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Himanshu Trivedi
Himanshu Trivedi
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Was bewegt Sie um 7:51 Uhr?

Wir halten die Welt mit modernster hydraulischer Antriebs- und Steuerungstechnik in Bewegung, doch ohne den täglichen Einsatz der Menschen hier bei Bosch Rexroth wäre das niemals möglich. Deshalb möchten wir Ihnen einen Einblick geben, was die Menschen motiviert, die sich jeden Morgen bei Bosch Rexroth in ganz unterschiedlichen Funktionen an die Arbeit machen. Ihr Engagement verleiht dem Motto ‚We move. You win’ eine ganz neue Bedeutung.

Ich begrüße heute Dr. Himanshu Trivedi, Leitung Qualitätsmanagement und HSE. Was ist Ihre Aufgabe bei Bosch Rexroth und wie sieht ein normaler Tag bei Ihnen aus?

Ich arbeite seit 2019 bei Bosch Rexroth in Deutschland. Seit Anfang dieses Jahres trage ich weltweite Verantwortung als Leiter der Bereiche Qualitätsmanagement (QM) und Gesundheit, Sicherheit und Umwelt (HSE). In dieser Funktion leite ich ein globales Team von Qualitätsmanagern, die in unseren Organisationseinheiten und an unseren Standorten weltweit für die Qualität zuständig sind.

Mein Tag beginnt früh um 5 Uhr mit der Planung und Organisation meiner Arbeit und meiner Termine. Dabei plane ich meine Prioritäten anhand der Anforderungen des Unternehmens und der Stakeholder. Außerdem verbringe ich gerade am Morgen gerne Zeit damit, etwas zu lesen und zu lernen. Meine Geschäftstermine beginnen um 8 Uhr und können an einem normalen Tag je nach Thema bis um 18 Uhr dauern. Abends nehme ich mir dann die Zeit, geschäftliche Themen aufzuarbeiten und mir zu notieren, was den Tag über gut gelaufen ist und was verbessert werden muss. Ich glaube fest an regelmäßige Selbstreflexion und kurze Eigenfeedbackschleifen.

Was war Ihr erster Anreiz, sich für eine Tätigkeit beim weltweit größten Hersteller von Antriebs- und Steuerungstechnik zu interessieren?

Bosch Rexroth ist ein internationales Unternehmen und als marktführender Anbieter von Technologie- und Qualitätsprodukten bekannt. Wir haben eine vielseitige Produktpalette und einen großen, weltweiten Kundenstamm. Für mich ist es immer inspirierend festzustellen, wie effektiv die internationale Unternehmenskultur mit ihren komplexen Strukturen, Systemen und – von Beschäftigten auf der ganzen Welt umgesetzten – Prozessen ihr Markenversprechen an die globale Gesellschaft erfüllt. Der Austausch mit den verschiedenen Kollegen und Teammitgliedern fasziniert mich jeden Tag aufs Neue. Er bestärkt mich in meinen Herangehensweisen und bringt mich auf viele neue Gedanken und Ideen, die wir in unserer Organisation umsetzen können. Ich bin fest davon überzeugt, dass der kulturelle Kontext beim Thema Qualität immer eine große Rolle spielt. Und dass wir ihn nie außer Acht lassen dürfen, wenn wir in einer globalen Organisation wie Bosch Rexroth über Qualität sprechen und wollen, dass ihr Sinn und Zweck von allen gleichermaßen verstanden wird. Dazu müssen wir im ständigen Informationsaustausch und Gespräch mit den Kolleginnen und Kollegen auch gemeinsame Qualitätsrichtlinien entwickeln. Ich bin überzeugt, dass wir auf diese Weise innerhalb unserer Organisation eine Atmosphäre der Offenheit und der vertrauensvollen Kommunikation schaffen.

Welche Schulungs- und Fortbildungsangebote haben Ihnen geholfen, Ihr Potenzial voll zu entfalten, und wie haben Sie sie gefunden?

Ich habe 1994 im Fertigungswerk von Bosch Rexroth in Ahmedabad, Indien, als auszubildender Ingenieur angefangen. Anschließend bin ich in diesem geschätzten Unternehmen in verschiedenen Funktionen tätig gewesen – als Teammitglied, Teamleiter, Gruppenleiter, Gebietsleiter, Werksleiter und zentraler Abteilungsleiter –, bis ich meine heutige Verantwortung als weltweiter Leiter übernommen habe.

In unserem Unternehmen gibt es effektive Prozesse für die Fortbildung von Führungskräften, durch die ich verschiedene Möglichkeiten erhalten habe, mich weiterzuentwickeln. Außerdem hat man mir viele Chancen geboten, meine Erfahrungen zu erweitern und zusätzliche Verantwortung in anderen Abteilungen des Unternehmens zu übernehmen. Diese Erfahrungen außerhalb der Qualitätsabteilung haben meinen Horizont erweitert und mich in meiner Überzeugung bestärkt, dass jeder von uns für Qualität mitverantwortlich ist.

