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Lohr am Main, 02.12.2011

Druck in neuen Dimensionen: Flexible Druckmaschinen können mehr

Dr. Steffen Haack, Geschäftsleitung Vertrieb Fabrikautomation der Bosch Rexroth AG

Die Druckmaschinenbranche durchläuft aktuell einen tiefgreifenden Strukturwandel. Die digitale Informationswelt hat das Medienverhalten der Menschen weltweit längst dramatisch verändert: wichtige Information stehen an jedem Ort und jederzeit digital zur Verfügung, so dass Zuwächse nicht mehr allein durch klassische Druckerzeugnisse generiert werden können. Gleichzeitig eröffnet der technische Fortschritt neue Chancen für innovative Anwendungen der Druckmaschinentechnik. Hochpräzise und flexible Automatisierungen helfen den Herstellern diese Potenziale zu erschließen. Dazu Dr. Steffen Haack, Geschäftsleiter Vertrieb Fabrikautomation der Bosch Rexroth AG:

„Modernste Drucktechnik ist auch bei hohen Auflagen in der Lage, individuelle Medienprodukte zu erstellen. Heute ist es in Werbedrucksachen oder Anzeigen der eingedruckte Name des Empfängers, morgen wird es die individuell zusammengestellte Special Interest Zeitschrift oder Lokalzeitung sein. Dazu benötigen die Anwender Druckmaschinen, bei denen sie im laufenden Prozess die Druckklischees wechseln, digitale Druckstationen einbinden und verschiedene Druckbahnen flexibel zu individuellen Produkten verarbeiten können. Der Schlüssel dazu ist eine konsequent umgesetzte Einzelantriebstechnik mit einer leistungsfähigen Steuerung. Sie muss die Komplexität beherrschen und sich über offene Schnittstellen und Programmierstandards nahtlos in den Gesamtprozess von der inhaltlichen Erstellung bis zum Versand einfügen.

Aber Druckmaschinen können mehr, als Buchstaben und Bilder auf Papier zu bannen: Forscher und Entwickler haben innovative Verfahren zur Serienreife entwickelt, die in Zukunft mit Druckmaschinentechnologien arbeiten werden: So sollen schon im nächsten Jahr die ersten Maschinen für die 3D-Walzprofilierung in der Großserienproduktion eingesetzt werden. Sie basieren auf dem gleichen Prinzip wie Rollendruckmaschinen, benötigen aber höhere Kräfte und eine ausgefeilte Software. Nur offene Steuerungen bieten den Freiraum, diese Prozesse optimal umzusetzen und dabei das eigene Know-how zu schützen. Gedruckte Elektroniken oder Solarzellen wachsen ebenfalls aus dem Prototypen-Stadium heraus. Auch hier setzen sich wellenlos angetriebene Maschinen durch, ähnlich wie beim Rollendruck auf Papier. Diese Prozesse erfordern aber mindestens um den Faktor zehn gesteigerte Genauigkeiten. Das erreichen elektronische Leitachsen nur mit harter Echtzeitkommunikation und noch höherer dezentraler Intelligenz. Der in Rollendruckmaschinen am häufigsten eingesetzte Automationsbus sercos bietet in der neuesten Version genügend Reserven, um diese Anforderungen zu erfüllen.

Die Druckmaschine von morgen wird andere Aufgaben übernehmen als heute, aber sie hat eine große Zukunft als Basistechnologie für zahlreiche neue Anwendungen.“

Mehr Informationen unter: www.boschrexroth.com

 

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