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12.05.2015

Kooperation DFKI und Bosch Rexroth: Offene Standards für Industrie 4.0

Prof. Detlef Zühlke, Vorstandsvorsitzender der SmartFactoryKL-Initiative und Forschungsbereichsleiter am DFKI, und Dr. Thomas Bürger, Bereichsleiter Entwicklung Automationssysteme bei Bosch Rexroth.

Höhere Flexibilität und gesteigerte Verfügbarkeit im Umfeld von Industrie 4.0

Die Technologie-Initiative SmartFactory KL e.V. und Bosch Rexroth arbeiten intensiv zusammen, um die praktische Umsetzung der vernetzten Fabrik weiter voranzutreiben. Ein wesentlicher Aspekt ist die Weiterentwicklung der weltweit ersten, herstellerübergreifenden Industrie 4.0 Demonstrationsanlage. In dieser intelligenten Fertigungsanlage demonstrieren 16 Partner, wie sich Industrie 4.0 praktisch umsetzen lässt. Ziel ist es unter anderem, durch die Entwicklung und Umsetzung von herstellerübergreifenden Konzepten offene Standards in serviceorientieren Architekturen zu etablieren.

Die SmartFactoryKL ist eine herstellerunabhängige Demonstrations- und Forschungsplattformplattform, auf der die Ideen von Industrie 4.0 in die Realität überführt werden. Hier arbeiten Wissenschaftler und Entwickler seit mittlerweile zehn Jahren an den Grundlagen für die horizontal und vertikal vernetzte Produktion. Bosch Rexroth beteiligt sich schon seit mehreren Jahren an der Übertragung der Forschungsarbeiten in die Praxis.

Aktuell arbeiten die Wissenschaftler und Entwickler verschiedener Unternehmen an der Umsetzung einer modularen Fertigung basierend auf offenen Standards und serviceorientierten Architekturen (SOA). Der Einsatz offener Standards, wie zum Beispiel OPC UA und MQTT, ermöglicht das Zusammenspiel zwischen Komponenten unterschiedlicher Hersteller. Maschinenbauer können dadurch modulare Maschinenkonzepte realisieren. Durch den modularen Aufbau von Softwarekomponenten mittels SOA können Dienste von Maschinen besser ausgetauscht, gewartet und erweitert. Für den Endanwender bedeutet das zum Beispiel eine flexiblere Umsetzung technischer Prozesse innerhalb der Maschine oder eine leichtere Ankopplung zusätzlicher Geschäftsprozesse, wie die Auswertung von Maschinendaten für vorbeugende Wartung. Diese Entwicklungen bilden die Basis um aus Industrie 4.0 neue Geschäftsmodelle zu entwickeln.

In einer Industrie-4.0-fähigen Fertigungsanlage, die auch auf der Hannover Messe ausgestellt wurde, werden die Ergebnisse dieses Projekts demonstriert und angewandt. Sie besteht aus intelligenten Produktionsmodulen verschiedener Hersteller mit unterschiedlichen Steuerungen. Die Anlage dient nicht nur als Demonstrationsplattform, sondern fungiert auch als Testumgebung für neue Technologien, Steuerungsarchitekturen und Komponenten, die von verschiedenen Partnern integriert, getestet und weiterentwickelt werden. Bosch Rexroth ist am Federeinsetzen-Modul und am Wägemodul der Anlage beteiligt. Über Open Core Engineering vereinfacht Bosch Rexroth die horizontale und vertikale Vernetzung. Es erschließt die Funktionsbreite von Smart Devices für die Inbetriebnahme, Bedienung und Diagnose bis hin zur Integration in IT-Prozesse. 2015 wurde das Federeinsetzen-Modul um die Business Rules Management-Komponente der Bosch IoT Suite erweitert. Basierend auf Open Core Engineering ist die Verknüpfung von Maschinenereignissen und IT-Prozessen mittels Regeln und Diensten möglich. Die Ergebnisse können am Modul über ein Multitouch-Display abgerufen werden.

Wirtschaftlich, präzise, sicher und energieeffizient: Antriebs- und Steuerungstechnik von Bosch Rexroth bewegt Maschinen und Anlagen jeder Größenordnung. Das Unternehmen bündelt die weltweiten Anwendungserfahrungen in den Marktsegmenten Mobile Anwendungen, Anlagenbau und Engineering, Fabrikautomation sowie Erneuerbare Energien für die Entwicklung innovativer Komponenten, maßgeschneiderter Systemlösungen und Dienstleistungen. Bosch Rexroth bietet seinen Kunden Hydraulik, Elektrische Antriebe und Steuerungen, Getriebetechnik sowie Linear- und Montagetechnik aus einer Hand. Mit einer Präsenz in mehr als 80 Ländern erwirtschafteten die über 33.700 Mitarbeiter 2014 einen Umsatz von rund 5,6 Mrd. Euro.

Mehr Informationen unter www.boschrexroth.com

Die Bosch-Gruppe ist ein international führendes Technologie- und Dienstleistungsunternehmen mit weltweit rund 360 000 Mitarbeitern (Stand: 01.04.2015). Sie erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2014 einen Umsatz von 49 Milliarden Euro*. Die Aktivitäten gliedern sich in die vier Unternehmensbereiche Mobility Solutions, Industrial Technology, Consumer Goods sowie Energy and Building Technology. Die Bosch-Gruppe umfasst die Robert Bosch GmbH und ihre rund 440 Tochter- und Regionalgesellschaften in rund 60 Ländern. Inklusive Handels- und Dienstleistungspartnern ist Bosch in rund 150 Ländern vertreten. Dieser weltweite Entwicklungs-, Fertigungs- und Vertriebsverbund ist die Voraussetzung für weiteres Wachstum. Im Jahr 2014 meldete Bosch weltweit rund 4 600 Patente an. Strategisches Ziel der Bosch-Gruppe sind Lösungen für das vernetzte Leben. Mit innovativen und begeisternden Produkten und Dienstleistungen verbessert Bosch weltweit die Lebensqualität der Menschen. Bosch bietet „Technik fürs Leben“.

Mehr Informationen unter www.bosch.com , www.bosch-presse.de , http://twitter.com/BoschPresse .

*Im Umsatzausweis 2014 sind die zwischenzeitlich komplett übernommenen bisherigen Gemeinschaftsunternehmen BSH Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH (heute: BSH Hausgeräte GmbH) und ZF Lenksysteme GmbH (heute: Robert Bosch Automotive Steering GmbH) nicht enthalten.

SmartFactoryKL ist Wegbereiter der intelligenten Fabrik von morgen. Als führendes Kompetenzzentrum und herstellerunabhängige Demonstrations- und Forschungsplattform entwickelt SmartFactoryKL innovative Fabriksysteme, in denen die Vision von Industrie 4.0 jetzt schon Realität wird. In einem Netzwerk mit renommierten Partnern aus Industrie und Forschung arbeitet die Plattform hierzu an neuen Konzepten, Standards und Lösungen, die die Grundlage für eine hochflexible Automatisierungstechnik bilden. So verfügt SmartFactoryKL bereits heute über die weltweit erste herstellerübergreifende Industrie 4.0-Anlage.

Mehr Informationen unter http://www.smartfactory-kl.de/

 

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johanna.rauch@boschrexroth.de




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