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, 11.04.2017

Kein Respekt vor Extremen: Sieben Rekorde mit Hydraulik

Ekofisk (Bosch Rexroth AG)

Kraft, Drehmoment, Robustheit: Diese physikalischen Vorteile sind in vielen Anwendungen alte und immer wieder neue Argumente für den Einsatz von Hydraulik. Dabei verblüfft Hydraulik seit Jahrzehnten immer wieder, wenn es um die Grenzen des technisch Möglichen geht. Hier sieben Beispiele wie die Fluidtechnologie sicher, präzise und bei Bedarf auch leise riesige Massen bewegt, für die Raumfahrt und am Meeresgrund funktioniert, Stahl auf den Millimeter genau verformt und tonnenweise Treibstoff spart.

Mitte der Achtziger Jahre des letzten Jahrhunderts kündigt sich Unheil in der Nordsee an: Die miteinander verbundenen Plattformen des norwegischen Öl- und Gasfelds Ekofisk drohen im Meer zu verschwinden. Ein internationales Team mit Offshore-Spezialisten von Rexroth hat eine kühne Idee. Sie befestigen 122 Hydrozylinder an den Pfeilern der Inseln und stemmen die 40.000 Tonnen schwere Plattform um 6,5 Meter nach oben. Der drohende Untergang ist verhindert und Ekofisk fördert bis heute Erdöl und Erdgas.

Die größten Richtanlagen für Stahlwerke von MAE Götzen richten 30 Meter lange und 80 cm dicke Walzen aus massivem Stahl. Dazu drückt Hydraulik mit bis zu 25.000kN auf den Stahl. Das entspricht der Schubkraft von einhundert Düsentriebwerken für Verkehrsflugzeuge. Trotz der hohen Kräfte korrigiert die Anlage Krümmungen feinfühlig auf unter 0,1mm Abweichung.

Mit Hydraulikzylindern von Bosch Rexroth betätigte Verschlüsse regeln den Wasserhaushalt der Schleusen des erweiterten Panama-Kanals. Obwohl die neuen Schleusen erheblich größer sind als die bisherigen, verbrauchen sie bei jeder Schleusung weniger Frischwasser. Jeder Schleuse sind drei Wassersparbecken zugeordnet, die 60 Prozent des eingespeisten Wassers für den nächsten Vorgang wiederverwerten.

Insgesamt 156 Hydraulikaggregate nahm das internationale Spezialistenteam von Bosch Rexroth 2016 teilweise gleichzeitig an der Atlantik- und der Pazifik-Küste in Betrieb.

Auch für die Raumfahrt kommt Hydraulik zum Einsatz, so zum Beispiel, wenn die Nasa-Mission Juno einige der bestgehüteten Geheimnisse des Jupiters erkundet. Eine ununterbrochene Kommunikation mit der Raumsonde wird durch die Bodenstationen des Deep Space Network (DSN) der NASA gewährleistet. Die drei 70-Meter-Parabolantennen befinden sich über die Erde verteilt an strategischen Orten, empfangen Daten und Bilder und senden Steuerbefehle an Juno. Hochleistungs-Hydraulikmotoren von Bosch Rexroth ermöglichen die Feinpositionierung dieser Antennen.

Die Erkundung und Erschließung von Metallen, Erdöl und Erdgas, aber auch die Erzeugung erneuerbarer Energien oder das Verlegen von Kabeln für das Internet oder für Offshore-Wind-Parks erfordern Arbeiten in den Tiefen der Ozeane. Solche Unterwasser-Arbeiten verlangen komplexe und hochtechnologische Systeme. Dabei kommt ein breites Spektrum an elektrohydraulischen Systemen zum Einsatz. Standard-Hydrauliksysteme, die eigentlich für den Einsatz an Land entwickelt wurden, können nach der richtigen Anpassung auch dem großen Druck den korrosiven Umgebungsbedingungen in unterschiedlichen Meerestiefen standhalten und effizient arbeiten.

