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PI 085-14 Lohr am Main, 14.11.2014

PC-Steuerung von Bosch Rexroth öffnet das Tor zu neuen Anwendungen in der Produktion

IndraMotion MLC von Bosch Rexroth auf IPC-Basis: Motion-Logic-System und Windows-Betriebssystem auf einer kompakten Hardware.

IndraMotion MLC auf IPC-Basis: IT und Automatisierung auf einer Hardware

Der Trend zu Industrie 4.0 gewinnt immer schneller an Fahrt. Mit der neuen Steuerungsvariante IndraMotion MLC auf Basis eines Industrie-PC verschmilzt Bosch Rexroth das SPS-basiertes Motion-Logic-System mit der Windows-Welt. Auf einer leistungsfähigen Hardware können Maschinenhersteller IT-Programme und echtzeitbasierte Bewegungs-steuerung kombinieren. Durch die Kombination der Standards für das Internet der Dinge wie webbasierte Technologien, Hochsprachen und Ethernet-basierte Kommunikationsprotokolle sowie Windows-basierte Anwendungen eröffnet die Steuerung den Zugang zu einer Vielfalt neuer Anwendungen. Damit erweitert sich das Software-basierte Lösungsportfolio Open Core Engineering um einen weiteren Baustein, um die Brücke zwischen SPS- und IT-Automation zu schlagen.

Bislang war die Arbeitsteilung bei komplexen Anwendungen eindeutig: Die schnelle Erfassung von Analyse-, Mess- und Qualitätsdaten erfordern einen PC für den Prozess und eine separate Steuerung für die Automatisierung. Das erhöht die Systemkosten und der Datenaustausch zwischen den beiden Hardware-Steuerungen verlängert die Zykluszeiten. Mit der neuen Ausprägung der IndraMotion MLC hebt Bosch Rexroth diese Trennung auf. Auf einem Industrie-PC vereint der Hersteller ein Motion-Logic-System auf Basis der IEC 61131-3, Echtzeit-Motion-Funktionen und Robotik mit dem parallel installierten Betriebssystem Windows 7. Die Betriebssysteme arbeiten völlig unabhängig voneinander und tauschen Informationen extrem schnell aus. Je nach Applikation steigert der Industrie-PC die Rechengeschwindigkeit um bis zu 100 Prozent und verbindet als zentrale Intelligenz bis zu 99 Servoantriebe über den Ethernet-basierten Automationsbus Sercos.

Hard- und Software offen für Industrie 4.0

Die IPC-Steuerung eröffnet neue Möglichkeiten, Industrie 4.0-Ansätze umzusetzen. Parallel zur Motion-Logic nutzt der Anwender Windows-basierte Funktionen. Wie alle IndraMotion-Varianten erlaubt auch die PC-basierte Lösung den erweiterten Zugriff auf alle Kernfunktionen der Steuerung über Hochsprachen durch die Schnittstellentechnologie Open Core Interface. Damit können beispielsweise Hersteller von Messmaschinen die Software LabVIEW sowohl für die Programmierung des Prozesses als auch mit über 550 Virtual Instruments (VIs) für die Bewegungssteuerung nutzen – und das ohne eine Zeile SPS-Code scheiben zu müssen.

Schnelles Engineering

Die IPC-Steuerung ist vollständig mit den bestehenden Controller-basierten Varianten von IndraMotion MLC kompatibel und umfasst eine skalierbare System-Firmware für Motion-Logic-Anwendungen. Für die Controller-Varianten erstellte Programme können einfach auf die neue Hardware übertragen werden. Vordefinierte Function Toolkits wie Condition Monitoring oder Technologiefunktionen ersetzen aufwändiges Programmieren durch einfaches Parametrieren. Die integrierte Engineering-Umgebung IndraWorks beschleunigt den gesamten SPS-basierten Engineering-Prozess auf Basis offener Standards. Darüber hinaus berücksichtigt die Steuerung automatisch alle Besonderheit der Fluidtechnik und vereinfacht den Einsatz elektro-hydraulischer Antriebe.

Wirtschaftlich, präzise, sicher und energieeffizient: Antriebs- und Steuerungstechnik von Bosch Rexroth bewegt Maschinen und Anlagen jeder Größenordnung. Das Unternehmen bündelt die weltweiten Anwendungserfahrungen in den Marktsegmenten Mobile Anwendungen, Anlagenbau und Engineering, Fabrikautomation sowie Erneuerbare Energien für die Entwicklung innovativer Komponenten, maßgeschneiderter Systemlösungen und Dienstleistungen. Bosch Rexroth bietet seinen Kunden Hydraulik, Elektrische Antriebe und Steuerungen, Getriebetechnik sowie Linear- und Montagetechnik aus einer Hand. Mit einer Präsenz in mehr als 80 Ländern erwirtschafteten die rund 36.700 Mitarbeiter 2013 einen Umsatz von rund 5,7 Mrd. Euro.

Mehr Informationen unter www.boschrexroth.com

Die Bosch-Gruppe ist ein international führendes Technologie- und Dienstleistungsunter-nehmen und erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2013 mit rund 281 000 Mitarbeitern einen Umsatz von 46,1 Milliarden Euro. (Hinweis: Aufgrund geänderter Bilanzierungs- und Bewer-tungsmethoden sind die Kennzahlen für 2013 mit den früher veröffentlichten Kennzahlen für 2012 nur bedingt vergleichbar). Die Aktivitäten gliedern sich in die vier Unternehmens-bereiche Kraftfahrzeugtechnik, Industrietechnik, Gebrauchsgüter sowie Energie- und Gebäudetechnik. Die Bosch-Gruppe umfasst die Robert Bosch GmbH und ihre rund 360 Tochter- und Regionalgesellschaften in rund 50 Ländern; inklusive Vertriebspartner ist Bosch in rund 150 Ländern vertreten. Dieser weltweite Entwicklungs-, Fertigungs- und Ver-triebsverbund ist die Voraussetzung für weiteres Wachstum. Im Jahr 2013 investierte die Bosch-Gruppe rund 4,5 Milliarden Euro in Forschung und Entwicklung und meldete rund 5 000 Patente an. Das sind durchschnittlich 20 Patente pro Tag. Ziel der Bosch-Gruppe ist es, mit ihren Produkten und Dienstleistungen die Lebensqualität der Menschen durch inno-vative, nutzbringende sowie begeisternde Lösungen zu verbessern und Technik fürs Leben weltweit anzubieten.

Mehr Informationen unter www.bosch.com , www.bosch-presse.de , http://twitter.com/BoschPresse

 

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nicole.vonkillisch-horn@boschrexroth.de




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