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PI 063-14 Lohr, 23.07.2014

Lohr: Robinson Crusoe trifft auf moderne Technik

Vorbereitung auf den Cup: die 16 Jugendlichen machen sich zusammen mit den Azubis von Bosch Rexroth bereit, die selbstgebauten Solarboote ins Wasser zu lassen.

Bosch Rexroth bietet mit Solarboot-Cup Praxisprojekt für Realschüler an

Auf den ersten Blick war es nur ein Wettrennen: Am 23. Juli ließen Schüler der Georg-Ludwig-Rexroth-Realschule Lohr ihre selbst gebauten Solarboote zu Wasser, um den Gewinner des ersten Solarboot-Cups zu ermitteln. Tatsächlich aber bildete der Wettbewerb im Freibad Lohr den Abschluss eines zweimonatigen Projekts in Zusammenarbeit mit Bosch Rexroth: die Schüler erarbeiteten sich Kenntnisse zu regenerativen Energien sowie zum Bau von Solarbooten und setzten ihre Pläne in die Tat um. Das Projekt unter Leitung der Bosch Rexroth-Ausbilder Bernd Mehling und Joachim Englert sensibilisierte die Jugendlichen nicht nur für den Umgang mit natürlichen Ressourcen, sondern bot handfeste Einblicke in die elektrotechnische Praxis. Als Schirmherr des Projekts fungierte Bürgermeister Mario Paul.

Lohr. Den Rahmen des Projekts, das Ende Mai begann, lieferte eine fiktive Geschichte: Einige Jugendliche erleiden mit ihrem Segelboot Schiffbruch, stranden auf einer einsamen Insel und haben nun die Aufgabe, sich zu retten. Aus Treibgut und technischem Material einer alten Forschungsstation bauen die Jugendlichen ein Solarboot und setzen einen Hilferuf ab. Für diese „Rolle“ mussten sich die Jugendlichen zunächst in mehrere naturwissenschaftliche und technische Themenfelder einarbeiten und in erster Linie eines entwickeln: Teamgeist. Unterstützung bekamen die Realschüler dabei von den Auszubildenden, die ihnen während des gesamten Projekts zur Seite standen.

„Gerade in dieser ersten Projektphase beim Einarbeiten und der gemeinsamen Strategiefindung, waren Teamarbeit und Durchhaltevermögen gefragt, um sich die Schlüsselqualifikationen zu erarbeiten“, betont Bernd Mehling, Ausbilder bei Bosch Rexroth und einer der Projektleiter. „Wir haben das Projekt bewusst sehr breit angelegt. Zeitgemäße Themen und ein strukturiertes Vorgehen in der Projektarbeit, sowie das Anwenden von verschiedenen Präsentationstechniken beim Vorstellen der Themenfelder sind unerlässlich.“

Ihre Erkenntnisse zu den verschiedenen Fachthemen konnten die Schüler bei einer Projektveranstaltung geladenen Gästen präsentieren.

Was alle Schüler mitbrachten, war ihre Neugier, die technischen Herausforderungen durch praktische Versuche zu lösen. Dazu zählten auch Aufbau und Funktionsweise von Solarzellen sowie eines Elektromotors und die funktionale Verknüpfung beider Elemente. Unter Anleitung von Auszubildenden näherten sich die Schüler bei Versuchen mit Experimentierkästen ihrem Ergebnis an. Der anschließende Bau der Boote aus extra besorgtem Treibgut „der Weltmeere“ war dann schon durch ihr Wissen beispielsweise über die optimale Ausrichtung von Solarzellen geprägt. „Es war bereichernd zu sehen, mit welcher Ausdauer und welchem Ehrgeiz die Schüler sich den technischen Feinheiten einerseits, aber auch den globalen Themen zukünftiger Energiegewinnung andererseits widmeten“, freuen sich Mehling und Englert.

Zum Solarbootcup im Freibad traten dann vier Boote gegeneinander an. Bürgermeister Mario Paul und Ausbildungsleiter Herbert Exner überreichten dem Gewinnerteam ein Bosch Rexroth-Polo-Shirt. Um den Exkurs in die Praxis abzuschließen, konnten die Bootsbauer zusätzlich bei einer Werksbesichtigung hinter die Kulissen des Spezialisten für Antriebs- und Steuerungstechnik blicken und einigen Auszubildenden Fragen zur Berufswahl und zum Bewerbungsmanagement bei Bosch Rexroth stellen. Allen Schülern wurde am Ende ein Zertifikat über ihre Teilnahme am Wettbewerb überreicht.

Bosch Rexroth bietet Schülern nicht nur technische Projekte an, auch kaufmännische Fähigkeiten können spielerisch erprobt werden. Im Planspiel „Topmobil“ beispielsweise, übernehmen Schülerinnen und Schüler einen Tag lang die Rolle eines Unternehmers. Ziel ist es, einen Automobilhersteller mit neuer Fahrzeugflotte zu etablieren – und dabei wirtschaftliche Zusammenhänge und wesentliche kaufmännische Abläufe zu begreifen.

Wirtschaftlich, präzise, sicher und energieeffizient: Antriebs- und Steuerungstechnik von Bosch Rexroth bewegt Maschinen und Anlagen jeder Größenordnung. Das Unternehmen bündelt die weltweiten Anwendungserfahrungen in den Marktsegmenten Mobile Anwendungen, Anlagenbau und Engineering, Fabrikautomation sowie Erneuerbare Energien für die Entwicklung innovativer Komponenten, maßgeschneiderter Systemlösungen und Dienstleistungen. Bosch Rexroth bietet seinen Kunden Hydraulik, Elektrische Antriebe und Steuerungen, Getriebetechnik sowie Linear- und Montagetechnik aus einer Hand. Mit einer Präsenz in mehr als 80 Ländern erwirtschafteten die rund 36.700 Mitarbeiter 2013 einen Umsatz von rund 5,7 Mrd. Euro.

Mehr Informationen unter www.boschrexroth.com

Die Bosch-Gruppe ist ein international führendes Technologie- und Dienstleistungsunternehmen und erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2013 mit rund 281 000 Mitarbeitern einen Umsatz von 46,1 Milliarden Euro. (Hinweis: Aufgrund geänderter Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind die Kennzahlen für 2013 mit den früher veröffentlichten Kennzahlen für 2012 nur bedingt vergleichbar). Die Aktivitäten gliedern sich in die vier Unternehmensbereiche Kraftfahrzeugtechnik, Industrietechnik, Gebrauchsgüter sowie Energie- und Gebäudetechnik. Die Bosch-Gruppe umfasst die Robert Bosch GmbH und ihre rund 360 Tochter- und Regionalgesellschaften in rund 50 Ländern; inklusive Vertriebspartner ist Bosch in rund 150 Ländern vertreten. Dieser weltweite Entwicklungs-, Fertigungs- und Vertriebsverbund ist die Voraussetzung für weiteres Wachstum. Im Jahr 2013 investierte die Bosch-Gruppe rund 4,5 Milliarden Euro in Forschung und Entwicklung und meldete rund 5 000 Patente an. Das sind durchschnittlich 20 Patente pro Tag. Ziel der Bosch-Gruppe ist es, mit ihren Produkten und Dienstleistungen die Lebensqualität der Menschen durch innovative, nutzbringende sowie begeisternde Lösungen zu verbessern und Technik fürs Leben weltweit anzubieten.

Mehr Informationen unter www.bosch.com, www.bosch-presse.de, http://twitter.com/BoschPresse