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PI 126-13 03.01.2014

Arbeitszeitmodelle

Auf zu neuen Gipfeln

Auf zu neuen Gipfeln

Mama ante Portas

„Bin ich froh, wenn ich in Rente bin!“ Wohl jeder hat schon mal so aufgestöhnt. Rückt der Ruhestand dann wirklich näher, sind Entscheidungen gefordert. Rosel Mayer (60) und Wolfgang Toschka (63) haben die unverblockte Altersteilzeit gewählt. Da sieht man, wie individuell die letzten Berufsjahre gestaltet werden können.

„Am Stück oder lieber in Scheiben?“ Die berühmte Metzgerfrage stellt sich mancher Mitarbeiter nach dem Besuch einer Infoveranstaltung zur Altersteilzeit. In Homburg/Saar kann deshalb jeder mit Personalleiter Christoph Müller über seine Vorstellungen zu den letzten Arbeitsjahren sprechen. Denn Müller weiß: „Altersteilzeit ist eine individuelle Angelegenheit. Wir wollen den persönlichen Bedürfnissen der Mitarbeiter gerecht werden, solange es betrieblichen Interessen nicht entgegensteht. Das beinhaltet bei uns auch Altersteilzeit in der Schichtarbeit, das ist heute noch keine Selbstverständlichkeit.“

Unterschieden wird zwischen verblockter und unverblockter Altersteilzeit. In der verblockten Variante ist das Verhältnis Arbeit und Freistellphase 50:50. Dem Unternehmen gefällt es aber ebenso, wenn der Mitarbeiter sein Wissen noch länger an jüngere Kollegen weitergibt. In einer der unverblockten Varianten reduziert man während der gesamten Altersteilzeit seine Arbeitszeit auf die Hälfte. So arbeitet Rosel Mayer über fünf Jahre werktäglich 3,5 statt sieben Stunden. Seit dem Juni 2012 ist sie in Altersteilzeit und somit im zweiten von fünf Jahren. Vom Engagement der Homburger Personalabteilung ist Rosel Mayer angetan: „Ich bin froh, dass alles so geklappt hat“, erklärt die dreifache Mutter, die 1980 in der Montage bei Bosch Rexroth anfing.

Die Pflicht ruft weiterhin

Weniger Arbeiten und den Rest des Tages zwischen Garten, TV und Kaffeetisch verbringen? Das ist nur für einige Interessenten der Altersteilzeit schöne Vision, denn „viele Anfragen zur Altersteilzeit kommen auch wegen pflegebedürftiger Verwandten“, erklärt Müller. So ist Rosel Mayer verstärkt bei der Pflege der Mutter gefordert. Mit ihrer Arbeitszeit von 6.00 bis 9.30 Uhr und einer klugen Tagesplanung kann sie den Einsatz kostspieliger Pflegekräfte reduzieren und steht bereits am späten Vormittag wieder parat, um sich um ihre Mutter zu kümmern. Die muss somit nicht ins Heim und Rosel Mayer kann ihr etwas zurückgeben, „hat mir meine Mutter doch ermöglicht, als junge Mutter arbeiten zu gehen.“

In Schwieberdingen bei Stuttgart, wo Bosch Rexroth Zahnradpumpen und Zahnradmotoren produziert, nutzt Mechaniker Wolfgang Toschka die Altersteilzeit. Die familiären Anforderungen an ihn: Windeln statt Gewinde, das Enkelkind wünscht regelmäßige Betreuung. Wolfgang Toschka hat sich deshalb für eine 3-Phasen-Variante der Altersteilzeit entschieden: Er arbeitete zunächst 100%, dann 50% und in der 3. Phase 0% seiner bisherigen Arbeitszeit. Dabei mussten Ansparphasen und Abbauphasen zeitlich spiegelbildlich sein. „Als ich vom Altersteilzeitmodell erfahren habe war ich gleich angetan. Ich besprach das mit dem Abteilungsleiter und der schlug mir vor, dass ich das in Sieben-Stunden-Tagen abarbeiten könnte.“ Seit 1966 ist Toschka für Bosch tätig und arbeitete bis 01.05.2012 voll. Seitdem verteilen sich die 50% Arbeitszeit auf 17,5 Stunden, also zwei bis drei Tage pro Woche. Zum 01.01.2014 beginnt die Freistellungsphase der vierjährigen Altersteilzeit, bis Toschka 65 Jahre zählt.

