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Portrait eines Absolventen

Erfahrungsbericht
Graduate Specialist Program

Entwicklung

Mein Name ist Rene. Nach meinem Maschinenbaustudium mit Schwerpunktsetzung Entwicklung und Konstruktion an der RWTH Aachen, entschied ich mich für das Graduate Specialist Program (GSP) in der Entwicklung bei meinem Wunscharbeitgeber Bosch Rexroth. Durch das Programm wurden mir zahlreiche Möglichkeiten eröffnet, mich selbst weiterzuentwickeln und wirklich etwas zu bewegen. Heute bin ich als Projektleiter in der Entwicklung des Assistenzsystems ActiveAssist bei Bosch Rexroth beschäftigt, welches ich in der Trainee Zeit selbst gestaltet habe.

Für mich war es wichtig, zunächst ausreichend Erfahrung und Expertenwissen zu sammeln, bevor ich eine fachliche Führungslaufbahn einschlage.

Portrait einer Absolventin

Überzeugt hatte mich die enorme Flexibilität des Programms. Als Trainee hatte ich die Möglichkeit, die einzelnen Stationen und deren Ablauf nach meinen eigenen Interessen und Wünschen zu gestalten. Zusätzlich wurden mir verschiedenste Möglichkeiten der Fort- und Weiterbildung geboten, der Blick über den Tellerrand wurde befürwortet und gefördert. Während beispielsweise im Junior Managers Program ein Auslandsaufenthalt Pflicht ist, ist er im GSP freiwillig. Diese Chance lies ich mir jedoch nicht entgehen und arbeitete für kurze Zeit bei einem Kooperationsstandort in China.

Während des Programms wurde ich von einem individuellen Mentor unterstützt. Dieser half bei der Organisation des Ablaufs, bei der Entwicklung individueller Zielformulierungen sowie deren Erreichung. Auch nach Ablauf des Programms stand er bei Fragen oder Schwierigkeiten zur Seite.

Ich fokussierte mich von vorneherein auf den Bereich der Entwicklung. Auch Produktmanagement und Controlling standen auf meiner Agenda. Doch schon bei der ersten Station widmete ich mich einem längerfristigen Projekt aus dem Bereich Industrie 4.0.

Schließlich interessierte mich das Industrie 4.0 - Umfeld ganz besonders, denn es ist eine Herausforderung und gleichzeitig eine einmalige Chance, eigene Fußstapfen zu hinterlassen. Jedoch gab es damals noch kaum Erfahrungswerte, auf die ich und mein Team zurückgreifen konnten.

Auch mehrere Monate nach Abschluss des Programms arbeite ich als Projektleiter weiterhin an den Herausforderungen, die die Realisierung der Industrie 4.0 mit sich bringt, zum Beispiel an der Findung von Schnittstellen im Herstellungsprozess. Die einzelnen Maschinen und Prozesse müssen fehlerfrei und ohne viel Programmieraufwand miteinander kommunizieren und interagieren, Schnittstellen von Arbeitsschritten in der Produktion und Logistik durch Standardisierung aufeinander abgestimmt werden. Nur dann kann das Konzept von Industrie 4.0 überhaupt greifen, die Qualität der Produkte verbessert, die individuelle Anpassung an Kundenwünsche gewährleistet, die Lieferzeiten reduziert und der Komfort für die Arbeiter erhöht werden. Diese Fragestellungen stellen mein Team und mich täglich vor neue Aufgaben.

Routine oder ein typischer Arbeitsalltag können sich hier gar nicht erst entwickeln – für mich der perfekte Arbeitsplatz.

Meine aktuellen Aufgaben beschreibe ich selbst als "halb Arbeit, halb Hobby", denn die Möglichkeit die ingenieurwissenschaftliche Zukunft aktiv mitzugestalten, lässt Schwierigkeiten schnell vergessen. Wer sich für Ingenieurwissenschaften interessiert und davon träumt, eines Tages selbst einmal etwas zu bewegen, dem rate ich, sich immer von seiner Neugier leiten zu lassen und diese niemals zu verlieren.

Egal ob Schüler, Student oder Projektleiter – ein guter Ingenieur sollte immer hinterfragen, wie etwas funktioniert, warum etwas funktioniert und wie es noch besser funktionieren könnte. Durch diese Neugier entwickeln sich das nötige Durchhaltevermögen und die Motivation, ein Ingenieurstudium zu meistern und abzuschließen. Und damit eben auch die Möglichkeit selbst etwas zu entwickeln, zu gestalten und zu bewegen.

Ihre Zukunft beginnt jetzt!

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