In unserem Unternehmen haben Schulung und Fortbildung einen hohen Stellenwert. Die Beschäftigten können verschiedene webbasierte Schulungen absolvieren sowie an Seminaren und Projekten teilnehmen. Vorgesetzte und Mitarbeitende bekommen jedes Jahr Zeit für die Planung solcher Fortbildungsmaßnahmen.

Ich persönlich bin der Meinung, dass wir alle selbst für die Planung unserer eigenen Entwicklung verantwortlich sind. Es gibt immer zwei mögliche Wege, sich weiterzuentwickeln. Der eine sind die Schulungs- und Fortbildungsworkshops, die das Unternehmen anbietet, um seinen aktuellen und künftigen Bedarf an qualifizierten Kräften zu decken. Der zweite ist der persönliche Zeit- und Arbeitsaufwand, den Sie investieren, um Ihre Interessen oder ‚Visionen‘ zu verfolgen. Ich für meinen Teil habe auch auf diesem zweiten Weg ständig in mich selbst und meine eigene ‚Vision‘ investiert.

Bosch Rexroth ist ein globales Unternehmen – welche internationalen Möglichkeiten wurden Ihnen geboten?

Meine ersten internationalen Erfahrungen konnte ich sammeln, als ich von 2007 bis 2008 in Deutschland arbeitete. Das hat mir geholfen, das Thema Qualität auch unter dem Gesichtspunkt der globalen Anforderungen zu betrachten. Ich habe gelernt, dass Qualität nicht nur Produktqualität bedeutet, sondern ein viel weiteres Feld ist, das auch andere wichtige, kulturelle Themen umfasst. Während dieser Zeit hatte ich Gelegenheit, mich mit vielen Freunden, Lehrern und anderen Personen auszutauschen und dabei eine Vorstellung von Qualität nicht nur als Eigenschaft eines Produkts, sondern als Ergebnis verschiedener kontextabhängiger und kultureller Aspekte zu entwickeln. Und ich habe gelernt, dass Qualität in einem Teil der Welt oft ganz anders aufgefasst, wahrgenommen und verstanden wird, als in einem anderen.

Danach hatte ich von 2010 bis 2012 die Möglichkeit, ein internationales Team in der Region Indien und ASEAN zu leiten. 2019 und 2020 war ich dann als Leiter der zentralen Qualitätsabteilung wieder in Deutschland tätig und bin seit diesem Jahr globaler Leiter von QM und HSE.

Während dieser internationalen Laufbahn habe ich die einzigartige Vielfalt unserer Kulturen, Regionen und Beschäftigten als große Stärke unseres Unternehmens schätzen gelernt. Ich fand es sehr inspirierend zu sehen, wie unsere Werke gerade auch in Zeiten der Pandemie einzig dafür gearbeitet haben, dass unsere Kunden ihre Produkte erhalten.

Innovation ist unser Antrieb und bei allem, was wir bei Bosch Rexroth tun, geben wir unser Bestes. Haben Sie das Gefühl, dass Ihre Funktion Ihnen abwechslungsreiche und spannende Herausforderungen bietet?

Ja, zweifellos! Für unser Unternehmen ist es sehr wichtig, seine führende Position auf dem Weltmarkt zu halten. Deshalb müssen wir alle uns bei unseren Produkten und Services auf technologische Innovation konzentrieren. Außerdem werden auf verschiedenen Ebenen Schulungen zu aktuellen Themen wie IoT, Digitalisierung, künstliche Intelligenz usw. angeboten und die Beschäftigten dazu angehalten, das Gelernte in Projekten umzusetzen.

Während wir die technologische Entwicklung vorantreiben, beschäftigen wir uns auch mit dem Thema ‚Einfachheit‘ und untersuchen, wie wir Abläufe weniger komplex und dabei effektiv und schnell gestalten können. Zudem müssen wir unsere ‚Grundlagen‘ weiter ausbauen und für die richtige Qualität der Daten sorgen.

Wenn Sie mich fragen, besteht die größte Herausforderung darin, das richtige ‚Mindset‘ zu entwickeln und uns auf künftige Qualitätsanforderungen vorzubereiten. Es geht um einen Wandel innerhalb der Organisation, der einerseits das Fundament unserer Qualität weiter festigt und andererseits unseren Kunden einen Vorsprung in Sachen Spitzentechnologie verschafft.

Welche Werte teilen Sie Ihrer Meinung nach mit dem Unternehmen und wie kommen diese in Ihrer Arbeit zum Ausdruck?

