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Überwachung des ActiveShuttle AMR in der Werkshalle
Überwachung des ActiveShuttle AMR in der Werkshalle
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Shuttle Service – Von der Quelle bis zum Ziel

Eine der zentralen Aufgaben der Intralogistik besteht darin, den Materialfluss von der Quelle bis zum Ziel und damit zur Verwendungsstelle zu optimieren. Denn je effizienter der Materialfluss ist, desto geringer ist der Bestand, der für die Produktion bereitgehalten werden muss, und damit auch die Menge des gebundenen Kapitals. Mit dem ActiveShuttle haben wir ein fahrerloses Transportsystem (AMR) entwickelt, das die Intralogistik effizienter gestalten, die Bestände verringern und die Zwischenlager entlasten soll.

Victor Robertus erklärt, wie das ActiveShuttle funktioniert

In unserem Robotik-Webcast erklärt Victor Robertus, wie das ActiveShuttle die Effizienz in der Intralogistik steigert und wie einfach es zu bedienen ist.

In der Regel erfolgt der Transport in der Intralogistik noch immer manuell, sei es einzeln oder in Milk-Runs. Bei den meisten Intralogistikkonzepten steht die kontinuierliche Versorgung der Arbeitsplätze mit dem benötigten Material im Mittelpunkt. Darum unterhalten die meisten Fabriken zusätzlich zum Zentrallager kleinere Lager in der Nähe Produktionstätten, die als Puffer dienen – was wiederum zu höheren Beständen führt. Mit dem ActiveShuttle haben wir ein fahrerloses Transportsystem (autonomer mobiler Roboter, AMR) entwickelt, das die Intralogistik effizienter gestalten, die Bestände verringern und die Zwischenlager entlasten soll. Es sorgt für den rechtzeitigen und automatisierten Nachschub am Montageband.

Ein bekanntes Konzept ist die schlanke Bereitstellung von Bauteilen und Baugruppen mittels Routenzug. Dieses Verfahren weist allerdings eine Reihe von Nachteilen auf. Erstens kann das halbautomatische oder manuelle Be- und Entladen der Routenzüge dazu führen, dass vorhandene Kapazitäten nicht voll ausgenutzt werden. Zweitens kann durch den Warentransport das Unfallrisiko für Menschen und andere Transportsysteme steigen. Der Transportbedarf muss häufig manuell erfasst werden, was zu einem verlangsamten Nachschub und Fehler bei der Auslieferung von Teilen führen kann. In diesem Fall werden Anfragen an ein ERP-System nicht oder nur verzögert gesendet. Ein zentrales Problem ist die rechtzeitige Meldung des Bedarfs an das Lager, um den rechtzeitigen Nachschub an die Montagelinien zu gewährleisten.

So sieht der Einsatz in der Praxis aus: Das ActiveShuttle erhält einen Transportauftrag und fährt die Kommissionierstation im Zentrallager an. Dort holt es einen mit Kleinladungsträgern bestückten Bodenroller ab und transportiert ihn direkt an seinen Zielort, z.B. ein Warenregal im Supermarkt oder eine Arbeitsstation. Auf dem Rückweg transportiert das ActiveShuttle leere oder mit verarbeiteten Teilen gefüllte Behälter zum nächsten Zielort.

Dank der Unterstützung durch unseren Locator, eine Softwarekomponente für die zuverlässige Lokalisierung und Orientierung, findet sich das ActiveShuttle in jeder natürlichen Umgebung zurecht. Für die Inbetriebnahme sind weder Änderungen an der Infrastruktur noch besonderes Fachwissen erforderlich – eine manuell gesteuerte Rundfahrt durch die Anlage genügt. Bei dieser ersten Fahrt erstellt das ActiveShuttle eine Karte seiner Umgebung, die im Fahrzeug selbst oder auf einem Server gespeichert wird. Diese Karte kann von mehreren eingesetzten Fahrzeugen genutzt werden, die so in der Lage sind, ihren Standort sofort und ohne jedes Vorwissen zuverlässig zu bestimmen. Wenn ein Fahrzeug eine Veränderung in der Umgebung erkennt, weil beispielsweise eine neue Lagerfläche eingerichtet wurde, übermittelt es diese Information an den Server, der die Karte automatisch aktualisiert und an alle anderen Fahrzeuge der Flotte weiterleitet. Fahrzeuge, die zu einem späteren Zeitpunkt in die Flotte aufgenommen werden, rufen die Daten während der Inbetriebnahme mit dem Locator beim Server ab und können sofort mit der Arbeit beginnen.

Das ActiveShuttle Management System ist für die Koordination der ActiveShuttles, das Live-Mapping und die Zuteilung der einzelnen Transportaufträge zuständig. Über offene Standards kommuniziert es mit allen gängigen Warenwirtschaftssystemen oder der Software des Unternehmens.

Das ActiveShuttle lässt sich relativ einfach mit seiner Umgebung vertraut machen und steuern. Der Operator öffnet mit einem beliebigen Endgerät die intuitive webbasierte Benutzeroberfläche, die eine standardmäßige Menüstruktur aufweist. Über das Startmenü leitet er die Orientierungsfahrt ein und verbindet das Fahrzeug mit dem ActiveShuttle Management System. Hierfür sind keine Programmierkenntnisse nötig.

Im täglichen Betrieb läuft alles automatisch. Die Mitarbeiter der Intralogistik können von ihrem Arbeitsplatz aus auf Auswertungen einzelner Fahrzeuge oder der gesamten Flotte zugreifen. Dank Live-Mapping haben sie jederzeit den vollen Überblick und können jeden einzelnen Transportauftrag in allen Einzelheiten nachvollziehen.

Möchten Sie mehr erfahren? Hier finden Sie unseren Robotics-Webcast .