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Lohr am Main, 30.01.2012

Viele Wege führen zur Co2-Reduzierung

Dr. Karl Tragl

Dr. Karl Tragl

Dr. Karl Tragl, Vorstandsvorsitzender der Bosch Rexroth AG

Beim verantwortungsvollen Umgang mit natürlichen Ressourcen stehen aktuell die CO2-Emissionen als eine Hauptursache für den Klimawandel im Mittelpunkt. Die Umstellung auf erneuerbare Energien ist deshalb ein Thema, das die globalen Märkte in Bewegung bringt. An ihrer Erschließung hat Rexroth von Anfang an mitgearbeitet. Bis der Energiehunger der industrialisierten Welt aber komplett mit erneuerbaren Ressourcen gestillt werden kann, sind weltweit noch enorme Herausforderungen zu bewältigen. Solange ist der effiziente Umgang mit Energie das wirkungsvollste Mittel, die CO2-Emissionen zu senken. Dabei spielt moderne Automationstechnik eine wichtige Rolle.

Bereits seit den 1980er Jahren begleitet Rexroth mit immer leistungsfähigeren und zuverlässigeren Getrieben die technologischen Entwicklungen zur Nutzung der Windenergie und senkt damit die Stromgestehungskosten von Windenergieanlagen auf ein wettbewerbsfähiges Niveau. Mit Nachführ- und Aufständerungssystemen ermöglicht Rexroth die effektive Nutzung von Sonnenenergie. Auch in der noch jungen Anlagentechnik für die Nutzung der Meeresenergie engagiert sich Rexroth langfristig als Entwicklungs- und Systempartner.

Bis der Energiehunger der industrialisierten Welt aber komplett mit erneuerbaren Ressourcen gestillt werden kann, sind weltweit noch enorme Herausforderungen zu bewältigen: Von ausgereifter Technik zur Gewinnung und Wandlung über Lösungen zum Transport und zur Speicherung bis hin zu gesellschaftlichen Fragen wie der nach der Bereitstellung von Landfläche. Bis all diese Voraussetzungen für eine hundertprozentige Deckung des weltweiten Energiebedarfs mit erneuerbaren Energien erfüllt sind, ist der effiziente Umgang mit Energie das wirkungsvollste Mittel, die CO2-Emissionen wirtschaftlich sinnvoll zu senken.

Industrie: weniger verbrauchen bei gleicher Produktivität

Neben seinem Engagement bei der Gewinnung erneuerbarer Energien verfolgt Rexroth deshalb bei der Automation industrieller Anlagen eine Doppelstrategie. Auf der einen Seite werden weltweit alle eigenen Werke bis 2020 ihre CO2-Emisssionen um mindestens 20 Prozent senken. Auf der anderen Seite arbeiten die Entwickler in allen Antriebs- und Steuerungstechnologien an energieeffizienteren Produkten und Systemlösungen. Beide Ansätze nutzen die universelle Systematik Rexroth 4EE (sh. Kasten). Sie bietet über aller Technologien und Anwendungen hinweg vier Hebel für einen geringeren Energieverbrauch bei teilweise sogar höherer Produktivität. Über Energieeffizienz-Berater stellt Rexroth die gesammelten Erfahrungen bei der energetischen Optimierung als Dienstleistung zur Verfügung.

Emissionen reduzieren bei mobilen Anwendungen

Und eine weitere Herausforderung nimmt Bosch Rexroth in Sachen CO2 Reduzierung an: Mobile Arbeitsmaschinen für die Rohstoffförderung, die Landwirtschaft und die Bauindustrie müssen immer strengere Emissionsgrenzen einhalten. Gleichzeitig fordern die Anwender angesichts anhaltend hoher Treibstoffpreise einen niedrigeren Verbrauch. Mit Systemlösungen für die Arbeits- und Mobilhydraulik senkt Rexroth den Dieselverbrauch und damit die Abgasemissionen deutlich – bei gleichzeitig höherer Arbeitsleistung.

Zitat für Bildunterschrift:

„Fortschritte in der Automation bieten ein enormes Potenzial, den CO2-Ausstoß über die gesamte industrielle Wertschöpfung zu senken: sei es bei der Energieerzeugung, der Rohstoffgewinnung oder im Anlagenbau und in der Fabrikautomation.“

Infokasten Rexroth 4EE:

Maschinen und Anlagen sollen so produktiv wie möglich arbeiten und dabei nicht mehr Energie verbrauchen als notwendig. Das Unternehmen Bosch Rexroth hat dafür mit Rexroth 4EE (Rexroth for Energy Efficiency) eine eigene Systematik entwickelt. Rexroth 4EE setzt vier Hebel an, um unter Einbeziehung aller Technologien und für alle Maschinentypen die Energieeffizienz über den gesamten Lebenszyklus einer Maschine oder Anlage deutlich zu steigern.

Der erste Hebel besteht in der systematischen Gesamtbetrachtung der kompletten Automatisierung mit Projektierung, Simulation und Beratung, sowohl in der Erstkonstruktion als auch bei Modernisierungen (Energy System Design).Energieeffiziente Produkte und Systeme mit optimiertem Wirkungsgrad (Efficient Components) bieten einen weiteren Ansatz. Den dritten Hebel (Energy Recovery) stellen Rückgewinnung, Speicherung und Nutzung bislang ungenutzter Energien dar. Dazu zählen beispielsweise hydraulische Speicher-Lade-Schaltungen oder rückspeisefähige Antriebe. Die Bedarfsregelung (Energy on Demand) z.B. in Form von drehzahlvariablen Pumpenantrieben ermöglicht besonders hohe Einsparungen.

Mehr Informationen unter www.boschrexroth.com

 

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