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5 Punkte für eine erfolgreiche Datenerfassung in Bau- und Landmaschinen
5 Punkte für eine erfolgreiche Datenerfassung in Bau- und Landmaschinen
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5 Punkte für eine erfolgreiche Datenerfassung in Bau- und Landmaschinen

Telematik-Lösungen für Bau- und Landmaschinen sind nur so gut wie ihr schwächstes Glied. Diese 5 Punkte sollten Off-Highway-Player bei der Datenerfassung beachten.

Wer Fahrzeugdaten für Flottenmanager, Lohnunternehmen oder Supportkräfte aufbereiten möchte, muss sie zunächst erfassen. Hier am Startpunkt der Informationskette entscheidet sich bereits, wie effizient und zukunftssicher die gesamte Telematik-Lösung wird. Deshalb bildet die Telematics Control Unit den ersten Punkt unserer Checkliste.

Zukunftssicheres Fundament

1. Wie lege ich ein zukunftssicheres Fundament?

Im Grunde besteht die Aufgabe einer Telematics Control Unit, kurz: TCU, darin, Daten im Fahrzeug zu sammeln und sicher in die Cloud zu transferieren. Die Telematik-Hardware muss robust sein, damit sie mit den rauen Einsatzbedingungen von Landtechnik, Baumaschinen und anderen Off-Highway-Fahrzeugen zurechtkommt. Gleichzeitig muss die TCU aber auch technologisch fit für alle künftigen IoT-Aufgaben sein und sich over-the-Air managen lassen. Connectivity-seitig sollte sie nicht auf die Datenerfassung vom CAN­BUS beschränkt sein, sondern auch Ethernet, WLAN und I/O unterstützen.

Damit die TCU vom Fleck weg alle technologischen Voraussetzungen für künftige IoT-Services und Remote­Dienste erfüllt, benötigt sie eine prozessorbasierte Hardware sowie ein schlankes, nicht-proprietäres Betriebssystem wie Linux. Darauf läuft in getrennten Schichten die Device-Software. Der Vorteil dieser Architektur liegt auf der Hand: Zum einen lassen sich einzelne Software-Bausteine ergänzen, austauschen und aktualisieren, zum anderen lässt sich auch die Hardware problemlos tauschen. Anlässe hierfür kommen spätestens mit der nächsten Abkündigung eines Mobilfunkstandards.

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2. Wie erfasse und übertrage ich richtig?

Flottenmanager brauchen andere Informationen als das Werkstattpersonal. Der Kundendienst und die Entwicklungsabteilung müssen tief in die Maschine und ihre Systeme blicken können. Um all diese Anforderungen mit derselben Telematik-Lösung abzudecken, sind die verschiedenen Fahrzeugdaten mit variabler Sampling­Rate abzutasten – Öltemperatur und Tankfühler etwa jede Minute, Hydraulikdrücke bis zu 1.000 Mal pro Sekunde. Spätestens hier ist ohne ausreichend TCU-eigener Rechenkapazität Schluss. Denn nur so lassen sich Datenströme mit 1 Mbit/s und mehr über den meist auf 500kbit/s limitierten CAN­BUS bereitstellen. Und dann müssen die Daten noch in die Cloud – auch bei schlechtem Netz und nach einer längeren Fahrt im Funkloch. Auch dafür braucht es interne Rechen- und Speicherkapazität, Apps und Algorithmen.

Datenströme

Mithilfe der Rexroth Connectivity Unit RCU lassen sich Datenströme gezielt auswählen und bedarfsgerecht konfigurieren, sodass sie sich mithilfe von Edge-Computing vorfiltern, vorverarbeiten und bandbreitenoptimiert übertragen lassen.

3. Wie schütze ich mein Know-how?

Eine übertragbare Devices-Software hat aber noch einen weiteren Vorteil: Der Hersteller kann sie nicht nur in Eigenregie verwalten und aktualisieren, sondern auch nach Belieben um spezifische Softwarebausteine erweitern, beispielsweise um herstellerspezifische Algorithmen für Edge-Analytics. Die Device-Software der Rexroth Connectivity Unit bietet OEMs dafür einen geschützten Bereich. Dank der konsequenten Unterstützung von Standardschnittstellen können sie kosteneffizient in den gängigen Programmiersprachen erstellt werden. So bleibt der Freiheitsgrad groß, das Know-how geschützt und die Portierbarkeit im Falle eines Hardware-Wechsels gewährleistet.