Ich kann mich mit vielen Werten unserer Unternehmenskultur identifizieren. Dazu gehören beispielsweise Ausrichtung auf die Zukunft, gemeinsames Engagement der Beschäftigten für gemeinsame Ziele, Konzentration auf Ergebnisse, offene Kommunikation und kürzere Feedbackschleifen, Vertrauen auf Teamarbeit und Eigenverantwortung, proaktive Ansätze, Förderung der Vielfalt und Umweltschutz.

Ich bin überzeugt: Allein für sich ist niemand perfekt, doch gemeinsam können wir das beste Team der Welt sein.

Wie sorgen Sie in Ihrer Funktion dafür, dass wir in Sachen Technologie und Innovation an der Spitze bleiben?

Wir arbeiten schon jetzt an Projekten zu aktuellen Themen wie Quality 4.0, Data Mining usw., um künftige Lösungen zu entwickeln, mit denen wir Kunden besser unterstützen können. An diesen Projekten sind funktions- und standortübergreifende Teams beteiligt. Außerdem arbeiten wir mit Experten aus anderen Bereichen von Bosch zusammen, um die besten Lösungen für unser Unternehmen und für unsere Kunden zu finden.

Während ich mich mit neuen Technologien auf die Zukunft vorbereite, bemühe ich mich zugleich, das Fundament unserer Qualität zu festigen. Dabei glaube auch ich an das Prinzip ‚Zurück zu den Grundlagen‘ und überprüfe seine Effektivität anhand kürzerer Feedbackschleifen.

Auf welche Leistung in Ihrer bisherigen beruflichen Laufbahn sind Sie besonders stolz?

Während meiner Tätigkeit als Qualitätsmanager und dann als Werksleiter in Indien habe ich mit Technikern, Ingenieuren und Gruppenleitern daran gearbeitet, die richtige Einstellung zu entwickeln und grundlegende Themen proaktiv und systematisch anzugehen. Ich war sehr stolz, als unser Werk zum ersten Mal mit dem Global Rexroth Quality Award ausgezeichnet wurde. Einige Jahre später wurde ein Umweltschutzprojekt unseres Teams zum Thema Ressourcenschonung für den globalen Bosch HSE Award ausgewählt. Diese weltweite Anerkennung war für alle Teammitglieder ein großartiger Moment.

Ich selbst bin Mitglied der American Society for Quality (ASQ) und hatte die Ehre, als ‚Fellow‘ der ASQ, USA, ausgezeichnet zu werden. Der Austausch mit Experten aus anderen Organisationen in dieser Gesellschaft hat mein Verständnis von Qualität enorm erweitert. Außerdem habe ich gemeinsam mit einem Professor einer indischen Universität sechs Bücher zum Thema Qualitäts- und Betriebsmanagement herausgegeben.

2019 bin ich vom Werksleiter zum Leiter der zentralen Qualitätsabteilung in der Zentrale aufgestiegen und von Indien nach Deutschland umgezogen. Seit Anfang 2021 bin ich als globaler Leiter des Qualitätsmanagement tätig. Diese neue Aufgabe ist für mich sehr interessant und derzeit konzentriere ich mich darauf, die Anforderungen unserer Stakeholder, unsere Organisation und unsere vielfältigen Produkte und Prozesse zu analysieren. Das inspiriert mich jeden Tag aufs Neue. Mein globales Team und ich arbeiten an der nächsten Qualitätsstufe in unserer hoch angesehenen Organisation.

Wie würden Sie Ihre Zeit hier in drei Worten zusammenfassen?

Auf dem Weg zu Exzellenz!

Würden Sie Ihren Freunden und Verwandten eine Karriere bei uns empfehlen – und warum?

Ja natürlich! Ich habe sie schon vielen Freunden, Verwandten und vor allem Studenten empfohlen, die eine viel versprechende Laufbahn als Ingenieur einschlagen möchten. In Indien wurde ich oft von Engineering und Management Colleges als Gastredner eingeladen und habe keine Gelegenheit ausgelassen, Bosch Rexroth vorzustellen.

Was bedeutet das Motto des Unternehmens ‚We move. You win‘ für Sie?

Es drückt die Kundenorientierung des Unternehmens aus. Unser Hauptziel besteht darin, unseren geschätzten Kunden mit unseren Produkten und Services zu helfen, in ihrem jeweiligen Marktsegment zu ‚gewinnen‘.

Dazu müssen wir intern ständig daran arbeiten, schneller und schlanker zu werden und effektiver auf Kundenanforderungen zu reagieren.

Himanshu Trivedi

Dr. Himanshu M Trivedi

Leitung

Qualitätsmanagement und HSE

Bosch Rexroth AG.