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PI 016-11 25.03.2011

Von der Schulbank auf den Chefsessel

Von der Schulbank auf den Chefsessel

Hand in Hand fertigten die Schüler ihre selbstentwickelten Fahrzeuge. Dabei konnte es schon mal hektisch werden, weil die Jungunternehmer auf die Einhaltung der Lieferzeiten achten mussten.

Rund 120 Neuntklässler der Georg-Ludwig-Rexroth-Realschule übten sich bei Bosch Rexroth im unternehmerischen Denken

Sechs Schulklassen der Georg-Ludwig-Rexroth-Realschule haben im März jeweils einen Tag im Ausbildungszentrum von Bosch Rexroth verbracht, um auf spielerische Art und Weise unternehmerische Prozesse zu erfahren. Im kaufmännischen Planspiel Topmobil gründeten und führten die Schüler einen fiktiven Automobilkonzern. Das Projekt fand in diesem Jahr zum zweiten Mal statt. Es ist Teil der Bildungspartnerschaft, die Bosch Rexroth im Rahmen der Initiative „Wissensfabrik – Unternehmen für Deutschland“ mit der Schule geschlossen hat.

Lohr a. Main. Im von der renommierten Pädagogin und Trainerin Erika Herrenbrück entwickelten Planspiel Topmobil schlüpfen die Jugendlichen einen Tag lang in die Rolle des Unternehmers. So lernen sie wirtschaftliche Zusammenhänge und wesentliche kaufmännische Abläufe und Tätigkeiten innerhalb eines Industrieunternehmens kennen. „Die Schüler verknüpfen ihre theoretischen Kenntnisse aus dem Unterricht mit den praktischen Vorgaben des Planspiels. Erlernte Kompetenzen setzen sie in selbstständiges Arbeiten um. Allein ihr Handeln entscheidet über Erfolg oder Misserfolg. Sie trainieren das Denken in Zusammenhängen, treffen unternehmerische Entscheidungen und reflektieren diese“, erklärt Andreas Fröhlich, Leiter der kaufmännischen Ausbildung bei Bosch Rexroth am Standort Lohr. „Am Ende der Projekttage erhalten alle Mädchen und Jungen ein Zertifikat über die Teilnahme, das sie später ihren Bewerbungen beilegen können.“

Vier Studenten des dualen Studiengangs Betriebswirtschaft wiesen die Neuntklässler in die Spielregeln ein. Aufgeteilt in kleine Teams, gründeten sie mit dem zugewiesenen Startkapital fiktive Automobilkonzerne und entwickelten aus vorgegebenen Bausteinen ihr Fahrzeugmodell samt Produktions- und Finanzierungsplan. Die finanziellen Mittel sind begrenzt und müssen optimal eingesetzt werden – nur so können die Unternehmen auf dem Markt und im Wettbewerb bestehen. Hilfreich zur Seite standen den Jugendlichen die Studierenden, die die Moderation der Veranstaltung übernahmen.

Wertvolle Erfahrungen für die eigene berufliche Zukunft

Im nächsten Schritt organisierten die Jungunternehmer einen Messeauftritt, um ihre selbst kreierten Fahrzeugmodelle der Öffentlichkeit zu präsentieren. Die Fahrzeuge sollten originell und funktionstüchtig sein, der Fantasie waren dabei keine Grenzen gesetzt. Und so wurden dem Publikum unter anderem ein „Top-Helicopter“, ein „High-Tech-Kranobil“ und ein Geländewagen mit den abenteuerlichsten technischen Raffinessen vorgestellt. Die Schüler mussten Fragen nach Einsatzgebiet, Besonderheiten, Sicherheitsanforderungen und natürlich dem Preis beantworten können. Originalität, Funktion und Preis waren im Endeffekt ausschlaggebend, wie viele Aufträge jede einzelne Firma nach dem Messeauftritt einheimsen konnte.