Frachtschiffe verbrauchen je nach Größe und Geschwindigkeit zwischen 100 und 350 Tonnen Treibstoff pro Tag. Das entspricht dem Verbrauch von mehr als 30.000 Autos auf 100 Kilometer. Mitsui Engineering & Shipbuilding Co. Ltd. (MES) hat gemeinsam mit Bosch das Turbo Hydraulic System (THS) für Großmotoren entwickelt. Es reduziert den Treibstoffverbrauch je nach Motorlast um bis zu vier Prozent. Das entspricht einer Einsparung von bis zu zwölf Tonnen pro Tag und Schiff.

Gegründet 1776, zur Zeit Katharinas der Großen, war das Bolschoi schon immer ein Haus der Superlative. Nach der 2011 abgeschlossenen Generalsanierung beeindrucken heute vor allem die sieben große Bühnenpodien: Jedes Podium hat zwei Ebenen und ist 22 Meter lang, drei Meter breit und zehn Meter hoch. Das Eigengewicht jedes Podiums liegt bei rund 70 Tonnen. Hydraulische Antriebe bewegen sie ruckfrei mit bis zu 0,7 Metern pro Sekunde über einen Hub von 16 Metern auf- und abwärts. Und von all dem ist im Zuschauerraum nichts zu hören: Das Hydraulikaggregat ist nicht nur sehr leise, Rexroth hat es zusätzlich in maximaler Entfernung zum Publikum am niedrigsten Punkt des Kellers platziert.

Wirtschaftlich, präzise, sicher und energieeffizient: Antriebs- und Steuerungstechnik von Bosch Rexroth bewegt Maschinen und Anlagen jeder Größenordnung. Das Unternehmen bündelt die weltweiten Anwendungserfahrungen in den Marktsegmenten Mobile Anwendungen, Anlagenbau und Engineering sowie Fabrikautomation für die Entwicklung innovativer Komponenten, maßgeschneiderter Systemlösungen und Dienstleistungen. Bosch Rexroth bietet seinen Kunden Hydraulik, Elektrische Antriebe und Steuerungen, Getriebetechnik sowie Linear- und Montagetechnik aus einer Hand. Mit einer Präsenz in mehr als 80 Ländern erwirtschafteten die über 31.100 Mitarbeiter 2015 einen Umsatz von rund 5,4 Mrd. Euro.

Mehr Informationen unter www.boschrexroth.com

Die Bosch-Gruppe ist ein international führendes Technologie- und Dienstleistungsunternehmen mit weltweit rund 390 000 Mitarbeitern (Stand: 31.12.2016). Sie erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2016 nach vorläufigen Zahlen einen Umsatz von 73,1 Milliarden Euro. Die Aktivitäten gliedern sich in die vier Unternehmensbereiche Mobility Solutions, Industrial Technology, Consumer Goods sowie Energy and Building Technology. Als führender Anbieter im Internet der Dinge (IoT) bietet Bosch innovative Lösungen für Smart Home, Smart City, Connected Mobility und Industrie 4.0. Mit seiner Kompetenz in Sensorik, Software und Services sowie der eigenen IoT Cloud ist das Unternehmen in der Lage, seinen Kunden vernetzte und domänenübergreifende Lösungen aus einer Hand anzubieten. Strategisches Ziel der Bosch-Gruppe sind Lösungen für das vernetzte Leben. Mit innovativen und begeisternden Produkten und Dienstleistungen verbessert Bosch weltweit die Lebensqualität der Menschen. Bosch bietet „Technik fürs Leben“. Die Bosch-Gruppe umfasst die Robert Bosch GmbH und ihre rund 450 Tochter- und Regionalgesellschaften in rund 60 Ländern. Inklusive Handels- und Dienstleistungspartnern erstreckt sich der weltweite Fertigungs-, Entwicklungs- und Vertriebsverbund von Bosch über fast alle Länder der Welt. Basis für künftiges Wachstum ist die Innovationskraft des Unternehmens. Bosch beschäftigt weltweit 59 000 Mitarbeiter in Forschung und Entwicklung an 120 Standorten.

Mehr Informationen unter www.bosch.com , www.iot.bosch.com , www.bosch-presse.de , www.twitter.com/BoschPresse

 

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susanne.herzlieb@boschrexroth.de




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