten Stelle ansetzt. „Bei hochgenauen Werkzeugmaschinen geht es darum, einen solchen Ruck gar nicht erst entstehen zu lassen, weil er zu minimalen aber entscheidenden Ungenauigkeiten führen kann“, erklärt Mario Kaufmann, Produktmanagement Linearführungen bei Bosch Rexroth in Schweinfurt.

In Werkzeugmaschinen werden die Bohrer, Schleifscheiben oder Fräser mit Führungswagen, die auf einer Profilschiene geführt werden, schnell zum Werkstück gefahren und mit Tonnen schwerer Kraft gegen das Werkstück gepresst. Dabei gibt es bislang auch in Werkzeugmaschinen einen – wenn auch minimalen – Ruck. Das reicht aus, um die heutigen Genauigkeitsanforderungen nicht mehr zu erfüllen. Die Entwickler von Bosch Rexroth in Schweinfurt gaben sich damit nicht zufrieden. Mit Hilfe von Hochleistungscomputern simulierten sie genau, wie die tonnenschweren Kräfte ruckfrei übertragen werden können.

Zwischen Wagen und Schiene gibt es keinen direkten Kontakt. Sie sind durch Stahlrollen verbunden, sogenannte Wälzkörper. „Beim Bewegen rotieren diese Zylinderrollen und die Wagen können nahezu reibungslos hin und her fahren. Doch genau an dieser Stelle können die winzigen Ungenauigkeiten entstehen“, beschreibt Mario Kaufmann das Problem. „Der entscheidende Ansatzpunkt ist das Zusammenspiel von Zylinderrollen und Einlaufzone in dem Augenblick, in dem der Wagen belastet wird.“

An dieser Einlaufzone hat das Entwicklerteam um Carsten Pfeuffer, Entwicklung Lineartechnik Profilschienenführungen bei Bosch Rexroth in Schweinfurt, mehrere patentierte Optimierungen vorgenommen. Die Stahleinlagen passen sich jetzt elastisch an die Betriebslast an. Dadurch laufen die Zylinderrollen harmonisch und ohne impulsartige Belastung in die belastete Zone ein. Das verhindert ein Rucken und andere Ungenauigkeiten im Ablauf in einem bisher nicht erreichbaren Maße.

„Zahlreiche Hochpräzisions-Rollenschienen sind bereits bei unseren Kunden im Einsatz“, hebt Mario Kaufmann hervor. Die Anwender können Schienen und Führungswagen der gleichen Baugröße beliebig kombinieren. Die neuen Rollenwagen RSHP lassen sich auch auf bereits montierten Profilschienen von Rexroth einbauen. „Wir haben Maschinen im Werk Schweinfurt bereits umgerüstet und sind mit der Oberflächenqualität der damit gefertigten Bauteile mehr als zufrieden“, fügt Carsten Pfeuffer hinzu.

Wirtschaftlich, präzise, sicher und energieeffizient: Antriebs- und Steuerungstechnik von Bosch Rexroth bewegt Maschinen und Anlagen jeder Größenordnung. Das Unternehmen bündelt die weltweiten Anwendungserfahrungen in den Marktsegmenten Mobile Anwendungen, Anlagenbau und Engineering, Fabrikautomation sowie Erneuerbare Energien für die Entwicklung innovativer Komponenten, maßgeschneiderter Systemlösungen und Dienstleistungen. Bosch Rexroth bietet seinen Kunden Hydraulik, Elektrische Antriebe und Steuerungen, Getriebetechnik sowie Linear- und Montagetechnik aus einer Hand. Mit einer Präsenz in mehr als 80 Ländern erwirtschafteten die rund 36.700 Mitarbeiter 2013 einen Umsatz von rund 5,7 Mrd. Euro.

Mehr Informationen unter www.boschrexroth.com

Die Bosch-Gruppe ist ein international führendes Technologie- und Dienstleistungsunternehmen und erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2013 mit rund 281 000 Mitarbeitern einen Umsatz von 46,1 Milliarden Euro. (Hinweis: Aufgrund geänderter Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind die Kennzahlen für 2013 mit den früher veröffentlichten Kennzahlen für 2012 nur bedingt vergleichbar). Die Aktivitäten gliedern sich in die vier Unternehmensbereiche Mobility Solutions, Industrial Technology, Consumer Goods sowie Energy and Building Technology. Die Bosch-Gruppe umfasst die Robert Bosch GmbH und ihre rund 360 Tochter- und Regionalgesellschaften in rund 50 Ländern; inklusive Vertriebspartner ist Bosch in rund 150 Ländern vertreten. Dieser weltweite Entwicklungs-, Fertigungs- und Vertriebsverbund ist die Voraussetzung für weiteres Wachstum. Im Jahr 2013 investierte die Bosch-Gruppe rund 4,5 Milliarden Euro in Forschung und Entwicklung und meldete rund 5 000 Patente an. Das sind durchschnittlich 20 Patente pro Tag. Ziel der Bosch-Gruppe ist es, mit ihren Produkten und Dienstleistungen die Lebensqualität der Menschen durch innovative, nutzbringende sowie begeisternde Lösungen zu verbessern und Technik fürs Leben weltweit anzubieten.

Mehr Informationen unter www.bosch.com , www.bosch-presse.de , http://twitter.com/BoschPresse

 

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