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PI 034-12 27.04.2012

Überregional: „Für die richtig schweren Sachen gibt es eh einen Kran“

Überregional: „Für die richtig schweren Sachen gibt es eh einen Kran“

Frauen und Technik? Aber klar! Der alljährlich stattfindende Girls’Day ist für Bosch Rexroth eine gute Möglichkeit, Mädchen für technische Berufe zu gewinnen.

Rund 280 Mädchen informierten sich am Girls’Day bei Bosch Rexroth über Ausbildungsmöglichkeiten und Studiengänge

„Meine Schuhe mit Absätzen befinden sich auch weiterhin nicht ganz hinten im Schrank.“ Lisa Grabowski arbeitet als Zerspanungsmechanikerin bei Bosch Rexroth in Witten. Ein klassischer Männerberuf, den aber auch immer häufiger junge Frauen erlernen. Für die 23-Jährige ist es kein Widerspruch, tagsüber Blaumann und Sicherheitsschuhe zu tragen und abends einen schicken Rock. Um Mädchen frühzeitig für eine technische Karriere zu begeistern, gibt es Aktionen wie den Girls’Day: Am Donnerstag, 26. April, überzeugten sich an den deutschen Standorten von Bosch Rexroth wieder rund 280 Schülerinnen der Klassenstufen fünf bis acht, wie spannend der Arbeitsalltag in einem technischen Beruf sein kann.

Witten. Lisa Grabowski ist durch ihren Vater, einen Maschinenschlosser, auf das Thema Technik aufmerksam geworden. „Als ich klein war, haben wir oft gemeinsam Möbel gebaut und Handwerksarbeiten in der Wohnung ausgeführt.“ So war es für sie naheliegend, nach der Fachhochschulreife einen technischen Beruf zu wählen und sich bei Bosch Rexroth zur Zerspanungsmechanikerin ausbilden zu lassen. „Außerdem wollte ich mich von den Standardberufen für Mädchen abschotten“, fügt sie hinzu. Familie und Freunde fanden die Entscheidung „total toll“ und unterstützten sie, wo immer es ging.

Und auch im Arbeitsalltag hat Lisa Grabowski „verhältnismäßig wenig“ mit Vorurteilen zu kämpfen. Von den anderen Auszubildenden fühlte sie sich von Anfang an immer respektiert und gerecht behandelt. „Die Männer im Betrieb gehen damit relativ normal um“, berichtet sie. Nur in der älteren Generation gebe es noch einige, die sie ab und zu mit althergebrachten Klischees aus dem Bereich „Frauen und Technik“ konfrontierten. Aber blöde Sprüche dürfe man sich nicht gefallen lassen. „Da muss man selbstbewusst und schlagfertig sein.“ Allerdings hat sie in den vergangenen Jahren auch die Erfahrung gemacht, dass Mädchen stets beweisen müssen, dass sie den Beruf genauso ausüben können wie Jungen – und somit immer den berühmten Tick besser sein sollten. Auf jeden Fall aber sei es vom Körperlichen her kein Nachteil, als Frau in einem technischen Beruf zu arbeiten. Einerseits gewinne man mit der Zeit automatisch an Kraft, „und für die richtig schweren Sachen und Bauteile gibt es eh einen Kran.“

Berufsziel Sicherheitsingenieurin

In fünf bis zehn Jahren sieht sich Lisa Grabowski nicht nur als Sicherheitsingenieurin mit „vielen männlichen Kollegen“, sondern auch als Mutter von zwei Kindern. Den Mädchen, die sich für technische Berufe interessieren, rät sie, ihre Vorstellungen unbedingt umzusetzen – wobei sie Eltern und Lehrer in jedem Fall unterstützen sollten. Wichtig sei es zudem, jungen Frauen Weiterbildungsmöglichkeiten aufzuzeigen.

„Lisa Grabowski ist gutes Beispiel dafür, dass Frauen auch in technischen Berufen erfolgreich sind. Vor allem Aktionen wie der Girls’Day können Mädchen Anstoß und Inspiration geben, sich nach der Schulzeit in diese Richtung zu orientieren“, sagt Dr. Ingo Rendenbach, Senior Vice President Human Resources der Bosch Rexroth AG. „Im Rahmen dieses Zukunftstages haben Schülerinnen die Möglichkeit, sich aus nächster Nähe und durch persönliche Erfahrung über unser vielfältiges Angebot an technischen Ausbildungsberufen und Studiengängen zu informieren.“

Witten. 16 Mädchen bekamen am Standort Witten einen Einblick, wie interessant technische Berufe auch – oder gerade – für Mädchen sind. Neben Informationen über Bosch Rexroth in Witten erfuhren die Mädchen wesentliche Dinge über das Drehen und Fräsen. Ihre theoretischen Erkenntnisse konnten sie gleich beim Bearbeiten eines eigenen Werkstücks in die Praxis umsetzen.