„Allen betrieblichen Entscheidungsprozessen gehen Diskussionen in den Kleingruppen und die Entwicklung einer gemeinsamen Lösung voraus. Hier, wie auch im späteren Berufsleben kommt es auf gute Teamarbeit an“, berichtet der kaufmännische Ausbildungsleiter. In Rollenspielen führten die Schüler zudem Beratungs- und Verkaufsgespräche. Und je geschickter die Neuntklässler verhandelten, desto größer war letztendlich der Automobilabsatz. Am Ende des Tages gab die Präsentation der Gewinn- und Verlustrechnung eines jeden Unternehmens darüber Aufschluss, welches Team die richtigen Entscheidungen getroffen und am besten gewirtschaftet hatte.

„Wirtschaftliche Grundkenntnisse sind für die Schüler sehr wichtig“, sagt Matthias Stumpf, Wirtschaftslehrer an der Georg-Ludwig-Rexroth-Realschule. „Die gemeinsamen Projekttage hier bei Bosch Rexroth beleben den Unterrichtsalltag und motivieren unsere Jugendlichen für das Thema Wirtschaft und das Unterrichtsfach Betriebswirtschaftsrechnen. Mit dem Planspiel Topmobil erhalten sie gute Einblicke in die Abläufe eines Unternehmens und sammeln Erfahrungen für ihre berufliche Zukunft.“

Das Praktikumsprojekt ist Teil der Bildungspartnerschaft, die Bosch Rexroth im Rahmen der Initiative „Wissensfabrik – Unternehmen für Deutschland“ mit der Georg-Ludwig-Rexroth-Realschule geschlossen hat. In der Region Lohr vereinbarte der Steuerungs- und Antriebsspezialist bereits mit neun Kindergärten und Schulen entsprechende Bildungspartnerschaften. Ziel dieser Kooperationen ist es, langfristige Verbindungen zwischen den Unternehmen und Bildungseinrichtungen aufzubauen, gemeinsame Projekte auf den Weg zu bringen und Kinder und Jugendliche so für die Themen Technik und Wirtschaft zu begeistern.

Die Bosch Rexroth AG ist einer der weltweit führenden Spezialisten von Antriebs- und Steuerungstechnologien. Für über 500.000 Kunden entstehen unter der Marke Rexroth maßgeschneiderte Lösungen zum Antreiben, Steuern und Bewegen. Bosch Rexroth ist Partner für die Anlagenausrüstung und Fabrikautomation, für mobile Arbeitsmaschinen sowie für die Nutzung regenerativer Energien. Als The Drive & Control Company entwickelt, produziert und vertreibt Bosch Rexroth seine Komponenten und Systeme in über 80 Ländern. Das Unternehmen der Bosch-Gruppe erzielte 2009 mit 34.200 Mitarbeitern einen Umsatz von rund 4,1 Mrd. Euro.

Mehr Informationen unter: www.boschrexroth.com/press

Die Bosch-Gruppe ist ein international führendes Technologie- und Dienstleistungsunternehmen. Mit Kraftfahrzeug- und Industrietechnik sowie Gebrauchsgütern und Gebäudetechnik erwirtschafteten rund 283 500 Mitarbeiter im Geschäftsjahr 2010 nach vorläufigen Zahlen einen Umsatz von 47,3 Milliarden Euro. Die Bosch-Gruppe umfasst die Robert Bosch GmbH und ihre mehr als 300 Tochter- und Regionalgesellschaften in über 60 Ländern; inklusive Vertriebspartner ist Bosch in rund 150 Ländern vertreten. Dieser weltweite Entwicklungs-, Fertigungs- und Vertriebsverbund ist die Voraussetzung für weiteres Wachstum. Im Jahr 2010 gab Bosch rund vier Milliarden Euro für Forschung und Entwicklung aus und meldete über 3800 Patente weltweit an. Mit allen seinen Produkten und Dienstleistungen fördert Bosch die Lebensqualität der Menschen durch innovative und nutzbringende Lösungen.

Mehr Informationen unter www.bosch.de, www.bosch-presse.de