Inhalt
, 04.08.2016

Maschinensicherheit zukunftsfähig machen

Rolf Najork, Vorstandsvorsitzender der Bosch Rexroth AG

Die Entwicklung steht noch ganz am Anfang, aber sie wird die Wirklichkeit im Maschinenbau und in den Fabriken der Zukunft wesentlich prägen: Adaptive und selbstlernende Maschinen werden uns in Zukunft vor neue Herausforderungen in Sachen Maschinensicherheit stellen.

Die aktuelle Maschinenrichtlinie berücksichtigt zwar schon den gestiegenen Software-Anteil, geht aber nach wie vor von einem statischen Modell aus: Grundprogrammierung und Grundfunktionen einer Maschine bleiben über die Nutzungsdauer erhalten. Erst bei wesentlichen Änderungen muss die Maschine den gesamten Prozess neu durchlaufen.

Dieser Ansatz bildet die aktuelle Wirklichkeit sicherlich ab. Im Lebenszyklus der nächsten Maschinengenerationen aber werden sich die Maschinen und ihre Funktionen ständig anpassen und weiter entwickeln. Eigentümer oder Anwender ändern Programme oder fügen neue hinzu. Dafür kann nicht mehr der Maschinenhersteller verantwortlich sein. Noch spannender ist die Frage nach der Sicherheit bei selbstlernenden Maschinen und Anlagen und wir werden sie und viele weitere in den Normungsgremien zu besprechen und zu lösen haben.

So müssen Maschinen zukünftig in der Lage sein, untereinander die notwendige Maschinensicherheit selbst zu verhandeln. Dazu benötigen wir überhaupt erst einmal herstellerübergreifend festgelegte oder genormte Berechnungsformeln aus denen die Maschine alleine die Kennwerte errechnen kann. Nur so können sich Module, Maschinen und Anlagen zu kollaborierenden Systemen und Linien zusammen finden. Während es bei der Maschinensicherheit, Safety, bereits definierte Level gibt, die erreicht werden müssen, ist das bei der Datensicherheit, Security, noch nicht der Fall. Dort wird aktuell eine allgemeingültige Systematik in der Security Norm IEC 62443 diskutiert.

Unabhängig davon stellt Bosch Rexroth schon heute zukunftsfähige Technologien zur Verfügung, die den neuen Herausforderungen begegnen. Dezentrale Antriebslösungen mit integrierten Sicherheitsfunktionen reagieren ohne Umweg über zentrale Steuerungen. Sie funktionieren damit unabhängig von Prozessänderungen. Synergien mit Bosch, besonders im Bereich der Sensortechnologie, eröffnen zusätzliche Möglichkeiten, die dezentrale Maschinensicherheit voranzutreiben. Hier laufen die ersten Projekte mit Maschinenherstellern und Endanwendern an.

Mehr Informationen zum Thema Maschinensicherheit finden Sie hier

Mehr Informationen über Bosch Rexroth unter: www.boschrexroth.com/press

 

Pressesuche


Kontakt

Susanne  Herzlieb
Maria-Theresien-Str.  23
97816 Lohr
Telefon: +49 9352 18-1573
Fax: +49 9352 18-1812
susanne.herzlieb@boschrexroth.de




Das könnte Sie auch interessieren

11.08.2016
Presseinformation

Die fünf teuersten Einspar-Ideen für die Instandhaltung von Maschinen und Anlagen

Maschinenstillstand ist immer teuer, vor allem wenn dadurch eine ganze Produktionslinie zum Stillstand kommt. Bei Neumaschinen steht hier noch der Maschinenhersteller in der Haftung, danach liegt die Verantwortung allein bei der Instandhaltung des Betreibers. Instandhalter müssen aber ihre „unproduktiven“ Kosten ständig rechtfertigen und versuchen deshalb, sie zu senken. Doch manche kurzfristige Einsparidee verursacht am Ende nichts als wesentlich höhere Gesamtkosten. Hier die fünf teuersten und leider nicht seltenen Fehler bei der Wartung von Maschinen.


19.11.2014
Produktinformation

Schlanker Maschinenbau: Ein Sicherheitsventil statt 15

Die neuen vorgesteuerten 2/2-Wege-Druckbegrenzungs-Einbauventile LFA_DB_-7X/_E von Rexroth sichern hohe Volumenströme und Drücke deutlich günstiger ab als bisherige Lösungen. Denn die nach der Druckgeräte-Richtlinie 97/23/EG baumustergeprüften Sicherheitsventile vereinfachen hydraulische Schaltungen und reduzieren neben den Material- und Montagekosten auch den Prüfaufwand im Betrieb.