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PI 093-12 14.12.2012

Europas größter Fahrsimulator in Betrieb Verkehrssicherheit und Energieeffizienz im Fokus

Europas größter Fahrsimulator in Betrieb Verkehrssicherheit und Energieeffizienz im Fokus

Mit 4.000 Kilogramm Traglast ist der Stuttgarter Fahrsimulator der derzeit größte in Europa.

Nachtfahrt auf der Landstraße. Der Fahrer sieht eine Bewegung aus dem Augenwinkel, da weicht das Auto schon selbstständig dem plötzlich auftauchenden Hindernis aus. Ein Assistenzsystem hat die Gefahr erkannt. Je nach Temperament und Fahrerfahrung reagieren Menschen sehr unterschiedlich auf solche Eingriffe. Genau diese Reaktionen erforschen Wissenschaftler der Universität Stuttgart jetzt mit dem europaweit größten Fahrsimulator.

Die von Bosch Rexroth entwickelte und gelieferte Antriebs- und Steuerungstechnik erzeugt mit Bewegungen in acht Richtungen ein realistisches Fahrgefühl und ermöglicht Testreihen mit identischen Situationen.

Der Testfahrer steigt in das auf einer Plattform montierte Fahrzeug ein. Statt Motor und Rädern ist die Karosserie unter der Motorhaube gefüllt mit Elektronik. Dann senkt sich eine Kuppel herab und versetzt den Fahrer mit einer 360-Grad-Videoprojektion in eine andere Umgebung. Beim Tritt auf das Gaspedal drückt ihn die vermeintliche Beschleunigung in den Sitz, beim Bremsen zieht ihn die Fliehkraft nach vorn. Von außen betrachtet, fährt die Kuppel auf Schienen gerade einmal zehn Meter hin und her. Gleichzeitig neigen sechs Teleskopbeine, ein so genannter Hexapod, die Plattform in die unterschiedlichsten Winkel. Damit ein realistisches Fahrgefühl entsteht, müssen Projektion und Bewegungen perfekt übereinstimmen. Das Antriebs- und Steuerungssystem von Bosch Rexroth setzt die Bildinformationen in weniger als 30 Millisekunden in die passenden Bewegungen um. Zum Vergleich: Ein Wimpernschlag dauert im Schnitt 150 Millisekunden.

Mit 4.000 Kilogramm Traglast ist der Stuttgarter Fahrsimulator der derzeit größte in Europa. Seit Mitte der 1980er-Jahre hat Bosch Rexroth die Technik kontinuierlich weiterentwickelt. Zu Beginn war jeder Simulator ein Unikat. Mittlerweile hat das Unternehmen einen Baukasten mit elektrischen und hydraulischen Antrieben sowie einer Hochleistungssteuerung mitsamt der Software erstellt. Das System deckt die verschiedensten Gewichtsklassen und Leistungsanforderungen ab. Damit ausgerüstete Simulatoren bewähren sich bei zahlreichen Automobilherstellern und Forschungseinrichtungen weltweit.

In Stuttgart erforschen das Institut für Verbrennungsmotoren und Kraftfahrwesen (IVK) der Universität Stuttgart und das Forschungsinstitut für Kraftfahrwesen und Fahrzeugmotoren Stuttgart (FKFS) mit Hilfe des Simulators, wie unterschiedliche Autofahrer auf Assistenzsysteme reagieren. Dabei stehen eine höhere Verkehrssicherheit und eine verbesserte Energieeffizienz im Mittelpunkt. Bislang waren solche Versuche für die Forscher realistisch nur auf Teststrecken und im Straßenverkehr möglich. Jetzt können sie risikofrei auch kritische Situationen testen und wissenschaftlich korrekte Ergebnisse ermitteln.

Die Bosch Rexroth AG ist einer der weltweit führenden Spezialisten für Antriebs- und Steuerungstechnologien. Für über 500.000 Kunden entstehen unter der Marke Rexroth maßgeschneiderte Lösungen zum Antreiben, Steuern und Bewegen. Bosch Rexroth ist Partner für Mobile Applications, Machinery Applications and Engineering, Factory Automation sowie Renewable Energies. Für die jeweiligen Märkte bildet das Unternehmen die Anforderungen und Besonderheiten ab. Als The Drive & Control Company entwickelt, produziert und vertreibt Bosch Rexroth seine Komponenten und Systeme in über 80 Ländern. Das Unternehmen der Bosch-Gruppe erzielte 2011 mit 38.400 Mitarbeitern einen Umsatz von rund 6,4 Milliarden Euro.

Mehr Informationen unter www.boschrexroth.com

Die Bosch-Gruppe ist ein international führendes Technologie- und Dienstleistungsunternehmen. Mit Kraftfahrzeug- und Industrietechnik sowie Gebrauchsgütern und Gebäudetechnik erwirtschafteten mehr als 300.000 Mitarbeiter im Geschäftsjahr 2011 einen Umsatz von 51,5 Milliarden Euro. Die Bosch-Gruppe umfasst die Robert Bosch GmbH und ihre rund 350 Tochter- und Regionalgesellschaften in rund 60 Ländern; inklusive Vertriebspartner ist Bosch in rund 150 Ländern vertreten. Dieser weltweite Entwicklungs-, Fertigungs- und Vertriebsverbund ist die Voraussetzung für weiteres Wachstum. Im Jahr 2011 gab Bosch rund 4,2 Milliarden Euro für Forschung und Entwicklung aus und meldete über 4.100 Patente weltweit an. Mit allen seinen Produkten und Dienstleistungen fördert Bosch die Lebensqualität der Menschen durch innovative und nutzbringende Lösungen.

Mehr Informationen unter www.bosch.com, www.bosch-presse.de

 

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