Steuern und Regeln mit Stetig-Wegeventilen – für einen zuverlässigen Turbinenbetrieb

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Servo-Wegeventil

Die Möglichkeit, in einer Turbine installierte Verstelleinrichtungen mittels Steuer- und Regeleinrichtungen betätigen zu können, ist eine Grundvoraussetzung, um einen verschleißminimierten Turbinenlauf mit maximalem Wirkungsgrad zu erreichen.

Für hydraulische Steuer- und Regeleinrichtungen steht eine breite Palette von Stetigwegeventilen mit und ohne integrierte Ventilelektronik zur Verfügung. Als Alternative zu dieser klassischen Ventiltechnik mit analogem Sollwert-Eingang lässt sich für geeignete Anwendungen ebenso auf eine Auswahl digitaler Stetigwegeventile zurückgreifen.

Servo-Wegeventile

Servo-Wegeventile werden in hydraulischen Stellantrieben eingesetzt, wenn es auf kurze Stellzeiten ankommt, die eine anspruchsvolle Dynamik des geschlossenen Regelkreises verlangen. Zweistufige Servo-Wegeventile bestehen aus einen Torque-Motor in redundanter Bauart, ausgeführt mit zwei oder drei Spulen und einem hydraulischen Verstärker. Dieser elektrohydraulische Verstärker wandelt einen elektronisch vorgegebenen Ventil-Sollwert in ein hydraulisches Leistungssignal zum Verstellen des Ventilkolbens. Der Einsatz dieser Ventile setzt einen hohen Reinheitsgrad des Hydrauliköls voraus.

Regel-Wegeventile

Eine sehr gute Alternative zur Verwendung von Servo-Wegeventilen ist der Einsatz von Regel-Wegeventilen. Da die Ansteuerung nicht über einen elektrohydraulischen Verstärker sondern direkt über Regelmagnete erfolgt, ist die Resistenz gegen Schmutz deutlich besser.

Die Dynamik dieser Ventile steht dem Verhalten von Servo-Wegeventilen nur wenig nach.

Proportional-Wegeventile

Proportional-Wegeventile ähneln im Aufbau den Regel-Wegeventilen. Das dynamische Verhalten dieser Ventile ist passend für gesteuerte Anwendungen. Sie lassen sich auch als Proportional-Drosselventil einsetzen wie zum Beispiel in Turbinenrotor-Dreheinrichtungen.