Von Radrennfahrerinnen und Gipfelstürmern

Aus Sicht der Haushaltskasse macht der Lohnausgleich die Altersteilzeit attraktiv. Grob gesagt bekommt der Arbeitnehmer 82% des monatlichen Nettogehaltes ausbezahlt, obwohl er nur noch die Hälfte arbeitet. Genau muss dies von Fall zu Fall bestimmt werden. Mental ist vielen Arbeitnehmern, wie Rosel Mayer, der langsame Arbeitsausstieg durchaus recht. „Wenn man immer gearbeitet hat, will man nicht nach 40 Jahren abrupt aufhören.“ Und wenn der Tag der Rente kommt? „Dann wird die Energie in noch ausgiebigere Fahrradtouren gesteckt“, freut sich Mayer. Toschka macht die Arbeit auch nach 47 Arbeitsjahren in der Bosch Gruppe noch Spaß und er kann jetzt schon seiner Leidenschaft, dem Wandern im Hochgebirge, an verlängerten Wochenenden nachgehen. Der Gipfelstürmer bringt es für sich auf den Punkt: „Altersteilzeit macht die Lebensqualität optimal.“

Wirtschaftlich, präzise, sicher und energieeffizient: Antriebs- und Steuerungstechnik von Bosch Rexroth bewegt Maschinen und Anlagen jeder Größenordnung. Das Unternehmen bündelt die weltweiten Anwendungserfahrungen in den Marktsegmenten Mobile Anwendungen, Anlagenbau und Engineering, Fabrikautomation sowie Erneuerbare Energien für die Entwicklung innovativer Komponenten, maßgeschneiderter Systemlösungen und Dienstleistungen. Bosch Rexroth bietet seinen Kunden Hydraulik, Elektrische Antriebe und Steuerungen, Pneumatik, Getriebetechnik sowie Linear- und Montagetechnik aus einer Hand. Mit einer Präsenz in mehr als 80 Ländern erwirtschafteten die über 37.500 Mitarbeiter 2012 einen Umsatz von rund 6,5 Mrd. Euro.

Mehr Informationen unter www.boschrexroth.com

Die Bosch-Gruppe ist ein international führendes Technologie- und Dienstleistungsunternehmen und erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2012 mit rund 306.000 Mitarbeitern einen Umsatz von 52,5 Milliarden Euro. Seit Anfang 2013 gilt eine neue Struktur mit den vier Unternehmensbereichen Kraftfahrzeugtechnik, Industrietechnik, Gebrauchsgüter sowie Energie- und Gebäudetechnik. Die Bosch-Gruppe umfasst die Robert Bosch GmbH und ihre rund 360 Tochter- und Regionalgesellschaften in rund 50 Ländern; inklusive Vertriebspartner ist Bosch in rund 150 Ländern vertreten. Dieser weltweite Entwicklungs-, Fertigungs- und Vertriebsverbund ist die Voraussetzung für weiteres Wachstum. Im Jahr 2012 gab Bosch rund 4,8 Milliarden Euro für Forschung und Entwicklung aus und meldete rund 4.800 Patente weltweit an. Ziel der Bosch-Gruppe ist es, mit ihren Produkten und Dienstleistungen die Lebensqualität der Menschen durch innovative, nutzbringende sowie begeisternde Lösungen zu verbessern und Technik fürs Leben weltweit anzubieten.

Mehr Informationen unter www.bosch.com , www.bosch-presse.de

 

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