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Lohr am Main, 19.02.2013

Maschinenhersteller ans Steuer

Dr. Karl Tragl

Dr. Karl Tragl

Dr. Karl Tragl, Vorstandsvorsitzender der Bosch Rexroth AG

Der Technologiewandel im Maschinen- und Anlagenbau nimmt stetig an Fahrt auf. Ein wesentlicher Treiber ist die zunehmende Vernetzung der gesamten Produktionsabläufe. Bislang bestimmen dabei vor allem IT-Experten und Endanwender die Richtung und das Tempo. Doch wenn man bedenkt, welch einzigartiges Prozess- und Engineering-Know-how bei den Maschinenherstellern versammelt ist, wäre es unklug, sie nicht ans Steuer zu lassen.

Viele der Ideen, die Maschinenhersteller aus ihrer vielfältigen Engineeringerfahrung heraus entwickelten, konnten sie bisher nicht verwirklichen. Drei Hindernisse waren dafür maßgeblich: Erstens klaffte zwischen der Automatisierungs- und der IT-Welt eine Lücke aufgrund unterschiedlicher Programmiersprachen. Zweitens ermöglichten Automatisierungslieferanten ihnen nicht den Zugriff auf den Steuerungskern und schließlich beherrschte gerade den Maschinenmarkt lange eine gewisse Scheu, aus bewährten Denkmustern auszubrechen und neue, „vernetzte“ Wege zu gehen.

Bosch Rexroth, schon traditionell Vorkämpfer für durchgängig offene Steuerungen setzt dagegen auf komplette Offenheit: Open Core Engineering eröffnet Maschinenherstellern völlig neue Freiheitsgrade, eigenes Know-how und innovative Ideen selbst in Software abzubilden. Beim Datenaustausch zwischen intelligenten Systemen geht es immer häufiger auch darum, neue IT-Technologien und übergeordnete Systeme in die Maschinen zu integrieren. Das können die Maschinenhersteller jetzt sehr einfach und komplett mit eigenem Personal umsetzen. Über die neue Schnittstelle von Open Core Engineering können Ingenieure und Software-Entwickler mit nahezu jeder Hochsprache der IT-Welt Maschinen-Funktionen schreiben, die auf den Steuerungskern zugreifen. Das ist derzeit mit keiner anderen Steuerung möglich. Maschinenhersteller haben so die Möglichkeit, über Softwareprogramme oder Apps eigenständig neue Funktionen zu verwirklichen und neue Geräte wie Smart Phones und Tablet PCs nahtlos einzubinden. So können sie sich mit innovativen Ideen von ihrem Wettbewerb abheben.

Integrated Industry setzt nach unserer Überzeugung aber mehr als offene Schnittstellen und einen Zugriff auf den Steuerungskern voraus. Mindestens ebenso wichtig ist der Wissensaustausch zwischen Endanwendern, Maschinenherstellern und Automatisierungslieferanten, um gemeinsam neue Wege zu gehen. Dabei ist Bosch Rexroth auch immer wieder bereit, scheinbar Unveränderliches in Frage zu stellen. In Entwicklungspartnerschaften mit Maschinenherstellern bringen unsere Branchen- und Technologieexperten ihr weltweites Anwendungs-Know-how ein und fördern auch den Austausch zwischen verschiedenen Branchen. Dabei spielt Software und ihre Vernetzung mit externen Systemen eine immer wichtigere Rolle.

Wenn Maschinen- und Anlagenhersteller jetzt diese offenen Automatisierungstechnologien nutzen und den intensiven Wissensaustausch mit Automatisierungslieferanten suchen, können sie den Trend zur Integrated Industry mit innovativen Ideen zur eigenen Erfolgsgeschichte machen.

Mehr Informationen unter: www.boschrexroth.de

 

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