IOT

4. Wie senke ich den Verwaltungsaufwand?

Die Verwaltung einer Telematik-Infrastruktur kann einem schnell über den Kopf wachsen, wenn sich Gerätefirmware und Device-Software im Fahrzeug nicht effizient verwalten und over-the-Air aktualisieren lassen (FOTA / SOTA). Dem Device-Management kommt folglich eine weitere Schlüsselstellung innerhalb der Telematik-Lösung zu. Um zu verhindern, dass der Administrationsaufwand mit jedem weiteren Fahrzeug, mit jeder Gerätegeneration und mit jeder neuen Softwareversion proportional anschwillt, muss das Device-Management jede einzelne Phase des Lebenszyklus optimieren – von der Vorbereitung bis zur Außerbetriebnahme. Eine unwirtschaftliche Lösung ohne Device-Monitoring, Kampagnenmanagement-Funktionen und Tools für Software und Firmware-Updates kann sich kein Anbieter auf Dauer leisten. Wer zu Beginn die Weichen richtig stellt, spart sich später Ärger, Arbeit und Kosten.

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5. Wie beschleunige ich den Markteintritt?

Sind Device Connectivity und Management geklärt, folgt die Kür: das Datenmanagement. Jetzt tauchen die Fahrzeugdaten zielgruppengerecht aufbereitet an der Oberfläche auf, werden visualisiert und an nutzerspezifische Portale weitergeleitet. Flottenmanager und Werkstätten brauchen ein Kundenportal, der Kundendienst ein Service-Portal, jeweils mit passenden Dashboards. Für deren Aufbau stellt sich erneut die Frage: selbst programmieren, programmieren lassen oder lieber vorgefertigte Bausteine anpassen? Um dem Anbieter die freie Wahl zu überlassen, sollte eine offene Telematik-Lösung alle Wege ebnen. Innerhalb des BODAS Connect Ökosystems ist dies möglich, da Device- und Datenmanagement logisch voneinander getrennt sind.

Für die Nutzung eines Komplettpakets inklusive Datenmanagement spricht vor allem die Time-to-Market. Denn die Anforderungen an das Datenmanagement sind angesichts der vielen Besonderheiten im Off-Highway-Sektor recht komplex, was sich unter anderem schnell bei den Themen Datenspeicherung, Speicherkosten, Analytics und Cloud­to­Cloud­Kommunikation zeigt. Um dennoch schnell mit einem eigenen IoT-Angebot an den Start gehen zu können, bietet Bosch Rexroth neben dem Basisangebot BODAS Connect Device Connectivity auch die Ende­zu­Ende-Telematik­Lösung BODAS Connect All-in-one-Connectivity an. Neben den Bausteinen Connectivity, Edge­Analytics und Device­Management umfasst diese auch ein Modul Data-Management. Dessen konfigurierbare Bausteine und Datenschnittstellen erlauben unter anderem einen schnellen Aufbau individueller Frontends im firmeneigenen Look&Feel. So erhalten sich OEMs bei einem hohem Standardisierungslevel einen hohen Freiheitsgrad für die Ausgestaltung ihres Angebots und sparen gleichzeitig Zeit beim Markteintritt.

Ende­zu­Ende-Telematik­Lösung BODAS Connect All-in-one-Connectivity

Drag&Drop: Erstellung von Dashboards über vorkonfigurierte, anpassbare Bausteine.

Wer schnell und zukunftssicher in das Thema Telematik einsteigen oder umsteigen möchte, benötigt eine flexible, modulare und standardbasierte Lösung, die alle erfolgskritischen Punkte entlang der Informationskette berücksichtigt. Mit der richtigen Wahl lassen sich technologische Sackgassen und wirtschaftliche Schlaglöcher entlang der strategischen Marschroute lässig umfahren, während die eigene Marktposition durch attraktive IoT-Services gestärkt wird.

Sie möchten gerne ein- oder umsteigen? Testen Sie unsere BODAS Connect Starter Kits

Dr. Christian Grabe

ist Business Owner Project Digital Business Mobile Hydraulics bei Bosch Rexroth in Stuttgart. Christian verfügt über mehr als 15 Jahre Erfahrung in der Entwicklung von Systemen für Off-Highway-Maschinen und Embedded Software. In seiner Position erarbeitet er neue Geschäftskonzepte und digitale Produkte im Bereich der vernetzten Off-Highway-Maschinen.

Dr. Christian Grabe