Wandelbarer Strom

Marginale Spalte

März 2012

 

Ein chinesischer Energiekonzern setzt bei der Endkontrolle von Stromzählern auf eine individuelle Lösung aus dem TS 2plus Baukasten.

 
 

Intelligente Stromnetze verlangen nach intelligenten Stromzählern – so einfach ist die Gleichung für die State Grid Corporation of China (SGCC). Der chinesische Energiekonzern ist für den Großteil des Netzbetriebs im Reich der Mitte zuständig und lässt die Zähler von einer Tochterfirma bauen – der Bedarf ist riesig. Vor allem die Prüflinie für die Geräte stellt hohe Anforderungen: viele Arbeitsstationen, die das Werkstück auf engem Raum anfahren muss, und viele Messpunkte an allen vier Seiten des Zählers selbst.

Wie ein Baukasten

Der Energiekonzern setzt für die komplexe Aufgabe auf ein einfaches wie effizientes Werkzeug: das Transfersystem TS 2plus. Es besteht aus Standardelementen, die individuell nach Kundenbedürfnissen miteinander kombiniert werden können. „Wie bei einem Baukastenset können wir mit wenigen Grundelementen sehr viele Transportmöglichkeiten realisieren“, erklärt Steven Yu, Manager für Montagetechnik bei Bosch Rexroth in China. So passt das TS 2plus mit dem komplexen Layout der Stromzählerprüflinie, die unter anderem zahlreiche Kurven beinhaltet, problemlos auf eine kompakte Grundfläche.

Das Baukastenprinzip bringt dem Unternehmen viele weitere Vorteile: Serienmäßig produzierte Standardkomponenten haben eine gleichmäßig hohe Qualität, lassen sich schnell und preiswert austauschen und erlauben eine große Flexibilität. Deshalb ließ sich das TS 2plus auch sehr gut in die bestehenden Prüfstationen integrieren.

So müssen beispielsweise im Verlauf der Kontrolle sämtliche Lötstellen im Zähler geprüft werden – und die liegen an allen vier Seiten. Für diese spezielle Anforderung hat Rexroth ein offenes Werkstückträgersystem entwickelt. Das erlaubt dem Messgerät direkten Zugriff auf alle Lötstellen, ohne dass dazu Zähler oder Werkstückträger gedreht werden müssen. Eine große Vereinfachung des Prüfablaufs.

Tür statt Brücke

Weitere gut durchdachte Konstruktionsdetails zeugen von einer auf die Kundenbedürfnisse zugeschnittenen Lösung: Im laufenden Betrieb muss der Bediener auch von der inneren Seite des Transportsystems auf den Stromzähler zugreifen können. Dies ermöglicht eine vertikal schwenkbare Bandstrecke.

Dabei wird die Prüflinie nur bei Bedarf kurz gestoppt, die Bandstrecke geöffnet und nach Eintreten des Bedieners die Prüflinie wieder gestartet. Das ist nicht nur komfortabel, sondern spart auch Platz, der andernfalls durch eine Brückenkonstruktion verloren gegangen wäre. Intelligente Stromzähler verlangen eben intelligente Lösungen.