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Lohr am Main, 30.11.2011

20 Jahre Windenergie: Wie geht es weiter?

Dr. Karl Tragl

Dr. Karl Tragl

Dr. Karl Tragl, Vorstandsvorsitzender der Bosch Rexroth AG

Das Stromeinspeisungsgesetz machte 1991 die Windenergie in Deutschland marktfähig. 20 Jahre später ist sie in vielen Ländern der Erde aus dem Energiemix nicht wegzudenken und als eine der beliebtesten nachhaltigen Energieformen etabliert.

Bosch Rexroth gehört zu jenen Unternehmen, die das Potenzial dieser Zukunftstechnologie früh erkannt haben. Lange bevor die Windenergie voll industrialisiert war, beschäftigte sich Bosch Rexroth mit der Idee, die aus dem Wind gewonnene Rotationsenergie in elektrische Energie umzuwandeln. „Bereits in den 80er Jahren haben wir Getriebe für Windenergieanlagen entwickelt und der jungen Branche dabei geholfen, wettbewerbsfähig zu werden “, sagt Dr. Karl Tragl, Vorstandsvorsitzender der Bosch Rexroth AG.

Dabei galt es, zahlreiche Herausforderungen zu meistern, zu denen von Anfang an vor allem die Zuverlässigkeit zählte. Mit der steigenden Bedeutung wurde auch die Wirtschaftlichkeit immer wichtiger: heute erzeugen Windenergieanlagen mit modernster Antriebstechnik zuverlässig elektrische Energie bei ständig sinkenden Stromgestehungskosten. Die „Cost of Energy“ wird in den kommenden Jahren den Erfolg der Windenergie und damit den Erfolg der agierenden Unternehmen bestimmen. Sie ist zum Dreh- und Angelpunkt einer Branche geworden, die zunehmend unter dem Druck steht, sich auch wirtschaftlich als nachhaltig zu beweisen.

Ein weiterer Aspekt, der mit der Lebensdaueranforderung von 20 Jahren und mehr an Bedeutung zugenommen hat, ist die Servicestärke. Sie wird bestimmt durch Umfang, Qualität und Individualität der Wartung und Instandhaltung. In den vergangenen Jahren hat sich das Bild der Windkraftanlage gewandelt: Von kleinen Windmühlen mit Gittermast und Leistungen von nur wenigen hundert Kilowatt hin zu 200 Meter hohen High-Tech-Anlagen mit Leistungen von 7,5 Megawatt. Und die Anlagen der Zukunft stehen nicht mehr nur an Land, sondern auch am und im Meer. Experten rechnen damit, dass der Wind dort im Jahresdurchschnitt mit zehn Metern pro Sekunde um die Räder weht, was ungefähr Windstärke 5 bis 6 entspricht. Zudem erwarten sie, dass sich die Rotoren durchschnittlich 3.800 Volllaststunden im Jahr drehen. Zum Vergleich: An einem guten Landstandort für Windräder weht der Wind nur mit etwa fünf Metern pro Sekunde bei gerade mal 2.500 Volllaststunden.

Bis Windenergie weltweit und flächendeckend einen signifikanten Beitrag zur Deckung des Energiebedarfs leisten kann, werden die Industrieregionen der Welt auf einen lokal angepassten Energiemix setzen. Er setzt sich zusammen aus fossilen Brennstoffen, gegebenenfalls Kernenergie und den verfügbaren erneuerbaren Energien. Dank ihrer technischen Reife spielt die Windenergie hier bereits heute eine bedeutende Rolle.

Mehr Informationen unter: www.boschrexroth.com

 

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