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PI 027-12 02.05.2012

Lohr: „Eine ganz andere Art des Lernens“

Lohr: „Eine ganz andere Art des Lernens“

Elektrotechnik und Ausbildungsperspektiven standen für 24 Schüler der Gustav-Woehrnitz-Mittelschule auf dem Stundenplan

24 Schüler der Lohrer Gustav-Woehrnitz-Mittelschule sammelten zwei Tage lang Erfahrungen in der Ausbildungswerkstatt von Bosch Rexroth

„Dieses Kurzpraktikum bei Bosch Rexroth ist sehr sinnvoll, um betriebliche Abläufe kennenzulernen. Es ist eine ganz andere Art des Lernens, durch die praktischen Aspekte ziehen die Schüler ganz anders mit“, lobte Richarda Koeckemann, Lehrerin an der Gustav-Woehrnitz-Mittelschule in Lohr. „Die Kooperation mit Bosch Rexroth ist spitze, so etwas findet man selten.“ Aufgeteilt in drei Gruppen haben 24 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 8 auch in diesem Jahr wieder jeweils zwei Tage lang das Ausbildungszentrum des Antriebs- und Steuerungsspezialisten besucht, um ihr grundlegendes Wissen im Bereich Elektrotechnik auszubauen. Zugleich nutzten sie die Gelegenheit, erste Einblicke in die Arbeitswelt zu bekommen.

Lohr. Das Praktikumsprojekt ist Teil der Bildungspartnerschaft, die Bosch Rexroth im Rahmen der Initiative „Wissensfabrik – Unternehmen für Deutschland“ mit der Lohrer Mittelschule geschlossen hat. Ziel ist es, in einer langfristigen Zusammenarbeit sowohl das technische, naturwissenschaftliche und wirtschaftliche Verständnis der Schüler zu fördern als auch ihre Lese-, Schreib- und Rechenkompetenz. Unter Anleitung von Ausbilder Bernd Mehling frischten die 14- bis 16-Jährigen an ihrem ersten Besuchstag im Unternehmen ihre theoretischen Kenntnisse im Bereich des Elektromagnetismus durch praktische Laborversuche auf. Dabei befassten sie sich mit der Funktionsweise eines Elektromotors. Am zweiten Tag montierte jeder Schüler zusammen mit einem Auszubildenden aus einem Bausatz einen Elektromotor. Beim gemeinsamen Arbeiten hatten die Achtklässler die Möglichkeit, mit den Auszubildenden intensiv über deren Beruf, ihren Arbeitsalltag und das Bewerbungsverfahren bei Bosch Rexroth zu sprechen. Ferner informierte Bernd Mehling, Ausbilder für Elektroniker für Geräte und Systeme bei Bosch Rexroth in Lohr, die Schüler darüber, dass das Unternehmen bei einer Bewerbung nicht nur auf gute Noten, sondern auch auf eine positive Zeugnisbemerkung großen Wert legt. Werte wie Motivation, Teamfähigkeit, Ehrlichkeit, gutes Benehmen und respektvoller Umgang miteinander werden in der Ausbildung vorausgesetzt. Diese Kompetenzen sind notwendige Elemente in der täglichen Arbeit.

„Für uns als Lehrer ist es schwierig, den Überblick über die verschiedenen Berufsrichtungen zu haben und auch die Unterschiede zwischen den einzelnen Berufsbildern zu kennen“, erläuterte Richarda Koeckemann. „Deswegen ist es aus meiner Sicht von Vorteil, wenn die Schüler die Auszubildenden direkt fragen können, was sie beschäftigt. Auch ist es gut, dass die Schüler von einem Unternehmen erfahren, dass die Zeugnisnoten nicht allein dafür entscheidend sind, ob man einen Ausbildungsplatz erhält oder nicht.“ Bei den Achtklässlern stieß das Projekt ebenfalls auf positive Resonanz: „Das Projekt hat uns sehr gut gefallen, und es war auch sehr hilfreich. In Bezug auf einen Beruf sind wir noch sehr unentschlossen, aber es war ein guter Einblick“, sagten zwei Schülerinnen. Zum Abschluss bekommen alle Teilnehmer während einer Abschlussveranstaltung in der Gustav-Woehrnitz-Mittelschule ein Zertifikat, das sie ihren Bewerbungsunterlagen beifügen können.

Dem Fachkräftemangel frühzeitig begegnen

Für Bosch Rexroth sind Kooperationen mit Kindergärten und Schulen im Rahmen der Bildungspartnerschaften eine gute Möglichkeit, Kinder und Jugendliche für das spannende Thema Technik zu begeistern und so auf diese Weise dem sich langfristig abzeichnenden Mangel an Fachkräften entgegenzuwirken. „Wir dürfen nicht nur über den Fachkräftemangel jammern – wir müssen selbst daran arbeiten, ihn aufzufangen. Das heißt beispielsweise für uns, Schüler über ihre Ausbildungsmöglichkeiten zu informieren und damit aktiv auf zukünftige Bewerber zuzugehen und ihnen Perspektiven aufzuzeigen“, betont Rolf-Dieter Amann, Leitung Kaufmännische Aufgaben der Business Unit Industrial Applications. „Der Schulabschluss ist wichtig, aber es kommt auch darauf an, dass ein Bewerber zum Berufsbild und zu Bosch Rexroth und seiner Philosophie passt.“

Die Bosch Rexroth AG ist einer der weltweit führenden Spezialisten für Antriebs- und Steuerungstechnologien. Für über 500.000 Kunden entstehen unter der Marke Rexroth maßgeschneiderte Lösungen zum Antreiben, Steuern und Bewegen. Bosch Rexroth ist Partner für Mobile Applications, Machinery Applications and Engineering, Factory Automation sowie Renewable Energies. Für die jeweiligen Märkte bildet das Unternehmen die Anforderungen und Besonderheiten ab. Als The Drive & Control Company entwickelt, produziert und vertreibt Bosch Rexroth seine Komponenten und Systeme in über 80 Ländern. Das Unternehmen der Bosch-Gruppe erzielte 2011 mit 38.400 Mitarbeitern einen Umsatz von rund 6,4 Milliarden Euro.

Mehr Informationen unter www.boschrexroth.com

Die Bosch-Gruppe ist ein international führendes Technologie- und Dienstleistungsunternehmen. Mit Kraftfahrzeug- und Industrietechnik sowie Gebrauchsgütern und Gebäudetechnik erwirtschafteten mehr als 300.000 Mitarbeiter im Geschäftsjahr 2011 nach vorläufigen Zahlen einen Umsatz von 51,4 Milliarden Euro. Die Bosch-Gruppe umfasst die Robert Bosch GmbH und ihre mehr als 350 Tochter- und Regionalgesellschaften in rund 60 Ländern; inklusive Vertriebspartner ist Bosch in rund 150 Ländern vertreten. Dieser weltweite Entwicklungs-, Fertigungs- und Vertriebsverbund ist die Voraussetzung für weiteres Wachstum. Im Jahr 2011 gab Bosch mehr als 4 Milliarden Euro für Forschung und Entwicklung aus und meldete über 4.100 Patente weltweit an. Mit allen seinen Produkten und Dienstleistungen fördert Bosch die Lebensqualität der Menschen durch innovative und nutzbringende Lösungen.

Mehr Informationen unter www.bosch.com, www.bosch-presse.de