Spritztour über die Felder

Spritztour über die Felder

Copyright Foto: Stara S/A Indústria de Implementos Agrícolas

März 2015

 

Staras neue Feldspritze Imperador fährt sich auch in schwierigem Gelände so angenehm wie ein Auto. Für diesen Komfort sorgt ein hydrostatischer Antrieb.

Wenn der Dieselmotor der Landmaschine zum fünften Mal hintereinander ausgeht, weil ein Rad im Matsch hängen geblieben ist, wird die Feldarbeit zur nervigen Mühsal. Atila S. Trennepohl, Vizepräsident des brasilianischen Landmaschinenherstellers Stara, kennt diese Probleme und die Bedürfnisse der Farmer: „Sie wollen sich nicht ständig auf das Fahren konzentrieren, sondern auf die eigentliche Arbeit – zum Beispiel die gleichmäßige Verteilung der Dünge- oder Spritzmittel auf den Pflanzen. Um das zu erreichen, haben wir uns bei der Entwicklung der selbstfahrenden Feldspritze Imperador für einen hydrostatischen Antrieb von Rexroth entschieden.“

Angenehmes Fahren dank Hydrostat

Die Feldbedingungen in Brasilien sind besonders herausfordernd: Es regnet viel. Der Boden ist nass und weich. Zwar liegen die Felder meistens in der Ebene, aber wegen zahlreicher Mulden und Vertiefungen müssen die einzelnen Räder immer wieder kurzfristig Steigungen von bis zu 30 Prozent überwinden. „Bei einem mechanischen Kettenantrieb mit Kupplung und Schaltung verlangt das vom Fahrer großes Können und ständige Konzentration. Er muss auf den Boden achten und dauernd kuppeln, schalten, kuppeln, schalten“, erklärt Trennepohl. Dank dem hydrostatischen Antrieb fällt das beim Imperador weg. „Die Feldspritze fährt sich wie ein Auto mit Automatik.“ Und so gleiten die Farmer per Tempomat mit konstanten 25 Kilometern pro Stunde über ihre Felder. Eine Grenzlastregelung per DA-Ventil sorgt dafür, dass der Dieselmotor auch unter großen Lasten – zum Beispiel bei einem steilen Anstieg – nicht ausgeht.

Weniger Wartung, bessere Ernte

Dank Hydrostat konnte Stara beim Imperador einen Vierradantrieb umsetzen statt des sonst üblichen kettengetriebenen Zweiradantriebs. „Das hat zwei Vorteile: Wir konnten die Feldspritze dadurch größer bauen. Sie kann nun mehr Spritzmittel laden. Und das Wenden am Ende des Feldes wird leichter, weil der Radius durch einen größeren Lenkeinschlag kleiner ist“, sagt Trennepohl. Ein weiterer Pluspunkt für den Hydrostat: Ständiges Nachjustieren der Antriebskette und andere Wartungsarbeiten entfallen völlig. „Ab und an den Ölfilter wechseln – das war’s.“

Der hydrostatische Antrieb sei nicht nur komfortabel und wartungsarm, er führe auch zu besseren Ergebnissen, weiß Trennepohl, denn: „Da man keinen Gang wechseln muss, bleibt die Drehzahl des Dieselmotors immer konstant und damit auch der Druck des Spritzaggregats. Das sorgt für eine gleichmäßige Verteilung der Spritzmittel und am Ende für eine bessere Ernte.“