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Lohr am Main, 06.04.2016

Vorläufige Geschäftszahlen: Bosch Rexroth 2015 mit regional unterschiedlicher Geschäftsentwicklung

Gesamtumsatz 2015 liegt bei 5,4 Milliarden Euro

  • Schwache Konjunktur bei Investitionsgütern belastet Geschäftsentwicklung
  • Fokus auf Kerngeschäft mit mobilen und industriellen Anwendungen
  • Lösungen im Bereich Industrie 4.0 weltweit gefragt

Lohr – Bosch Rexroth sieht sich mit einer weltweit schwachen Konjunktur bei Investitionsgütern konfrontiert. Nach vorläufigen Zahlen hat das Unternehmen im Jahr 2015 einen vergleichbar gerechneten Umsatzrückgang um 3,2 Prozent auf 5,4 Milliarden Euro verzeichnet. Der Umsatzrückgang berücksichtigt bereits den unterjährigen Verkauf des Großgetriebegeschäfts an die ZF Friedrichshafen AG. In Nord- und Südamerika konnte Bosch Rexroth den Umsatz steigern. Auch in Deutschland konnte der Umsatz trotz schwierigem Umfeld stabil gehalten werden. Eine rückläufige Geschäftsentwicklung verzeichnete das Unternehmen in den restlichen Ländern Europas und in Asien.

Das Geschäftsjahr 2015 war geprägt von einer anhaltenden Konjunkturschwäche in den Schwellenländern, niedrigen Rohstoffpreisen, insbesondere von Erdöl und Erdgas, sowie Turbulenzen an den Kapitalmärkten. Der europäische Maschinen- und Anlagenbau zeigte 2015 nur eine sehr schwache Dynamik. Die Maschinenproduktion in den USA nahm zu, jedoch schwächte sich die Entwicklung im Jahresverlauf ab. Die Geschäftsentwicklung von Bosch Rexroth in Asien wurde maßgeblich verursacht durch den Strukturwandel in der chinesischen Wirtschaft. Dort findet derzeit eine Entwicklung weg vom investitionsgetriebenen hin zum konsumgetriebenen Wachstum auf niedrigerem Niveau statt. Diese strukturelle und quantitative Veränderung hat in der Folge zu einer deutlich unterdurchschnittlichen Dynamik der chinesischen Maschinenproduktion geführt. Starke Rückgänge waren dort vor allem im Baumaschinensektor zu verzeichnen. Auch für 2016 erwartet Bosch Rexroth keine durchgreifenden Wachstumsimpulse aus den Märkten. So lässt zum Beispiel der niedrige Erdölpreis auch für 2016 weltweit kaum Investitionen in vorhandene oder gar neue Förderstätten und nachgelagerte Industrien erwarten. Einen positiveren Ausblick gibt es für die weniger rohstoffabhängigen Märkte. In der Fabrikautomation wird Industrie 4.0, die Vernetzung der Produktion, ein wichtiger Wachstumstreiber sein.

In diesem Marktumfeld stellt sich Bosch Rexroth neu auf und verbessert seine Wettbewerbssituation. So hat das Unternehmen 2015 den Bereich Großgetriebe an die ZF Friedrichshafen AG verkauft und fokussiert sich nun ganz auf die Kernmärkte der Industriellen und Mobilen Anwendungen mit einem attraktiven Produktportfolio. Mit einem umfangreichen Restrukturierungsprogramm wurden im Bereich Industrial Applications Strukturen verschlankt und Prozesse optimiert. Zudem hat Bosch Rexroth die Restrukturierung des Bereichs Mobile Applications eingeleitet, der vom nahezu weltweiten Nachfrageeinbruch rund um Bau-, Land- und Arbeitsmaschinen besonders stark getroffen wurde.

„Im aktuellen Marktumfeld zeigt sich, wie wichtig es ist, sich über Technologie vom Wettbewerb zu differenzieren. Dies gilt insbesondere für den Reifegrad unserer Lösungen rund um das Zukunftsfeld Industrie 4.0“, sagt Rolf Najork, seit Februar 2016 Vorstandsvorsitzender von Bosch Rexroth. „Bosch Rexroth spielt bei Produkten und Lösungen rund um die Vernetzung von Maschinen und Anlagen eine führende Rolle. Kunden, die das Thema Industrie 4.0 angehen, fragen weltweit nach unserer Expertise und der Umsetzung dieser Lösungen in unseren eigenen Werken. Diesen Vorsprung werden wir weiter ausbauen“. So wird das Unternehmen auf der Hannover Messe im April 2016 unter anderem intelligente und vernetzte Lösungen für Montageplätze in der variantenreichen Fertigung vorstellen. Eine weitere Neuheit ist ein besonders kompaktes und effizientes Hydraulikaggregat, das sich selbst mit Condition Monitoring überwacht und sich einfach in vernetzte Strukturen einfügt. Dabei setzt Bosch Rexroth auf herstellerübergreifende, offene Standards und Programmiersprachen der Automatisierungswelt, der IT und des Internets.

Einen detaillierten Ausblick für das laufende Jahr und die endgültigen Geschäftszahlen 2015 wird das Unternehmen am 25. April 2016 im Rahmen seiner Jahrespressekonferenz auf der Hannover Messe vorstellen.

Wirtschaftlich, präzise, sicher und energieeffizient: Antriebs- und Steuerungstechnik von Bosch Rexroth bewegt Maschinen und Anlagen jeder Größenordnung. Das Unternehmen bündelt die weltweiten Anwendungserfahrungen in den Marktsegmenten Mobile Anwendungen, Anlagenbau und Engineering sowie Fabrikautomation für die Entwicklung innovativer Komponenten, maßgeschneiderter Systemlösungen und Dienstleistungen. Bosch Rexroth bietet seinen Kunden Hydraulik, Elektrische Antriebe und Steuerungen, Getriebetechnik sowie Linear- und Montagetechnik aus einer Hand. Mit einer Präsenz in mehr als 80 Ländern erwirtschafteten die über 33.700 Mitarbeiter 2014 einen Umsatz von rund 5,6 Mrd. Euro.

Mehr Informationen unter www.boschrexroth.com

Die Bosch-Gruppe ist ein international führendes Technologie- und Dienstleistungsunternehmen mit weltweit rund 375 000 Mitarbeitern (Stand: 31.12.2015). Sie erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2015 nach vorläufigen Zahlen einen Umsatz von über 70 Milliarden Euro. Die Aktivitäten gliedern sich in die vier Unternehmensbereiche Mobility Solutions, Industrial Technology, Consumer Goods sowie Energy and Building Technology. Die Bosch-Gruppe umfasst die Robert Bosch GmbH und ihre rund 440 Tochter- und Regionalgesellschaften in rund 60 Ländern. Inklusive Handels- und Dienstleistungspartnern erstreckt sich der weltweite Fertigungs- und Vertriebsverbund von Bosch über rund 150 Länder. Basis für künftiges Wachstum ist die Innovationskraft des Unternehmens. Bosch beschäftigt weltweit 55 800 Mitarbeiter in Forschung und Entwicklung an rund 115 Standorten. Strategisches Ziel der Bosch-Gruppe sind Lösungen für das vernetzte Leben. Mit innovativen und begeisternden Produkten und Dienstleistungen verbessert Bosch weltweit die Lebensqualität der Menschen. Bosch bietet „Technik fürs Leben“.

Mehr Informationen unter www.bosch.com , www.bosch-presse.de , http://twitter.com/BoschPresse .

 

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