Elchingen. 17 Mädchen konnten sich am Standort Elchingen ein Bild machen, wie interessant technische Berufe auch – oder gerade – für Mädchen sind. Aus erster Hand bekamen sie Informationen zu den Berufsbildern Industriemechanikerin, Technische Zeichnerin und Werkstoffprüferin. Ihr technisches Geschick konnten die Mädchen beim Bau eines Würfels aus Aluminium testen.

Erbach. 15 Mädchen konnten sich am Standort Erbach ein Bild machen, wie interessant technische Berufe auch – oder gerade – für Mädchen sind. Nach der Besichtigung der Leiterplattenfertigung, der mechanischen Werkstatt und dem Bereich der Endmontage hatten die Mädchen bereits einen guten Einblick in den Berufsalltag bei Bosch Rexroth. Anschließend konnten sie beim Löten eines Mini-Roulette-Spiels ihre technischen Fertigkeiten ausprobieren.

Horb. 20 Mädchen konnten sich am Standort Horb ein Bild machen, wie interessant technische Berufe auch – oder gerade – für Mädchen sind. Beim Rundgang durch die Bereiche der Fertigung, der Montage und der Ausbildungswerkstatt bekamen sie einen ersten Einblick in den Arbeitsalltag bei Bosch Rexroth.

Ketsch. Vier Mädchen informierten sich am Standort Ketsch wie interessant technische Berufe auch – oder gerade – für Mädchen sind. Sie erfuhren wesentliche Dinge über das Drehen, Fräsen und Bohren. Beim Bau einer Schatztruhe konnten sie ihre theoretischen Erkenntnisse gleich in die Praxis umsetzen.

Laatzen. Beim Zukunftstag am Standort Laatzen bekamen 24 Mädchen und Jungen einen Einblick, wie interessant technische Berufe – auch für Mädchen – sind. Neben umfassenden Informationen zum Thema „Pneumatik“, erwartete die Jugendlichen eine Werksführung und eine Führung durch das Warenverteilzentrum. Dabei konnten sie sich ein Bild vom Arbeitsalltag bei Bosch Rexroth machen.

Lohr. 48 Mädchen konnten sich am Standort Lohr ein Bild machen, wie interessant technische Berufe auch – oder gerade – für Mädchen sind. Beim Bau eines Roboters bekamen die Mädchen eine gute Vorstellung vom Beruf des Elektronikers für Geräte und Systeme. Außerdem schnupperten sie in die Fachgebiete Technische Kommunikation, Zerspanung und Mechatronik.

Schweinfurt. 14 Mädchen konnten sich am Standort Schweinfurt ein Bild machen, wie interessant technische Berufe auch – oder gerade – für Mädchen sind. Die Mädchen testeten ihr technisches Geschick bei der Montage von Linearmodulen mit Zahnriemenantrieben und bei der Herstellung eines gebogenen Stiftehalters. Außerdem bekamen sie Informationen über die Produktpalette von Bosch Rexroth. Auszubildende des 2. Lehrjahres gaben den Mädchen hilfreiche Tipps für eine erfolgreiche Bewerbung.

Die Bosch Rexroth AG ist einer der weltweit führenden Spezialisten für Antriebs- und Steuerungstechnologien. Für über 500.000 Kunden entstehen unter der Marke Rexroth maßgeschneiderte Lösungen zum Antreiben, Steuern und Bewegen. Bosch Rexroth ist Partner für Mobile Applications, Machinery Applications and Engineering, Factory Automation sowie Renewable Energies. Für die jeweiligen Märkte bildet das Unternehmen die Anforderungen und Besonderheiten ab. Als The Drive & Control Company entwickelt, produziert und vertreibt Bosch Rexroth seine Komponenten und Systeme in über 80 Ländern. Das Unternehmen der Bosch-Gruppe erzielte 2011 mit 38.400 Mitarbeitern einen Umsatz von rund 6,4 Milliarden Euro.

Mehr Informationen unter www.boschrexroth.com

Die Bosch-Gruppe ist ein international führendes Technologie- und Dienstleistungsunternehmen. Mit Kraftfahrzeug- und Industrietechnik sowie Gebrauchsgütern und Gebäudetechnik erwirtschafteten mehr als 300.000 Mitarbeiter im Geschäftsjahr 2011 nach vorläufigen Zahlen einen Umsatz von 51,4 Milliarden Euro. Die Bosch-Gruppe umfasst die Robert Bosch GmbH und ihre mehr als 350 Tochter- und Regionalgesellschaften in rund 60 Ländern; inklusive Vertriebspartner ist Bosch in rund 150 Ländern vertreten. Dieser weltweite Entwicklungs-, Fertigungs- und Vertriebsverbund ist die Voraussetzung für weiteres Wachstum. Im Jahr 2011 gab Bosch mehr als 4 Milliarden Euro für Forschung und Entwicklung aus und meldete über 4.100 Patente weltweit an. Mit allen seinen Produkten und Dienstleistungen fördert Bosch die Lebensqualität der Menschen durch innovative und nutzbringende Lösungen.

Mehr Informationen unter www.bosch.com, www.bosch-presse.de