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Portrait einer Absolventin

Erfahrungsbericht
Graduate Specialist Program

Fertigung

Mein Name ist Carla und ich bin seit August 2018 Trainee (GSP) im Bereich Fertigung. Mein Mentor ist der technische Werksleiter eines der größten Werke bei Rexroth in Elchingen. Mit ihm tausche ich mich regelmäßig organisatorisch und inhaltlich aus. In meinem Fall nimmt mein Mentor eine beratende Funktion ein, was bedeutet, dass er mir Freiheit bei der Planung meiner Stationen, der Auswahl der zu bearbeitenden Themen und Schulungen gibt und mir dann für die finalen Entscheidungen beratend zur Seite steht.

Mein bisheriges Highlight während des Programms war der Hochlauf einer neuen Montagelinie, da ich hier die Verantwortung und Koordination für einen Abschnitt der Linie übernommen habe.

Kannst Du uns mehr über deine verschiedenen Stationen erzählen?

Die ersten beiden Stationen absolvierte ich im Werk in Elchingen, wo Komponenten gefertigt und Hydraulikpumpen montiert werden. Zu Beginn war ich bei Bosch Production System tätig, einer werksübergreifenden Abteilung, die an der Verbesserung und Verschlankung von Prozessen arbeitet, mit dem Ziel jegliche Arten der Verschwendung zu reduzieren.

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Die zweite Station – mein bisheriges Highlight während des Programms – war der Hochlauf einer neuen Montagelinie. Hier trug ich die Verantwortung für einen Vormontagestrang mit vier Arbeitsstationen, einer vollautomatisierten Presse, zwei Robotern und mehrerer Schraubstationen beziehungsweise WLAN-Schraubern. Nicht nur die Steigerung der technischen Verfügbarkeit war eine Herausforderung, sondern auch die organisatorische Koordination des Produktionsplans, der Variantenvielfalt und des Warenflusses. Meine Traineereise ging anschließend weiter nach Peking.

Dort erfolgte ein Funktionswechsel in den Bereich Logistik, um ein tieferes Verständnis für Warenflüsse und Materialversorgung zu erhalten. Die Arbeit mit den chinesischen Kollegen in interkulturellen Teams ermöglichte mir spannende Einblicke in eine neue Art der Zusammenarbeit. Neben der Überwindung der Sprachbarriere bestand die Herausforderung darin, ein gemeinsames Verständnis von Prozessen zu erarbeiten und die unterschiedlichen Herangehensweisen an Aufgaben zu verstehen und zu vereinen. Die chinesischen Kollegen zeigten eine besondere Begeisterung für Automatisierung und Digitalisierung, wodurch die Implementierung und Verwendung von Technologien und die Motivation der Anwender einen starken Fokus erhielten.

Auch im privaten Bereich war der Aufenthalt in China eine besondere Erfahrung. Besonders möchte ich in diesem Zusammenhang die chinesischen Trainees erwähnen, die mir einen umfangreichen Einblick in deren Leben, Weltverständnis und die vielseitige chinesische Esskultur gegeben haben.

Aktuell befinde ich mich in einem Werk im Automobilbereich von Bosch in Stuttgart-Feuerbach. Diese Trainee-Station eröffnet mir die Möglichkeit, eine differenzierte Sicht auf die unterschiedlichen Strukturen, Prozesse und Standards zwischen einer Groß- und Kleinserienproduktion zu erhalten.

Was gefällt Dir besonders gut an der Fertigung?

Gerade im Bereich der Fertigung ist die Koordination und das Verständnis von Schnittstellen extrem wichtig. Während bei hoher Varianz die logistischen Herausforderungen steigen, stellen im Automobilbereich die Kundenerwartungen an Standards und Qualitätsthemen Schlüsselfaktoren dar.

Im Produktionsumfeld gefällt mir die vielschichtige Arbeit besonders gut. Während meiner vier Stationen habe ich an diversen strategischen Themen gearbeitet, die den Austausch mit Schnittstellen und das Berichtswesen bis hin zur Business Unit Leitung erforderten. Ein weiterer zentraler Bestandteil meines Alltages ist der enge Kontakt mit Personen, die täglich in der Produktion arbeiten. Um Produktionsprozesse zu verstehen und zu verbessern, war diese Zusammenarbeit für mich während all meiner Stationen von essenzieller Bedeutung. Als besonders spannend und entscheidend stellte sich für mich der Austausch mit Produktionsmitarbeitern heraus, die bereits mehrere Jahre (oder gar seit Jahrzehnten) in der Produktion tätig sind. Hierdurch konnte ich mein vorhandenes Wissen bezüglich des Einsatzes von Maschinen und relevanter Verfahren durch praxisnahe Erfahrungen der Mitarbeiter erweitern.

Im Rahmen dieser Zusammenarbeit sah ich mich mit der Herausforderung konfrontiert, nicht nur Überzeugungsarbeit hinsichtlich neuer digitaler Lösungen zu leisten, sondern auch die Anforderungen der Mitarbeiter so zu verstehen, dass Implementierungen letztlich auch genutzt werden können. Um die gegenwärtigen Herausforderungen aller Prozessbeteiligten verstehen und berücksichtigen zu können, musste ich zunächst auf die individuellen Anforderungen der einzelnen Personen eingehen, um dann daraus standardisierte Lösungen zu entwickeln und zu implementieren.

Warum hast Du dich dazu entschlossen ein Trainee Programm zu absolvieren?

Am Trainee Programm begeistert mich die Möglichkeit, den Fertigungsbereich aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten. Zudem sah ich nach meinem Masterstudium im Traineeprogramm die Chance, mein fachspezifisches Wissen in kurzer Zeit zu erweitern und zu vertiefen. Diese Erwartungen haben sich mit Blick auf die vergangenen anderthalb Jahre vollständig bestätigt. Die Projektarbeit in verschiedenen Bereichen hat mein Verständnis von Prozessen im Produktionsumfeld kontinuierlich verbessert.

Während des Trainee-Programms werden hohe Flexibilität und Anpassungsfähigkeit als Basiskompetenzen vorausgesetzt. Die Möglichkeit, viele Standorte im In- und Ausland kennenzulernen, bringt ebenfalls wiederkehrende Herausforderungen wie Wohnungssuche und Umzüge mit sich. Bemerkenswert ist hierbei die gegenseitige Unterstützung der jeweiligen Trainee-Community an den Standorten. Trainee-Treffen im viermonatigen Zyklus bieten Raum und Zeit, um andere Trainees auch persönlich kennenzulernen und die Kontakte stetig auszubauen. Dieses Netzwerk dient als eine vielgenutzte Kommunikationsplattform – von der Stationsplanung, über Arbeitsinhalte bis zum generellen Austausch. Außerdem haben wir vor rund einem Jahr einen regelmäßigen „Wissensaustausch“ via Telekonferenz eingeführt, in welchem jeweils ein Trainee ein aktuelles Thema – fachlich, zur Station oder zum Funktionsbereich – vorstellt.

Im Laufe dieser Zeit habe ich verschiedene Formen der Teamarbeit, unter anderem die agile Organisation, und Führungsstile erleben können. Dies empfinde ich als weiteren großen Vorteil des Programms, da im Rahmen von WE LEAD BOSCH verstärkt Wert auf Führungsstile, Vertrauen und Verantwortung gelegt wird.

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